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Premnitz Verein Ton-Art bietet kostenfreien Kunstunterricht an
Lokales Havelland Premnitz Verein Ton-Art bietet kostenfreien Kunstunterricht an
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15:50 12.04.2019
Annelie Knobloch (stehend) mit einigen Kindern der Klasse 5a beim Kunstprojekt des Vereins Ton-Art.
Annelie Knobloch (stehend) mit einigen Kindern der Klasse 5a beim Kunstprojekt des Vereins Ton-Art. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

 So etwas hat es im Westhavelland noch nicht gegeben. Der Verein Ton-Art bietet in seinem Offenen Atelier, Am Körgraben 1C in Rathenow, für Gruppen von Kindern und Jugendlichen gemeinsamen Kunstunterricht an, für den sie nichts bezahlen müssen.

Der Verein Ton-Art bietet für Gruppen von Kindern und Jugendlichen kostenfreien Kunstunterricht an. Das Angebot gilt bis zum Jahresende.

An einem Vormittag können die Teilnehmer drei Stunden lang unter fachlicher Anleitung die verschiedensten kreativen Techniken kennen lernen. Im Idealfall haben sie sich am Ende selbst kleine Kunstwerke geschaffen, die sie mit nach Hause nehmen können. Reichlich Arbeitsmaterial wird gestellt. Das Angebot gilt bis einschließlich Dezember. Bislang haben sich acht Schulklassen angemeldet. Das ist möglich über die Internetseite des Vereins Ton-Art.

Möglich geworden ist das Projekt über eine Förderung durch den Landkreis Havelland und die Stiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS). Die gemeinsame kreative Arbeit soll die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund fördern und sich positiv auf das Gruppenklima auswirken.

Klasse 5a der Schollschule

Den Auftakt machte genau zum Projektbeginn am 1. April die Kleine Grundschule Hohennauen. Als zweite Gruppe kam am Freitag die Klasse 5a der Grundschule Geschwister Scholl ins Atelier.

Annelie Knobloch, die beim Verein Ton-Art die Kunstkurse leitet, hatte eine große bunte Palette von kreativen Arbeitsmöglichkeiten vorbereitet. Da war zuerst die Aquarellmalerei, wo sich die Mädchen und Jungen eigene Lesezeichen bemalen konnten. Pinsel und Farben warteten schon, zwei Sorten Salz standen bereit, um besondere Effekte zu erzeugen.

Die Acryl-Malerei war besonders gefragt. Quelle: Bernd Geske

Die meisten Interessierten setzten sich gleich an den großen Tisch für die Acrylmalerei. Kräftige Farben wirkten anziehend. Damit auch zeichnerisch weniger Begabte schöne Silhouetten aufs Blatt bringen konnten, hatte „Annelie“ – wie die Kinder sie nennen durften – Schablonen aus Pappe bereit gelegt. Heulende Wölfe, springende Nixen, Hirsche, Tänzerinnen, Einhörner und so weiter fanden schnell den Weg aufs Papier. Mondnächte und Sternenhimmel waren bevorzugte Hintergründe.

Mit Modelliermasse konnten die Mädchen und Jungen einfache Figuren formen. Weil die Masse an der Luft schnell trocknet, konnten die Hasen, Hunde, Katzen und Vögel gleich noch bemalt werden.

Ganz klar: Das wird ein Osterhase. Quelle: Bernd Geske

Mit Draht sollten Figuren gebogen werden. Mit zwei Schichten Ölkreide auf Papier wurden Kratzbilder hergestellt. Im kinetischen Sand konnten die Kinder Figuren formen oder den faszinierenden Bewegungen des Sandes zuschauen.

Im Handumdrehen fanden alle Mädchen und Jungen ihre Lieblingstätigkeiten und fingen an, Kunst zu produzieren. „Die Kinder sind fasziniert davon, was sie hier alles machen können“, stellte Klassenlehrerin Jana Kuche fest, „das ist für sie ein schönes Erlebnis vor den Ferien.“ Die besten Erzeugnisse werden in der Klasse ausgestellt.

Annelie Knobloch fuhr jede Menge von kreativen Arbeitsmöglichkeiten auf. Quelle: Bernd Geske

 

Außerdem hatte Annelie Knobloch noch zwei besondere Werke vorbereitet. Als Objekt für den Klassenraum hatte sie ein Baumstück bereit gestellt. Aus Draht sollten die Kinder Figuren biegen und am Holz befestigen. Es lagen auch Naturmaterialien wie Steine, Kastanien und Federn bereit, die kreativ das Holz bereichern sollten. Für eine große Tafel sollte jedes Kind einen kleinen Zettel selbst künstlerisch gestalten. Kreativ zu einem großen Werk zusammen gefasst, sollen diese dann das Scholl-Schulhaus schmücken.

Von Bernd Geske