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Premnitz Premnitz will „digitale Kommune“ werden
Lokales Havelland Premnitz Premnitz will „digitale Kommune“ werden
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17:30 23.12.2019
Damit die Premnitzer nicht immer persönlich ins Rathaus müssen, will die Stadt eine „digitale Kommune“ werden. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die Kommunen des Landes Brandenburg sind gesetzlich verpflichtet, den Bürgern ihre Verwaltungsdienstleistungen bis zum Ende des Jahres 2022 auch elektronisch anzubieten. Die Premnitzer Stadtverordneten haben mit zwei einstimmig gefassten Beschlüssen gezeigt, auf welchem Weg sie die Verpflichtung erfüllen wollen. Die Stadt Premnitz soll Gründungsmitglied des neuen Zweckverbandes „Digitale Kommunen Brandenburg“ werden.

Nach dem jetzigen Stand wird der Verband 20 Gründungsmitglieder haben. Neben Premnitz sind aus dem Landkreis Havelland dort noch die Gemeinde Schönwalde/Glien und das Amt Rhinow dabei.

Allein nicht zu schaffen

Wie der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sagt, kann die Stadt allein die neuen Herausforderungen nicht schaffen. 450 verschiedene Fachverfahren seien zu regeln. Ohne die Neueinstellung einer Fachkraft sei das nicht zu leisten.

Eingestellt soll deshalb aber in Premnitz auch niemand werden. Vielmehr soll der neue Zweckverband für seine Mitgliedskommunen die Dinge regeln. Er soll für sie die Datenverarbeitung und die zugehörigen Serviceleistungen übernehmen. Eingerichtet werden müssen zum Beispiel der elektronische Zugang zur Verwaltung, Bereitstellung von Informationen über die Verwaltung in öffentlichen Netzen, Bezahlmöglichkeiten und Rechnungslegung auf elektronische Art. Elektronische Aktenführung und elektronische Akteneinsicht sind weitere Stichworte.

Rechenzentrum Cottbus im Blick

Technischer und personeller Dreh- und Angelpunkt des Zweckverbandes soll das Kommunale Rechenzentrum (KRZ) Cottbus werden, das gegenwärtig noch ein Eigenbetrieb der Stadt Cottbus ist. Es hat derzeit 39 Beschäftigte und soll zukünftig im Zweckverband aufgehen. Aktuell gibt es für die Kommunen im Land Brandenburg noch keinen kommunalen IT-Dienstleister.

Der neue Zweckverband soll die Ressourcen seiner Mitglieder bündeln, die Auslastung der Investitionen steigern, durch Spezialisierung des IT-Fachpersonals die Qualität verbessern und dem Fachkräftemangel auf diesem Gebiet begegnen. Der Jahresbeitrag für Premnitz liegt zu Beginn bei 2000 Euro. Die Stadt erwartet am Anfang vom Zweckverband vor allem IT-Strategieberatung zu Datenschutz, Onlinezugang, Informationssicherheit und E-Aktenführung.

Von Bernd Geske

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