Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Premnitz will junge Ärzte anlocken
Lokales Havelland Premnitz Premnitz will junge Ärzte anlocken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:07 07.01.2019
Junge Zahnärzte gibt es genug, berichtet Bürgermeister Ralf Tebling. Man müsse sie nur nach Premnitz locken. Quelle: Friedrich Bungert
Premnitz

Bei der Versorgung mit Hausärzten sieht es in Premnitz derzeit verhältnismäßig gut aus. Das sei einem Überblick von 2018 zu entnehmen, die der Landkreis erstellt hat, berichtet Bürgermeister Ralf Tebling (SPD). In der Stadt gebe es acht Hausärztinnen und Hausärzte. Ein Hausarzt versorge somit 1053 Patienten. Der Kreisdurchschnitt liege bei 1342 Patienten.

Die CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hatte beim Bürgermeister schriftlich angefragt, wie viele Ärzte in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen und wie es gelingen kann, eventuell entstehende Lücken zu schließen. Wissen wollte die CDU auch, ob das Förderprogramm des Landkreises zur Unterstützung der Niederlassung von jungen Ärzten in Premnitz genutzt werden kann.

Versorgung „gut bis normal“

Im Rahmen einer Befragung habe der Landkreis im Jahr 2015 fünf in Premnitz niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner ab dem 58. Lebensjahr kontaktiert. Zu diesem Zeitpunkt hätten sie die medizinische Versorgung vor Ort als „gut bis normal versorgt“ eingeschätzt, berichtet der Bürgermeister. Mit Blick auf die Zukunft sei die Übergabe der Praxis an einen Nachfolger „eher pessimistisch“ gesehen worden.

Nach der Ruhestandsplanung gefragt, hatten damals zwei Befragte noch keine Auskunft geben können. Sie seien auch noch beruflich aktiv. Ein Befragter habe 2019 angegeben, diese Praxis sei bereits geschlossen. Die zwei anderen Befragten hätten als Zeitpunkt für die Praxisübergabe 2021 und 2024 angegeben.

Weiterbildungsnetzwerk gegründet

Im Landkreis sei 2015 ein „Weiterbildungsnetzwerk Allgemeinmedizin“ gegründet worden, hat Ralf Tebling berichtet. Es solle das Havelland attraktiver für junge Mediziner machen. Das Förderprogramm des Kreises allein werde als nicht ausreichend eingeschätzt, um Ärzte zu bewegen, sich im Havelland niederzulassen. Städte seien im ländlichen Raum gehalten, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen, die Mediziner zur Niederlassung veranlassen können. Er sehe die Stadt Premnitz mit ihrem neuen Gesundheitszentrum und dem Diakonisch-Medizinischen Zentrum gut aufgestellt.

Eher positiv sah das Ergebnis eines Besuches von Ralf Tebling bei der kassenzahnärztlichen Vereinigung aus. Junge und gut ausgebildete Zahnärzte gebe es genug, teilt der Bürgermeister mit. Zunehmend scheine die Work-Life-Balance für Berufseinsteiger von Bedeutung zu sein. Das heiße, der Wohn- und Lebensstandort Premnitz, die Vorteile einer guten Infrastruktur und eines lebenswerten Umfeldes, müssten besser als bisher vermarktet werden. Es müsse der Stadt nur gelingen, junge Zahnärzte nach Premnitz zu locken.

Von Bernd Geske

Der Umbau des Kulturhauses Liebigstraße geht in die letzte Phase. Im März kann die neue Eltern-Kind-Gruppe beginnen und im Mai ist für den Jugendclub Preju alles fertig.

04.01.2019

Der von der US-Presse gefeierte Bariton Douglas Williams kommt am 9. Februar ins Westhavelland. Dann wird der Sängerstar unter anderem Schumann und Mendelssohn Bartholdy in Premnitz zum Besten geben.

04.01.2019

Die Neuerschließung des Industrieparks ist beendet. Das wird besonders deutlich durch die Tatsache, dass der Projektentwickler ipg zum Jahresende seine Außenstelle in Premnitz geschlossen hat.

01.01.2019