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Premnitz Tag der offenen Tür der Awo-Schule für Sozialwesen
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17:24 31.03.2019
Die 17-jährige Joyce Richter (links) aus Rathenow beginnt im August ihre berufsvorbereitende Ausbildung zur Sozialassistentin. Quelle: Uwe Hoffmann
Premnitz

Am Samstag lud die Berufliche Schule für SozialwesenSophie Scholl“ in Premnitz in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zum Tag der offenen Tür ein. In den Räumen stellten die Schüler der Ausbildungsgänge Erzieher und Sozialassistent den Besuchern ihr Berufsbild vor.

Einen praktischen Einblick, unter anderem mit Pflegepuppen, gab es im Pflegeraum. Dort konnte man auch seine Werte wie Blutdruck, Puls und Blutzucker bestimmen lassen. Im Musikraum warteten die Musikinstrumente nach Carl Orff darauf, ausprobiert zu werden. Vor allem die kleinen Besucher hatten viel Spaß, die Becken, Triangel, Klanghölzer oder das Xylofon auszuprobieren. „Erzieherschüler müssen Keyboard oder Gitarre als Instrument erlernen“, erklärte Schülerin Malin Teckemeyer.

Kinder konnten Musikinstrumente ausprobieren. Quelle: Uwe Hoffmann

Einige der Erzieherschüler im zweiten Ausbildungsjahr kümmerten sich speziell um die kleinen Gäste. So konnten sie sich mit Tier- und Fantasymotiven schminken lassen oder ihren eigenen Osterschmuck zu basteln, so auch Hühnereier zu bemalen. In der Turnhalle konnten sie ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen.

Unter den über 100 Besuchern war auch Joyce Richter. Die Rathenowerin beginnt nach der 11. Klasse im August ihre vorbereitende Ausbildung zur Sozialassistentin. „Ich liebe Kinder. Es macht mir Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, sagt die 17-Jährige, die Erzieherin werden möchte. Im Pflegeraum konnte sie sich an der Baby-Puppe beim Windel-Wechsel ausprobieren.

Kleine Gäste konnten sich schminken lassen. Quelle: Uwe Hoffmann

In der Lehrküche bereiteten die Schüler ein gesundes Buffet für die Besucher vor. Passend zum Frühlingsbeginn gab es unter anderem Chicorée-Schiffchen mit Quark mit frischen Kräutern. „Ein Thema in der Ausbildung zur Ernährung ist auch vegetarische und vegane Ernährung, damit die späteren Erzieher auch in ihrem Beruf auf dieses immer stärker wachsende Thema, gerade bezüglich der ausreichenden Ernährung mit allen Nährstoffen und Vitaminen bei Kindern eingehen können“, sagte Katrin Hofschläger, Ernährungsberaterin und Dozentin an der Awo-Schule.

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher oder Heilerziehungspfleger. Seit 1993 bildet die Schule in Trägerschaft der Awo in diesen Berufen aus. Zu den Zugangsvoraussetzungen zählen unter anderem Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Die Awo-Schule „Sophie Scholl“ an der Alten Hauptstraße. Quelle: Uwe Hoffmann

Alternativ kann man an der Fach- und Berufsfachschule in Premnitz zuvor die zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten absolvieren. Seit Beginn des neuen Schuljahrs werden 45 Sozialassistenten, 148 Erzieher und 13 Heilerziehungspfleger ausgebildet. Mit insgesamt 206 Schülern ist die Schule mit einer Kapazität von maximal 240 Ausbildungsplätzen gut ausgelastet.

„Aber seit Jahren ist die Zahl der Heilerziehungspfleger-Schüler sehr gering. Gerade auch auf dem Arbeitsmarkt werden Schüler mit diesem Abschluss stark gesucht“, erklärte Schulleiterin Kerstin Müller. „Wir suchen immer wieder Schüler für diesen Ausbildungsgang, über den stärker informiert werden muss. Zur Aufwertung des Heilerzieherpfleger-Ausbildungsgangs haben wir uns einer Petition an den Landtag angeschlossen.“

Ab 7. Mai beginnt der Prüfungszeitraum für die diesjährigen Absolventen. Weitere Informationen dazu im Internet unter www.berufliche-schule-sophie-scholl.de.

Von Uwe Hoffmann

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