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Premnitz Flächen im Premnitzer Industriepark sind gefragt wie nie
Lokales Havelland Premnitz Flächen im Premnitzer Industriepark sind gefragt wie nie
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11:36 25.10.2019
Der Industriepark Premnitz. Quelle: Doreen Neumann
Premnitz

In den Industriepark Premnitz zieht immer mehr Leben ein, so wie es viele Interessierte vielleicht gar nicht mehr für möglich gehalten haben. Weithin sichtbar ist die Baustelle der EEW Premnitz GmbH, wo für 60 Millionen Euro eine zweite Linie an der Müllverbrennungsanlage errichtet wird.

Es gibt aber noch diverse weitere Stellen im Industriepark, wo bestehende Unternehmen ihre Produktion erweitern oder wo Neuansiedlungen ihren Weg nehmen. Da ist ganz neu das Unternehmen Richter Recycling zu nennen, das im Zusammenwirken mit der Firma Neue Energien Premnitz 11,6 Hektar im Südwesten des Industrieparks erworben hat, um Abfallstoffe zu recyceln und Wasserstoff zu produzieren. Ein Teil davon ist die revitalisierte frühere Viskose-Fläche.

Zwei neue Baugruben

An der Ecke der Bergstraße zur Fabrikenstraße gibt es zwei neue Baugruben. Das Rathenower Unternehmen Plasotec errichtet dort einen neuen Unternehmenssitz und eine Premnitzer Firma zieht dorthin um.

„Flächen im Industriepark werden in letzter Zeit verstärkt nachgefragt“, sagt der frühere Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta, der kurz nach seiner Pensionierung im November 2016 ein Tätigkeitsangebot der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) als Standortmanager angenommen hat. Es gebe „Flächenverkäufe in einem nicht unerheblichen Maß“, teilt er bescheiden mit. Dann lässt er wissen, dass mehrfach schon Flächen angefragt worden sind, die in der gewünschten Größe im Premnitzer Industriepark schon gar nicht mehr vorhanden sind.

Weitere Investitionen

Roy Wallenta nennt weitere laufende Investitionen, die für Außenstehende nicht sofort erkennbar sind. Die Premnitzer Firma Relux hat eine Fläche erworben. Die örtlichen Unternehmen Domo, Innovative Kunststoffveredlung, Vogt Plastic und Havelländische Zinkdruckguss GmbH setzen nach seinen Worten „erhebliche Investitionen“ um.

Standortmanager Roy Wallenta. Quelle: Bernd Geske

Nicht zuletzt berichtet er, dass es auf der stillgelegten Bioethanolanlage erkennbare Aktivitäten gibt. Der Käufer baue dort eine kleinere Destillation auf, um hochreinen Alkohol herzustellen. Nach und nach solle die große Anlage wieder angefahren werden. „Es ist schön, dass nach der Saure-Gurken-Zeit um 2002/2003 diese positive Entwicklung nun eingesetzt hat“, sagt Roy Wallenta. Es erfülle ihn mit Freude, dass der Industriepark nun stärker nachgefragt wird.

Ursprünglich zwei Jahre

Mathias Hohmann, Geschäftsführer der AFP, hatte 2016 ein Projekt aufgelegt, um die Tätigkeit von Roy Wallenta als Standortmanager auf die Beine zu stellen. Es war ursprünglich für zwei Jahre vorgesehen. Aber als es auf das Ende des Jahres 2018 zuging, war der AFP-Chef mit „seinem“ Standortmanager so sehr zufrieden, dass er ihn bat, bis Ende 2019 zu verlängern.

Jetzt, da auch diese erste Verlängerung bald zu Ende geht, ist Roy Wallenta von Mathias Hohmann um eine erneute Verlängerung gebeten worden. Am liebsten hätte er ihn zu zwei weiteren Jahren überreden wollen, er hat aber (vorerst?) nur eine Zusage für ein weiteres Jahr bis Ende 2020 bekommen. „Das Konzept des Standortmanagers hat sich als absolut passend für den Industriepark heraus gestellt“, resümiert Mathias Hohmann, „und mit Herrn Wallenta haben wir hier eine optimale Situation.“

Sehr schwer zu ersetzen

Er kenne alle Beteiligten sehr gut, sei eine Vertrauensperson und sei bei Anfragen aller Art in der Lage, entweder selbst zu antworten oder Antworten von kompetenten Stellen sehr schnell zu beschaffen. Nicht zuletzt, so betont Mathias Hohmann, bekomme der Standortmanager lediglich ein „Anerkennungshonorar“ und erledige einen großen Teil seiner Tätigkeit rein ehrenamtlich. Roy Wallenta sei auch im Urlaub ansprechbar. Sollte er wirklich einmal aufhören, werde es sehr schwer sein, ihn zu ersetzen.

Von Bernd Geske

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