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Premnitz Kita Döberitz: 29 Kinder und drei Mitarbeiter in Quarantäne
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Kita Döberitz: 29 Kinder und drei Mitarbeiter in Corona-Quarantäne

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20:05 19.06.2020
Die Kita „Havelspatzen“ in Döberitz ist seit Donnerstag geschlossen. Quelle: Bernd Geske
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Döberitz

Am Donnerstag ist die Kita „Havelspatzen“ im Premnitzer Ortsteil Döberitz geschlossen worden, weil am Vorabend eine Mitarbeiterin der Einrichtung positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Das Gesundheitsamt des Landkreises hat bereits den Kreis der möglicherweise außerdem betroffenen Personen ermittelt.

Bislang sind 29 Kinder und drei Mitarbeiter der Kita „Havelspatzen“ zur häuslichen Quarantäne verpflichtet worden, sagt Norman Giese, Pressesprecher des Landkreises. Sie werden von Beschäftigten des Gesundheitsamtes betreut, dazu gehört eine tägliche telefonische Kontaktaufnahme. Das übrige Personal und die nicht betroffenen Kinder dürften ab Montag wieder in die Kita zurück kehren.

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Personenkreis steht fest

Die genannten 32 Personen seien das Ergebnis der Befragungen durch das Gesundheitsamt, erklärt Norman Giese. Sie würden alle auf das Coronavirus getestet. Weitere Personen würden gegenwärtig nicht in Betracht gezogen. Die Kita betreffend gebe es bislang keinen weiteren Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus.

Träger der Kita „Havelspatzen“ ist die Kinder- und Jugendhilfe gGmbH des Bezirksverbandes Potsdam der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Die Einrichtung sei zuletzt voll belegt gewesen, sagt die Vorstandsvorsitzende Angela Schweers. Das heißt, unmittelbar vor der Schließung sind dort 45 Kinder betreut worden. In der Kita arbeiten sieben Beschäftigte. Herr des Verfahrens sei das Gesundheitsamt, so Anita Schweers. Man werde allen Forderungen unverzüglich nachkommen.

Pläne für die Öffnung

Die Awo hatte den Plan, die Kita oder Teile davon so bald wie möglich wieder zu betreiben, wenn das vom Gesundheitsamt gestattet wird, sagt die Vorsitzende. Ab Montag wird das nun wieder möglich sein. Vom Betriebsleiter Frank Schwengbeck und der Kita-Leiterin Annika Kokula wurden Pläne erarbeitet, wie man die Einrichtung etagenweise wieder öffnen kann.

„Wir waren so froh, dass wir die Einrichtung wieder für alle öffnen konnten“, sagt Angela Schweers. Ab letzten Montag sei ja der Regelbetrieb wieder erlaubt gewesen. Die Eltern, die ihre Kinder in den letzten Monaten zu Hause betreuen mussten, hätten sehr viel geleistet. Man werde nun so schnell wie möglich wieder eine oder zwei Gruppen in der Kita aufmachen.

Vorschriften genau beachtet

„Keine Panik, keine Angst, aber ungutes Bauchgefühl“, sagt der Döberitzer Ortsvorsteher Jürgen Mulsow (Wählergemeinschaft DMP). Er wisse, dass in der Kita die Corona-Vorschriften sehr genau beachtet worden seien. Die Gruppen seien getrennt von einander betreut worden.

Er selbst sei von dem Fall sehr überrascht worden, sagt der Ortsvorsteher, denn in der Region dort habe es bislang keine Coronainfektionen gegeben. Er sei glücklich, dass die Erkrankung bei der betroffenen Kita-Angestellten bislang einen milden Verlauf nehme.

Schule nicht betroffen

Er wisse, dass das Gesundheitsamt sehr gut arbeite und den möglichen Infektionsketten sehr genau nachgehe, betont Jürgen Mulsow. Er hoffe, dass das Virus sich auf möglichst wenig weitere Personen ausbreite. Nun bleibe abzuwarten, was in der nächsten Zeit passiert. Er wünsche, dass sich die Ausbreitung in engen Grenzen halte.

Es ist bekannt, dass das Kind der mit dem Coronavirus infizierten Frau in die Grundschule Am Dachsberg in Premnitz geht. Die Schule bekomme Weisungen vom Gesundheitsamt, was zu tun sei, sagt Schulleiter Jens Martin. Die Mutter und das Kind befänden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen in der Schule seien nicht vorgesehen. Unterricht, Hort und Zeugnisausgaben finden statt wie geplant.

Von Bernd Geske

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