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Premnitz Tag der offenen Tür im Industriepark gut besucht
Lokales Havelland Premnitz Tag der offenen Tür im Industriepark gut besucht
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16:00 23.06.2019
Viele Besucher hatte die EEW Premnitz GmbH, weil dort gerade eine 60-Millionen-Euro-Investition läuft. Geschäftsführer Rüdiger Bösing (links) mit einer Besuchergruppe. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Im 200 Hektar großen Industriepark Premnitz fallen größere Besuchermengen nicht so auf, selbst wenn sie nach hunderten zählen. Gewimmel konnte man also nicht erwarten. Zehn Unternehmen, die im Industriepark ansässig sind, hatten unter Federführung des Standortmanagers Roy Wallenta am Sonnabend erstmals gemeinsam zum Tag der offenen Tür eingeladen. Um es vorweg zu nehmen, ohne dass die vereinigten Einzelbilanze vorliegen können: Die Verantwortlichen der Betriebe waren mit den Besucherzahlen zufrieden.

Zehn Betriebe im Industriepark Premnitz haben am Sonnabend erstmals gemeinsam zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Gäste, die möglichst viel sehen wollten, stellten bald fest, dass die Zeit für alles wohl nicht reichen würde. Drei Stunden, von 15 bis 18 Uhr, waren vorgegeben.

Viel Interesse wurde der EEW Premnitz GmbH zuteil, die gegenwärtig mit dem Bau ihrer zweiten Verbrennungslinie die aktuell größte Investition im Industriepark realisiert. Ausgegeben werden dafür 60 Millionen Euro, Inbetriebnahme 2021. Nach 45 Minuten begann dort bereits die Führung für die 4. Besuchergruppe.

Größter Sprung: Vogt Plastic

Viele Firmenvertreter konnten über positive Entwicklungen berichten. Den größten Sprung der letzten Zeit hat im Indutriepark wohl die Vogt Plastic GmbH gemacht. Wie Betriebsleiter Helge Große mitteilen konnte, ist dort durch Erweiterungen der Produktion die Belegschaft in von nur zwei Jahren von 27 auf jetzt 82 Beschäftigte gewachsen.

In vielen Betrieben ist während der drei Besucherstunden die Produktion weiter gelaufen. Der Sicherheit wegen teilten manche Firmen Warnwesten und Schutzhelme aus. Durch die Produktionsstätten selbst wurde fast nie jemand geführt. Durch weit geöffnete Türen durften die Besucher aber meist hinein schauen.

Am meisten Personal

Die Märkische Faser GmbH, mit über 500 Beschäftigten der in dieser Beziehung im Industriepark größte Betrieb, hat das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt. Die Gäste bekamen Teilbereiche der Innovativen Kunststoffveredelung (IKV) gezeigt. Aus geeigneten Plastikabfällen, in erster Linie sind das hier jede Menge PET-Flaschen, werden dort wieder neue, recycelte Roh-Kunststoffe gewonnen, die in vielen Industriezweigen verwendet werden. Es ist auch möglich, daraus Fasern zu machen.

Ein Shuttlebus fuhr pausenlos alle zehn Betriebe an. Weil Hinweisschilder aufgestellt waren, konnten alle die Startpunkte leicht erkennen. Es zeigte sich, dass viele Gäste mit Pkw vorfuhren. Nicht wenige waren per Fahrrad unterwegs.

So viele Gäste nicht erwartet

Die Jacobi Carbons GmbH stellte ihre Aktivkohle-Reaktivierung und die Resinex-Anlage zur Waschung von Filter-Harz vor. Über 100 Besucher habe man heute gezählt, teilte Betriebsleiter Heiko Thiedeke kurz vor 18 Uhr mit. Man sei überrascht, mit so vielen Gästen habe man nicht gerechnet.

Es gab natürlich auch Besucher, die kritische Fragen stellten, zur Einhaltung von Umweltauflagen vor allen Dingen. Niemand blieb ihnen Antworten schuldig. In manchen Betrieben hätten die Verantwortlichen gern mehr jüngere Besucher gesehen: Sie wollten Nachwuchskräfte finden.

„Der Tag der offen Tür ist gut angenommen worden“, hat Standortmanager Roy Wallenta resümiert. Viele Verantwortliche der Betriebe hätten gesagt, dass sie mit so vielen Besuchern nicht gerechnet hatten. Eine genauere Analyse werde er in den nächsten Tagen erarbeiten.

Von Bernd Geske

Zehn Betriebe im Industriepark Premnitz haben am Sonnabend erstmals gemeinsam zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Standortmanager Roy Wallenta, der die Federführung hatte, sagt, die Besucherzahlen waren gut.

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