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Premnitz Balalaika-Virtuose begeistert das Publikum
Lokales Havelland Premnitz Balalaika-Virtuose begeistert das Publikum
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16:08 09.10.2019
Sie begeisterten ihr Publikum in Premnitz: Andreij Gorbatschow auf der Balalaika und sein Partner Lothar Freund am Klavier. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Obwohl die Premnitzer Kammermusikreihe „Stunde der Musik“ jetzt schon ihre 66. Saison erlebt, dürfte das Konzert vom Dienstagabend als besonderes Ereignis in ihre Geschichte eingehen. Es gastierten Andreij Gorbatschow, der als virtuoser Spieler der Balalaika weltbekannt ist, und Lothar Freund, sein langjähriger Begleiter am Klavier.

Mehrfach wurden sie nach einzelnen Darbietungen ihres Konzertes „Klassische Saitensprünge“ vom Publikum im nahezu voll besetzten Saal des Kulturhauses an der Fabrikenstraße mit kräftigem Beifall bedacht. Nach der zweiten Zugabe gab es dann zum Abschluss stehende Ovationen – was bei dieser Kammermusikreihe nicht so oft vorkommen soll.

Der Saal im Kulturhaus Fabrikenstraße war gut gefüllt. Quelle: Bernd Geske

„Wir freuen uns sehr, Sie heute hier zu haben“, sagte Jürgen Mai vom Bürgerverein zur Begrüßung. Das Duo sei weltweit bekannt und habe auf allen großen Bühnen der Welt gespielt. So ein Konzert habe in Premnitz noch gefehlt.

Gleich beim zweiten Stück führte Andreij Gorbatschow, der als Professor an der berühmten „Gnessin“-Musikhochschule in Moskau lehrt, dann vor, warum ihm der Ruf voraus eilt, ein herausragender Balalaika-Interpret der Gegenwart zu sein. Er spielte das dreisaitige Instrument zeitweise derart schnell, variabel und doch präzise, dass das Publikum ihm manchmal nur noch atemlos lauschen konnte. Viele Augen verfolgten gebannt seine Finger beim Spiel. Kaum zu glauben, dass sie so viele blitzsaubere Töne in so kurzer Zeit hervorzaubern konnten.

Moderation Lothar Freund

Die Moderation übernahm Klavierpartner Lothar Freund, der in Aschaffenburg wohnt, aber zusammen mit Andreij Gorbatschow vier bis fünf Monate im Jahr weltweit auf Konzertreise ist. Das tat er mit viel Humor und Selbstironie, und er flocht außerdem immer wieder den Ort Premnitz mit ein.

Alle wichtigen Fragen, die das Publikum zweifellos bewegten, hat er gleich selbst beantwortet. Vor über 20 Jahren habe er Herrn Gorbatschow kennen gelernt, berichtete Lothar Freund. Auf Konzertreise in Russland, habe er ihn damals im Fernsehen gesehen und gestaunt, wie man auf drei Saiten so viel Musik machen kann. Er habe ihn angerufen und gefragt, ob er nicht mal in „Premnitz ... nein Deutschland!“ spielen wolle. Das sei der Beginn ihrer Partnerschaft gewesen

Verwandt mit Gorbatschow?

Ob der Balalaika-Virtuose mit Herrn Gorbatschow verwandt sei? Ja selbstverständlich sei er mit Herrn Gorbatschow verwandt, verblüffte Lothar Freund: „Aber nicht mit dem Herrn, den Sie kennen.“

Die beiden Musiker präsentierten die Balalaika nicht nur so, wie man sie allseits kennt und schätzt: getragen, die russische Weite im Klang. Eine Carmen-Fantasie, der „Karneval von Venedig“ und Teile aus „Porgy and Bess“ offenbarten die Vielfalt der Möglichkeiten.

Nach einem rasanten russischen Tanz, den Andreij Gorbatschow solo als zweite Zugabe spielte, war dem Publikum klar, dass nun Ende ist. So ultimativ perfekt hatte der Meister hier agiert. Alle durften mit dem Gefühl nach Hause gehen, etwas ganz Besonderes miterlebt zu haben.

Von Bernd Geske

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