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Premnitz Kulturhaus Liebigstraße wird umgebaut
Lokales Havelland Premnitz Kulturhaus Liebigstraße wird umgebaut
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14:21 25.09.2018
Im Kulturhaus Liebigstraße werden in diesen Tagen diverse Wände verändert, auch neu gezogen.
Im Kulturhaus Liebigstraße werden in diesen Tagen diverse Wände verändert, auch neu gezogen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

 Im Premnitzer Kulturhaus an der Liebigstraße haben die Bauarbeiten begonnen. Die Umgestaltung zu einem Bürgerhaus läuft. Wenn in wenigen Monaten alles fertig ist, werden vier Generationen von Premnitzern unter dem gut 100 Jahre alten Dach für neue Betriebsamkeit sorgen.

In den letzten Jahren hauchte dem großen Gebäude nur noch die Begegnungsstätte des Ortsverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Leben ein, die naturgemäß meist von älteren Leuten aufgesucht wird. Künftig wird es dort auch eine Eltern-Kind-Gruppe geben. Nicht zuletzt soll nach dem Umbau der Jugendclub PreJu von der Villa am See hierher umziehen.

Schwerpunkt ist der Awo-Bereich

Schwerpunkt der Bauarbeiten ist gegenwärtig die rechte Seite, also der Awo-Teil. Wie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Carola Kapitza zu erfahren ist, werden die Sanitäranlagen dort komplett neu gestaltet. Quer durch den Saal wird dazu einige Meter vor den Eingangstüren der Toiletten eine neue Wand gezogen. Am Ende gibt es je eine Toilette für Damen, Herren und behinderte Menschen.

Neu geschaffen wird ein Kinderbad einschließlich Toiletten für die Eltern-Kind-Gruppe. Für deren Aufenthaltsbereiche gibt der Awo-Ortsverein zwei seiner Räume ab. Von der Liebigstraße gesehen, liegen sie hinten rechts. Dort wird auch ein neuer Eingang angelegt. Die Kapazität ist für zwölf Kinder gedacht. Künftiger Betreiber der Eltern-Kind-Gruppe wird der Awo-Bezirksverband sein. Deren Start ist für Januar 2019 vorgesehen.

Decke des Saales wird abgehängt

Der Tafelladen zieht in der Raum, in dem jetzt die Küche der Awo ist. Die Awo-Küche wird im jetzigen Tafelladen eingerichtet.

Im Saal wird die Decke nach unten abgehängt. Das geschieht einerseits wegen der bislang eher schlechten Akustik. Hauptgrund ist aber das neue Brandschutzkonzept. Zum Abhängen der Decke müssen feuerstabile F 30-Platten verwendet werden. Carola Kapitza geht davon aus, dass die Bauarbeiten auf dieser Seite im Dezember abgeschlossen werden. Schließlich wollen der Awo-Ortsverein und die Eltern-Kind-Gruppe möglichst schnell dort hinein.

Die Bühne bleibt erhalten

Auf der linken Seite des Kulturhauses ist im großen Saal der Vorbau der Bühne bereits abgerissen worden. Die Bühne selbst, die immerhin stattliche 80 Quadratmeter hat, soll für die Zukunft erhalten bleiben, teilt Carola Kapitza mit. Auch in diesem Saal wird die Decke mit F 30-Brandschutzplatten nach unten abgehängt. Eine Hälfte des Saales, die zur Bühne hin liegt, bleibt in ihrer Grundstruktur erhalten. In ihrer Mitte wird sie parallel zur Bühne durch eine Schiebewand geteilt, die bei Bedarf zur Seite geschoben werden kann, um einen größeren Raum zu erhalten.

In der anderen Hälfte des Saales werden mit Trockenbauwänden drei neue Räume für die Arbeit des Jugendclubs abgeteilt. Die jetzige Garderobe wird zu einem Büro umgebaut. Die Gaststätte, wo früher der Tresen war, wird zum Aufenthaltsbereich für den Jugendclub PreJu hergerichtet. Eine Toilette dort wird für behinderte Menschen umgebaut. Die Aufträge für den Deckenabriss und den Trockenbau sind bereits ausgeschrieben. Die entsprechenden Arbeiten sollen Anfang Oktober beginnen.

In der ersten Planungsphase ist das Projekt als „Mehrgenerationenhaus“ bezeichnet worden.

Später wurde das Ziel des Umbaus aus fachlichen Gründen umbenannt in Bürgerhaus.

Die Bausumme für die Umgestaltung des Kulturhauses Liebigstraße liegt bei 300 000 Euro, für jede Seite gibt es 150 000 Euro.

Die Stadt bekommt dafür Fördermittel aus dem Leader-Programm.

Die Förderquote liegt bei 75 Prozent.

Der Baubeginn hat sich längere Zeit verzögert, weil im Rahmen des Genehmigungsverfahrens strengere Brandschutzauflagen eingearbeitet werden mussten.

Das Parkett des Saales muss heraus. Dort kommt ein neuer Fußboden hinein. Es ist vorgesehen, dass die Arbeiten Mitte Oktober beginnen. Die Elektroinstallation auf dieser Seite wird komplett erneuert. Es werden neue Rauchmelder eingebaut. Carola Kapitza sagt, dass die Arbeiten auf dieser Seite des Kulturhauses im Februar abgeschlossen sein sollen.

Seit längerer Zeit schon sucht die Stadt einen Käufer, der die Villa am See erwirbt, wenn der Jugendclub PreJu ausgezogen ist. Bislang kam es nicht zu einem Vertrag. Da der Club nun aber bald ausziehen kann, dürfte neuer Schwung in die Verkaufsverhandlungen kommen.

Von Bernd Geske