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Premnitz Rolf Schultze aus dem Seniorenbeirat verabschiedet
Lokales Havelland Premnitz Rolf Schultze aus dem Seniorenbeirat verabschiedet
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14:44 15.05.2019
Edith Szücs, Vorsitzende des Seniorenbeirats Premnitz, hat am Mittwoch ihren Stellvertreter und Gründungsmitglied Rolf Schultze aus dem Gremium verabschiedet. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Der Seniorenbeirat Premnitz hat am Mittwoch sein Gründungsmitglied Rolf Schultze (84 Jahre) verabschiedet. Er war von Anfang an dabei, als 2011 die Vorbereitungen einer Interessenvertretung für die älteren Menschen in Premnitz begannen. Als es 2012 zur Gründung kam, wurde ihm die Aufgabe des stellvertretenden Vorsitzenden zuerkannt.

Mitglied im Wirtschaftsausschuss

Als Vertreter des Seniorenbeirats hatte Rolf Schultze viele Jahre lang einen Sitz im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Stets verfolgte er aufmerksam die Debatten, oft machte er Vorschläge und stellte Fragen. Immer wenn es passte, wies er auf die Belange der Senioren hin.

Aus persönlichen Gründen hatte er um die Entbindung von seinen Pflichten im Seniorenbeirat gebeten. Das Gremium nahm die Sitzung am Mittwoch zum Anlass, ihn zu verabschieden.

Erfahrung und Ausstrahlung

Die Vorsitzende Edith Szücs trug ein Gedicht über ihn vor, das er dann mit ein paar Erinnerungsfotos überreicht bekam. Sie trug Reime vor, dass er sich gut in Gesetzen und Bestimmungen auskannte. Sie erinnerte daran, dass er Vertreter von Premnitz im Kreisseniorenrat war, lobte seine Erfahrung und Ausstrahlung. Nicht zuletzt würdigte sie sein Versprechen, dass er auch weiter dem Seniorenbeirat helfen werde, wenn man ihn braucht.

Der so Gelobte bekam Blumen überreicht. Er erhielt einen Gutschein zum Kauf von Blumen oder Pflanzen für den Garten an seinem Wochenendhaus in Mögelin.

Rolf Schultze und seine Frau Renate auf dem Balkon ihrer Wohnung an der Uferpromenade. Quelle: Bernd Geske

Auf eben diesen Bungalow am Havelufer ist letztendlich sein Wirken im Seniorenbeirat zurückzuführen. Im Unterschied zu vielen anderen älteren Premnitzern hat Rolf Schultze nämlich keine Biografie, die im Chemiefaserwerk wurzelt.

Erst 2009 war er mit seiner Frau Renate von Stendal nach Premnitz umgezogen. Den Ausschlag hatte gegeben, dass ihnen in der kleinen Industriestadt eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Uferpromenade mit Blick auf die Havel und ihre Wiesen angeboten wurde.

Beide aus Halberstadt

Die Schultzes, die aus Halberstadt stammen, wo sich sich als junge Leute kennen lernten, besitzen bereits seit 1987 einen Bungalow an einem Havelarm bei Mögelin. Als sie in ein fortgeschrittenes Alter kamen, wollten sie nicht mehr die Fahrten von Stendal und zurück auf sich nehmen und eine Wohnung nahe beim Bungalow finden.

Es war die spätere Vorsitzende Edith Szücs selbst, die den Sachsen-Anhaltiner Schultze fragte, ob er in einer solchen Interessenvertretung mitwirken würde. Er kannte sie schon als örtliche Bürgermeisterin aus seinen frühen Mögeliner Bungalow-Jahren und sagte zu.

Nicht ganz kurze Dankesrede

Er war offensichtlich überrascht von der förmlichen Verabschiedung – doch wäre Rolf Schultze nicht Rolf Schultze, wenn er nicht sofort aufgestanden wäre und eine nicht ganz kurze Dankesrede gehalten hätte. Er konnte sich dabei stützen auf einen kleinen mitgebrachten Zettel, auf dem für den Seniorenrat einige Aufgaben für die Zeit nach seinem Ausscheiden aufgeschrieben hatte.

Die Arbeit im Seniorenbeirat habe ihm Spaß gemacht, teilte er mit. Das sei für ihn eine „sehr, sehr erfüllte Zeit“ gewesen. Gemeinsam habe man eine Menge geschafft und er entschuldige sich, falls er manchmal jemanden zu sehr getriezt oder getrieben habe.

Das erste Ehrenmitglied

Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt müsse weitergeführt werden, trug er dem Beirat auf. Am Ausbau der Fußwege sei dranzubleiben. Rolf Schultze riet an, sich mehr um Altersarmut und Vereinsamung zu kümmern und mehr Sportmöglichkeiten für Senioren zu erschließen. Besonders gut gefiel ihm, dass er fortan als erstes Ehrenmitglied des Seniorenbeirats geführt werden soll.

Von Bernd Geske

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