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Premnitz So wird die B 102-Ortsumgehung die Infrastruktur in der Region verändern
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07:09 16.01.2020
In Premnitz ist Marco Kapfer vom Sachgebiet Tiefbau dafür vorgesehen, die Bürger bei der Einsicht in die Pläne der B 102-Ortsumgehung zu begleiten. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Diese Chance gibt’s nur einmal – und zwar jetzt. In den Rathäusern von Premnitz und Rathenow liegen noch bis zum 5. Februar die Planfeststellungsunterlagen für den Bau einer B 102-Ortsumgehung der beiden Städte aus. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens können die Bürger Einsicht in die Unterlagen nehmen und ihre Stellungnahmen dazu abgeben.

Man kann davon ausgehen, dass der Bau der Ortsumgehung die Infrastruktur der Region von Grund auf verändern wird. Zuständig für das Projekt ist das Landesamt für Bauen und Verkehr. Gebaut werden soll ein knapp zehn Kilometer langes, komplett neues Straßenstück, das östlich der jetzigen Bundesstraße durch Wald und Feld führt. Als Kosten sind 42 Millionen Euro vorgesehen. Baubeginn könnte schon 2022 sein.

Für alle Planunterlagen der Ortsumgehung werden acht Ordner gebraucht. Quelle: Bernd Geske

„Die B 102 ist die Hauptschlagader der Wirtschaftsregion“, sagt der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD), „hier muss der Verkehr fließen können.“ Es laufe ein rechtsstaatliches Verfahren, in dem jetzt die Bürger ihre Änderungsvorschläge abgeben können. Am Ende des Verfahrens würden die Interessen gegeneinander abgewogen und das Ergebnis sei dann von allen zu akzeptieren.

Der Bürgermeister betont das vor dem Hintergrund, dass es schon Widerstand gegen die Pläne gegeben hat. Es hat sich eine Interessengemeinschaft gegründet, die eine andere Route vorschlagen will.

Stadt macht auch Vorschläge

Die Stadt selbst wolle auch Änderungsvorschläge machen, sagt Ralf Tebling. Es soll um eine Optimierung der Pläne gehen. Zu gegebener Zeit soll darüber berichtet werden.

Marco Kapfer vom Sachgebiet Tiefbau der Stadt Premnitz wird die Bürger bei der Einsicht in die Planung begleiten. Wie er berichtet, haben bislang 36 Personen Einsicht genommen. Acht Vorschläge zu Änderungen oder Ergänzungen seien bis jetzt abgegeben worden.

Beginn an der Wolprylastraße

Die Umgehungsstraße soll nahe dem Abzweig nach Döberitz-Siedlung von der Wolprylastraße her nach Norden abzweigen. Eine erste Brücke über die Straße hinweg ist auf dem Stück bis zum Schwarzen Weg vorgesehen. Eine weitere Brücke soll es in der Verlängerung von Bergstraße und Schwarzem Weg geben. Eine Unterführung, die auch für Pkw geeignet ist, soll nahe Könighütte auf der Route Karl-Marx-Straße/Birkenweg Mögelin gebaut werden.

Eine Wegeunterführung ist zwischen Mögelin und Heidefeld vorgesehen. Das Gewerbegebiet Heidefeld soll eine richtige Straßenanbindung an die Ortsumgehung bekommen. Im Bereich Grünaue soll es eine weitere Unterführung geben, die auch von Pkw befahren werden kann.

Über alles Wichtige, das den Bereich Rathenow der geplanten B 102-Ortsumgehung betrifft, wird in den nächsten Tagen berichtet.

2027 soll alles fertig sein

Marco Kapfer weist darauf hin, dass es vom Land die Aussage gibt, dass die A2-Anbindung der Region Rathenow/Premnitz bis 2027 fertig sein soll. Dazu gehören dann auch eine neue Verkehrsführung bei Schmerzke, die Ertüchtigung der B 102 zwischen Döberitz und Brandenburg/H. sowie der Ausbau des Stadtrings in Brandenburg.

„Die Ortsumgehung von Premnitz und Rathenow macht nur richtig Sinn“, erklärt Bürgermeister Ralf Tebling, „wenn sie im Kontext einer Anbindung an die A2 und an die A 14 gesehen wird.“ Die A 14 wird gerade von Süden her verlängert. Derzeit wird zwischen Colbitz und Lüderitz gebaut. Beim nächsten Bauabschnitt wird Stendal erreicht.

Von Bernd Geske

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