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Premnitz „Unechte Einbahnstraße“ soll verschwinden
Lokales Havelland Premnitz „Unechte Einbahnstraße“ soll verschwinden
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16:00 28.09.2019
Wer von der Bundesstraße B 102 kommt, darf in den Kiefernweg nicht hinein fahren. Das Einbahnstraßenschild verbietet es seit 2013. Quelle: foto: Bernd Geske
Premnitz

Diese Botschaft dürfte Balsam für die Seelen von nicht wenigen Bewohnern der Premnitzer Siedlung sein. Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) hat mitgeteilt, dass die Stadt mit einem Schrieben im Juli bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises die Aufhebung der „unechten Einbahnstraße“ im Kiefernweg beantragt hat. Die Antwort stehe aber noch aus.

Die Stadt habe den Antrag an die Straßenverkehrsbehörde gestellt, erklärt Ralf Tebling, weil das der Wunsch von vielen Bewohnern der Siedlung gewesen sei. Speziell der Siedlerverein habe wiederholt diese Bitte an ihn gerichtet. „Wir sind nicht die entscheidende Behörde“, merkt der Bürgermeister an. Dafür sei die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises zuständig.

Rot zur Bundesstraße

Die „unechte Einbahnstraße“ war geschaffen worden, als im Jahr 2013 der Kiefernweg ausgebaut worden ist. Er ist auf einer Länge von 230 Metern und Breite von 4,50 Metern erneuert worden. Rein technisch bedeutet die Regelung folgendes: Weil zur Bundesstraße hin das bekannte rote Einbahnstraßenschild mit dem weißen Querstrich aufgestellt worden ist, darf von dort niemand mehr in den Kiefernweg hineinfahren.

Im Gegenzug aber ist an der anderen Seite des Kiefernwegs kein blaues Einbahnstraßenschild mit dem weißen Pfeil aufgestellt worden. Daher die Bezeichnung „unecht“. Dadurch ergibt sich, dass die Anlieger selbst den Kiefernweg in der Gegenrichtung befahren dürfen. Nur eben hinein fahren, das darf niemand.

Grund: Viel Verkehr

Als Begründung für die „unechte Einbahnstraße“, die damals die einzige ihrer Art im ganzen Landkreis Havelland war, führte die Stadtverwaltung an, dass es viele Beschwerden von Anwohnern über hohes Verkehrsaufkommen gegeben habe. Wiederholt seien Wünsche geäußert worden, nach dem Ausbau der Straße solle es eine Regelung zur Verkehrsberuhigung geben. Die „unechte Einbahnstraße“, so die Stadtverwaltung damals, werde für mehr Sicherheit auf dem Kiefernweg sorgen. Diese Regelung sei ein Vorschlag des Landkreises gewesen.

Kenner der Materie werden sich indes daran erinnern, dass es bald nach Einrichtung der „unechten Einbahnstraße“ bereits eine Initiative für deren Abschaffung gegeben hatte. Rund 400 Unterschriften von Anwohnern der Siedlung waren gesammelt worden. Ihr wichtigstes Argument: Es sei nicht einzusehen, dass von der Bundesstraße in die Siedlung hinein jetzt ein großer Umweg über die Thomas-Mann-Straße und den Mühlenweg gefahren werden muss.

Ein Jahr bis zur Antwort

Mike Magaschütz, Bewohner der Siedlung, hatte sogar im Februar 2014 beim Landkreis einen Widerspruch gegen die „unechte Einbahnstraße“ eingereicht. Es werde nicht im Interesse des Allgemeinverkehrs gehandelt, begründete er. Die vorhandene Straßenbreite des Kiefernwegs lasse einen Begegnungsverkehr von zwei Pkw zu. Der Landkreis ließ sich damals mit seiner Antwort über ein Jahr Zeit. Dann teilte die Behörde im April 2015 mit, dass die „unechte Einbahnstraße“ nicht geändert wird.

Von Bernd Geske

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