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Premnitz Neue Pläne für die Stadtentwicklung
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13:04 29.04.2019
Ein großes Stück Papier. Jenny Jost, zuständig für die Bauleitplanung, mit dem Flächennutzungsplan der Stadt Premnitz. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die Stadtverwaltung von Premnitz hat damit begonnen, ihren Flächennutzungsplan zu überarbeiten. Das ist ein umfangreiches Vorhaben, weil viele Beteiligte dabei anzuhören sind und die Planung in mehreren Schritten auf den neusten Stand zu bringen ist.

Immerhin ist die Gemarkung der Stadt Premnitz, einschließlich der Ortsteile Döberitz und Mögelin, 4539 Hektar groß. Die bislang vorgesehenen Änderungen würden 17 verschiedene Örtlichkeiten betreffen, die zusammen eine Fläche von zwölf Hektar haben. Der bislang noch geltende Flächennutzungsplan ist von 2012.

Schwerpunkte werden festgelegt

„Im Flächennutzungsplan sollen die Planungsabsichten der Kommune zum Ausdruck kommen“, erklärt Jenny Jost, die in der Verwaltung für die Bauleitplanung und Stadtentwicklung zuständig ist. Es solle dargestellt werden, für welche Flächen es welche Planungsziele gibt. Schwerpunkte können sein: Gewerbe, Wohnen, Erholung, Grünfläche, Landwirtschaft und Wassersport.

Es gibt bislang noch keine Beschlussvorlage für die Stadtverordneten. Weil das Verfahren aber ganz bewusst mit großen zeitlichen Spielräumen ablaufen soll, hatte Jenny Jost schon einmal im letzten November im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung und in den beiden Ortsbeiräten die Grundgedanken vorgestellt.

Für das Bootshaus an der Milower Brücke sollen die Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Quelle: Bernd Geske

Der Auftrag, die beabsichtigten Planungsänderungen fachgerecht zu erarbeiten, ist kürzlich an ein qualifiziertes Büro vergeben worden. Dieses hat nun zusammenzustellen, wo genau die Flächen sich befinden und welche Informationen alle zu berücksichtigen sind. Bestimmte Träger öffentlicher Belange, die besonders betroffen wären, sollen bereits in der frühen Phase erstmals befragt werden.

Das Planungsbüro ist gehalten, immer eng mit der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten. „Es könnte sein, dass heraus kommt, dass einige wenige Änderungen nicht umsetzbar sind“, sagt Jenny Jost.

Bürger melden sich

Schon jetzt hätten sich verschiedene Bürger mit Stellungnahmen und eigenen Wünschen bei der Stadt gemeldet. Berichte über die Ausschusssitzung im November hätten sie dazu veranlasst. Es könnte auch sein, dass Einwohner eigene Vorschläge für die Änderung des Flächennutzungsplanes haben. Jetzt, da er sowieso überarbeitet wird, sei dazu die beste Gelegenheit.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge soll die erste, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit am Planverfahren im nächsten Jahr stattfinden. Dazu würde es eine Beschlussvorlage für die Stadtverordneten geben. In den Ausschüssen der Stadt müsste vorher darüber beraten werden.

Fertig im Jahr 2021

Die Unterlagen würden dann einen Monat zur Einsicht für die Bürger ausliegen. Würden sich Neuerungen ergeben, müssten diese in den Entwurf eingearbeitet werden.

Nach einer zweiten Beratungsrunde samt Auslegung, Abwägung und Satzungsbeschluss durch die Stadtverordneten würde der neue Flächennutzungsplan dann gültig werden. Bei einem guten Zeitablauf, sagt Jenny Jost, könnte er im „Idealfall“ Ende 2021 fertig sein.

Wald wird bald Wohnen

Drei umfangreichere geplante Änderungen sind: Die Nutzung des Grundstücks des Bootshauses an der Milower Brücke soll von einem Sondergebiet Wassersport in Erholung/Tourismus geändert werden. Das bringt mehr Möglichkeiten. An der Makarenkostraße in Premnitz sollen 7000 Quadratmeter Wald für Wohnungsbau umdeklariert werden. Nicht zuletzt soll auf der freien Fläche nach dem Abriss des alten Gesundheitszentrums in diesem Jahr künftig nicht nur Wohnen, sondern Wohnen und Gewerbe zulässig sein.

Von Bernd Geske

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