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Premnitz Kein neuer Weg für die Neue Waldstraße
Lokales Havelland Premnitz Kein neuer Weg für die Neue Waldstraße
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12:21 10.01.2019
Ein gepflasterter Weg führt in der Neuen Waldstraße zu den Wohnblöcken. Den Schotterweg nutzen viele als Abkürzung. Quelle: Foto: Stadt Premnitz
Premnitz

Eine Bewohnerin der Neuen Waldstraße in Premnitz hofft seit Jahren darauf, dass der Gehweg in diesem Wohngebiet saniert wird. „In Döberitz und am Dachsberg wurden die Gehwege im letzten Jahr erneuert. Wir müssen aber noch immer auf dem alten Schotterweg laufen, der noch aus DDR-Zeiten stammt“, beklagt sich Roswitha Klemmer. Der Weg, der an ihrem Wohnblock vorbei führt, sei holprig, für Rollatoren völlig ungeeignet und bei Nässe kaum zu passieren.

„Ich habe mich deshalb schon mehrfach an die Stadtverwaltung gewandt. Immer wieder wurde mir versprochen, dass hier etwas passiert. Das hat auch schon der Vorgänger unseres jetzigen Bürgermeisters getan. Die Sanierung der Gehwege wurde sogar als Wahlversprechen benutzt und trotzdem laufen wir hier noch immer auf Schotter“, erklärt Roswitha Klemmer.

Ihres Wissens nach sei das Bauprojekt sogar schon in der Vorhabenliste der Stadt vermerkt gewesen. Auch einen Kostenvoranschlag soll es bereits gegeben haben. „Ich kann nicht verstehen, dass die Stadt Geld hat, um am Bootshaus zu pflastern, aber für den Gehweg hier ist kein Geld da“, so die Frau.

Es gibt einen gepflasterten Weg zum Wohnblock

Antworten darauf hat der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD). Er war bereits im Dezember 2017 vor Ort und sah sich gemeinsam mit Roswitha Klemmer die Gehwege im Wohnviertel an. „Hier gibt es zum einen den gepflasterten Weg, der an der Bahnlinie entlang bis zum ersten Wohnblock führt und von dort weiter zu allen anderen Eingängen. Dieser Weg ist auch für Rollatoren geeignet“, berichtet Ralf Tebling.

Nicht gepflastert ist dagegen ein Weg der am Wohnblock vorbei führt und gern als Abkürzung genutzt wird. „Dieser Weg war noch nie befestigt und wir haben auch nicht vor, dieses Stück auszubauen. Das habe ich der Anwohnerin bereits 2017 erklärt. Ich mache nicht gern Versprechungen, die wir nicht halten können. So ist es auch in diesem Fall. Es gibt andere Gehwege, die stärker frequentiert sind und saniert werden müssen“, macht der Bürgermeister deutlich.

Die Stadt Premnitz investiert jedes Jahr rund 50.000 Euro und mehr in die Erneuerung von Gehwegen. Auch für dieses Jahr ist eine entsprechende Summe im Haushalt eingestellt. „Wir setzen den Ausbau der Gehwege auch weiterhin fort, Welche Wege saniert werden, sprechen wir regelmäßig mit den Mitgliedern des Seniorenbeirats ab. Aus diesem Gremium gab es bisher nie den Wunsch, den besagten Weg in der Neuen Waldstraße zu präparieren“, so Tebling.

Er weißt auch daraufhin, dass die Gehwege am Dachsberg mit Fördermitteln des Landkreises Havelland erneuert wurden. „Ansonsten hätten wir uns das gar nicht leisten können“, betont der Bürgermeister. Die Finanzierung der Pflasterarbeiten am Bootshaus wiederum hat der Angelverein selbst übernommen. Unter anderem gab es auch dafür Fördermittel vom Landkreis.

Das Fazit des Bürgermeisters: „Ich sehe hier keinen akuten Handlungsbedarf. Man kann es so formulieren: Andere Wege sind Pflicht. Dieser Weg ist die Kür.“

Von Christin Schmidt

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