Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Klagen über Katzenplage in der Waldkolonie
Lokales Havelland Premnitz Klagen über Katzenplage in der Waldkolonie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 31.10.2019
Eine der vielen freilaufenden Katzen in der Premnitzer Waldkolonie. Die meisten von ihnen sollen krank sein. Quelle: privat
Premnitz

In der letzten Zeit häufen sich Klagen über Belästigungen durch frei laufende Katzen in der Waldkolonie von Premnitz. „Seit Monaten haben wir eine Katzenplage hier“, berichtet die Anwohnerin Annett Schröder. Die letzte Schätzung habe ergeben, dass es sich um zirka 75 Katzen handele. Viele dieser Tiere seien von Krankheiten befallen, die sie auch an die Jungtiere weitergeben.

Die Katzen würden sich unkontrolliert vermehren, teilt Annett Schröder mit. Es würden auch immer mehr dort ausgesetzt. „Trotz Verhandlungen mit dem Ordnungsamt Premnitz und dem Rathenower Tierschutzverein tut sich hier gar nichts“, sagt sie.

Anwohner gestresst

Die Anwohner der Waldkolonie seien durch die wilden Katzen gestresst, nicht nur weil sie alles in den Gärten markieren und die ansässigen Hunde ständig bellen. Sie hätten auch Angst, dass sich die eigenen Tiere bei den kranken Katzen anstecken. Das sei kein Zustand mehr und grenze an Tierquälerei.

Dem Ordnungsamt sei es bekannt, bestätigt die stellvertretende Premnitzer Bürgermeistrin Carola Kapitza, dass es im Umfeld eines Bewohners der Waldkolonie sehr viele frei laufende Katzen geben soll. Es sei auch schon ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes mit einer Vertreterin des Tierschutzvereins dort gewesen.

Ordnungsamt ist informiert

Vom Tierschutzverein sei zugesagt worden, teilt Carola Kapitza mit, dass die dort frei laufenden Katzen eingefangen und kastriert werden sollen. Bei Belästigungen dieser Art gebe es für das Ordnungsamt nur diese Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Die Stadt habe einen entsprechenden Vertrag mit dem Tierschutzverein Rathenow und Umgebung.

Wegen Krankheit sei es dem Tierschutzverein aber gegenwärtig nicht möglich, die Katzen einzufangen, berichtet die stellvertretende Bürgermeisterin. Sobald die betreffende Person wieder gesund sei, solle es mit dem Einfangen der Katzen weitergehen.

Chefin im Krankenhaus

In der Tat ist es so, dass Jutta Schütze, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, sich mit einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus befindet. Sie hat sich durch einen Sturz beim Abholen eines Hundes diese Verletzung zugezogen. Seit Jahrzehnten schon ist Jutta Schütze die Expertin des Tierschutzvereins für das Einfangen von frei laufenden, also herrenlosen Katzen. So leicht sind diese verwilderten Tiere aber nicht in eine Falle zu bekommen. Anfänger wären mit dieser Aufgabe sicher überfordert.

Selbst im Krankenhaus gibt Jutta Schütze Auskunft zu dem Fall in der Premnitzer Waldkolonie. „Wir sind an der Sache dran“, teilt sie mit. Aber wegen ihres Unfalls müssten derzeit viele Dinge unerledigt bleiben. Im September sei sie mit einem Vertreter des Ordnungsamtes vor Ort in der Waldkolonie gewesen, berichtet sie. Zunächst sei ihr von einem Anwohner nicht gestattet worden, die Katzenfalle an dem von ihr gewünschten, gut geeigneten Ort aufzustellen. Später habe er aber zugestimmt.

Statt 75 eher 30 Katzen

Dass es dort 75 frei laufende Katzen gibt, wie es von Anwohnern behauptet wird, bestätigt Jutta Schütze nicht. Sie will eher von rund 30 Katzen sprechen. In früheren Zeiten habe sie in der Waldkolonie auch schon Katzen eingefangen.

„Ich kann nur um Verständnis bitten, dass gegenwärtig in der Waldkolonie keine Katzen gefangen werden können, weil wir sehr knapp besetzt sind“, sagt Jutta Schütze. Das Fangen sei nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Da sie sich auf dem Weg der Besserung befindet, hoffe sie, im Dezember wieder so weit zu sein, dass sie dabei sein könne, wenn Vertreter des Tierschutzvereins in der Waldkolonie mit dem Katzenfangen beginnen.

Von Bernd Geske

Beim Abriss der Premnitzer Poliklinik sind Spezialisten am Werk. Sie zerlegen das Gebäude behutsam in seine Einzelteile und führen einen Teil der Materialien der Wiederverwertung zu.

29.10.2019

Die Grundschule Am Dachsberg hat drei Projekttage unter dem Motto „Jeder kann helfen“ auf die Beine gestellt. Abschließender Höhepunkt war der große Rettungstag am Freitag.

25.10.2019

Im Industriepark in Premnitz bewegt sich was. Die Flächen auf dem Areal werden von ansiedlungswilligen Firmen gefragt wie nie zuvor.

25.10.2019