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Premnitz PWG stellt dritte Dreiergruppe von Stadtvillen fertig
Lokales Havelland Premnitz PWG stellt dritte Dreiergruppe von Stadtvillen fertig
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09:58 02.05.2019
Die PWG hat am Mühlenweg drei weitere Stadtvillen fertig gestellt. Ab 1. Mai sind alle Wohnungen vermietet.
Premnitz

 Dieses war der dritte Streich. Die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) hat am Mühlenweg im Laufe des letzten Dreivierteljahres drei neue Stadtvillen errichten lassen. Jedes Gebäude hat zwei Geschosse und enthält vier Wohnungen. Die beiden Wohnungen in jedem Erdgeschoss sind barrierefrei.

Alle zwölf Wohnungen sind oder werden bezogen. Ab 1. Mai sind alle vermietet, die letzte ist am Freitag an ihre Mieter übergeben worden.

2016 begann die PWG am Mühlenweg mit dem Bau der ersten drei Stadtvillen. Quelle: Bernd Geske

Das ist in diesem Bereich des Mühlenwegs nun schon die dritte Dreiergruppe von Stadtvillen, die im Auftrag der PWG neu errichtet worden sind. Die sechs Gebäude in orange-gelber Farbe direkt am Mühlenweg sind 2017 und 2018 übergeben worden. Gewissermaßen in zweiter Reihe stehen nun die drei neusten Gebäude mit den Nummern 14, 15 und 16. Ihre Fassaden habe eine etwas dezentere, graue Farbe bekommen.

Auf dem rund einen Hektar großen Baufeld ist nun noch ein Viertel der Fläche frei. Man muss kein Hellseher sein, um vorhersagen zu können, dass die PWG auch hier noch weiter machen wird.

Kästner: „Wir bauen weiter“

„Wir bauen dort weiter“, bestätigt PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner. Für Sommer dieses Jahres sei der Baubeginn für die letzten drei Stadtvillen in dem Bereich vorgesehen. Es gehe los, wenn die Baugenehmigung eingetroffen sei. Wie schon bei den drei Bauabschnitten zuvor sei geplant, dass die vierte und letzte Dreiergruppe von Stadtvillen spätestens ab Mai (dann 2020) vermietet werde.

PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner. Quelle: Bernd Geske

Für die ersten drei Stadtvillen, gebaut 2016 bis 2017, hat die PWG rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben. Schritt für Schritt seien die Baukosten seitdem gestiegen, beantwortet Dietmar Kästner die entsprechende Frage. Bezogen auf den vierten zum ersten Abschnitt, würden sich die Kosten um rund acht Prozent erhöhen, teilt er mit. Das sei noch nicht besonders viel, aber spürbar sei es für das Unternehmen schon. Schließlich müssten die Ausgaben immer refinanziert werden.

Von Anfang an habe die PWG vorgehabt, am Mühlenweg in vier Bauabschnitten insgesamt zwölf neue Stadtvillen errichten zu lassen, bestätigt der Chef. Das sei nach außen aber nicht so offensiv kommuniziert worden, weil es insgesamt gesehen für das Unternehmen ein großes Vorhaben sei und man mit den Planungen immer vorsichtig sein müsse.

„Wir haben ein großen Bedarf an barrierefreien Wohnungen“, erklärt Dietmar Kästner. Das sei der wichtigste Grund für die Neubauten. Jeweils die beiden Erdgschosswohnungen in den Stadtvillen würde barrierefrei gestaltet. Im vorhandenen Bestand sei es schon rein technisch schwer zu bewerkstelligen, dort eine Barrierefreiheit hinzubekommen.

Im September 2017 begann der Bau der zweiten Dreiergruppe von Stadtvillen. Quelle: Bernd Geske

In Premnitz nehme der Anteil der älteren Bevölkerung immer mehr zu, sagt der PWG-Chef. Bei den Mietern des Unternehmens gebe es zu rund zehn Prozent der insgesamt 1400 Wohnungen den Wunsch nach Barriereifreiheit. Gegenwärtig könne die PWG diesen Bedarf noch immer nicht decken.

Bevor die Wohnungsgesellschaft am Mühlenweg im Herbst 2018 mit dem Bau ihrer Stadtvillen sieben bis neun begann, hatte sie dort einen großen Block mit 32 Wohneinheiten abreißen lassen. Errichtet in den sechziger Jahren, hatte ihn die PWG noch 1994 sanieren und modernisieren lassen. „Das tut weh!“, hatte Dietmar Kästner den Abriss 2018 kommentiert.

1000 Wohnungen zu viel

Noch bis zum Jahr 2000 hatte die PWG keinen nennenswerten Leerstand gehabt. Wegen des prognostizierten Bevölkerungsrückgangs war die Stadt Premnitz bis Ende 2018 davon ausgegangen, bis zum Jahr 2030 rund 1000 Wohnungen abreißen zu lassen. Als im letzten Sommer der Bau der jetzt bezogenen drei Stadtvillen begann, ließ die PWG daneben einen zweiten 32-WE-Block abreißen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar.

Von Bernd Geske

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