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Premnitz Lehrer wollen Konzept „gemeinsames Lernen“
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14:17 23.05.2018
An der Dachsbergschule in Premnitz wird gebaut, um sie zu vergrößern. Gleichzeitig laufen Diskussionen über neue Konzepte für die Schule. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die Grundschule Am Dachsberg in Premnitz hat den ersten Schritt getan, um eine „Schule für gemeinsames Lernen“ zu werden. Seit Beginn des jetzigen Schuljahres eröffnet das Bildungsministerium ausgewählten Bildungseinrichtungen diese Möglichkeit. Gemeinsames Lernen bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in den gleichen Klassen unterrichtet werden.

Wie Jens Martin, Leiter der Dachsbergschule, mitteilt, hat auf einer Lehrerkonferenz in der vergangenen Woche ein Großteil der Pädagogen zugestimmt, dieses Ziel anzustreben. Die Elternkonferenz wird sich am 30. Mai mit dem Thema befassen. Der entscheidende Beschluss kommt der Schulkonferenz zu, die am 13. Juni tagt. Dort sind Eltern, Lehrer und Schüler mit jeweils fünf Stimmen vertreten.

Schulleiter optimistisch, dass es Mehrheiten gibt

Der Schulleiter zeigt sich optimistisch, dass es weiterhin Mehrheiten geben wird. „Wir wollen die Kinder bestmöglich und wohnortnah beschulen“, sagt er. Durch den Fahrstuhl, der im jetzt laufenden Bauabschnitt installiert werde, werde die Schule barrierefrei. Das Raumkonzept, das in diesen Tagen neu erarbeitet werde, könne gleich den neuen Anforderungen angepasst werden.

Wenn es die erforderliche Zustimmung gebe, erklärt Jens Martin, müsste die Dachsbergschule ihre Unterlagen bis zum 30. November einreichen. Die Schule müsse bis dahin ein Förderkonzept entwickeln. Die Stadt werde um eine Stellungnahme und die Schulentwicklungsplanung gebeten.

Geht alles glatt, geht es im Schuljahr 2019/2020 los

Das Staatliche Schulamt wählt aus den eingegangenen Bewerbungen aus und das Ministerium entscheidet. Bis zum nächsten Schuljahr ist die Zeit aber schon zu knapp. Geht im Bezug auf das gemeinsame Lernen alles glatt, kann die Dachsbergschule im Schuljahr 2019/2020 damit beginnen.

Öffentlichkeitswirksam angestoßen hatte die Diskussion um neue inhaltliche Konzepte für die Dachsbergschule allerdings der SPD-Ortsverband Premnitz-Milower Land. Bei einem offenen Stammtisch der Partei ist Anfang Mai diese Frage das Hauptthema gewesen. Gesprochen wurde über die Einführung eines Ganztagsmodells, über Blockunterricht (mit 90 Minuten langen Einheiten) und ein musikalisches Profil. Schulleiter Jens Martin hatte an der Veranstaltung nicht teilnehmen können.

Katja Poschmann, die Vorsitzende des Ortsverbandes, hat gesagt, dass Vertreter der SPD über ihre Vorschläge auch noch mit dem Schulleiter sprechen wollen. Die Partei habe sich bislang nicht von dem Vorschlag eines Ganztagsmodells verabschiedet. Die SPD wolle eine Plattform sein, auf der über die verschiedenen Möglichkeiten für die Dachsbergschule gesprochen wird.

Zwei Bauabschnitte zur Erweiterung

Die Stadt Premnitz will die Grundschule Am Dachsberg in zwei Bauabschnitten erweitern lassen.

Der erste Bauabschnitt hat im April begonnen. Zu ebener Erde erhält die Schule an einer Seite einen eingeschossigen Anbau, der künftig drei neue Horträume beherbergen soll.

Noch vor Beginn des neuen Schuljahres soll dieser Anbau Mitte August fertig sein.

Stadtverordnete und Verwaltung sind sich einig, dass es im nächsten Jahr einen zweiten Bauabschnitt zur Erweiterung geben soll.

Im zweiten Bauabschnitt sollen im nächsten Jahr auf den eingeschossigen Anbau, der jetzt gerade entsteht, zwei weitere Geschosse drauf gesetzt werden.

Dabei sollen sechs weitere Räume für den Unterricht geschaffen werden.

Schule und Hort erarbeiten gegenwärtig neue Raumkonzepte.

Schulleiter Jens Martin hat aber Anfang Mai schon einmal mitgeteilt, dass ein Ganztagsmodell für die Schule kein Thema mehr ist. Es sei vor nicht langer Zeit in den Gremien der Schule diskutiert und abgelehnt worden.

Er stellt jetzt lieber die positivem Effekte in den Vordergrund, die eine Einstufung als Schule für gemeinsames Lernen bringen würde. Es würde eine Lehrerstelle mehr für Förderung und Teilungsunterricht geben. Möglich wären Einstellungen von sonstigem pädagogischen Personal. Und als wichtigen Vorteil nennt er die gezielte Fortbildung für alle Lehrerinnen und Lehrer.

Von Bernd Geske

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