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Premnitz Verein Ton-Art stellt im Rathaus aus
Lokales Havelland Premnitz Verein Ton-Art stellt im Rathaus aus
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15:35 25.01.2019
Bürgermeister Ralf Tebling beim Rundgang mit Kindern des Vereins Ton-Art, die im Premnitzer Rathaus ihre Bilder ausstellen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Es werden zwar keine Ranglisten geführt, trotzdem darf wohl festgestellt werden, dass es am Donnerstagabend im Premnitzer Rathaus auf dem Gebiet der Kunst zwei Rekorde gegeben hat. Nie zuvor sind in einer Ausstellung dort so viele Bilder gezeigt worden, es sind 123. Nie zuvor sind dort außerdem zu einer Eröffnung mehr Besucher gekommen. Das Trauzimmer, das schon mehrmals bei diesen Gelegenheiten sehr voll war, hat diesmal bei Weitem die andrängenden Gäste nicht aufnehmen können.

Kunststück! Der Verein Ton-Art, der in Premnitz seinen Sitz hat, stellt unter dem Motto „Mein Lieblingsbild“ einen breiten Querschnitt von Arbeiten seiner Kunstschülerinnen und -schüler aus. Rund 70 haben Bilder beigesteuert, denn möglichst viele sollten vertreten sein.

Gabriele Knobloch (links) und Hanna Kibbert haben zur Eröffnung Geige gespielt. Quelle: Bernd Geske

Die weitaus meisten sind Kinder. Einige wenige Werke des Erwachsenenkurses runden die Palette ab. Annelie Knobloch, die bei Ton-Art alle Kunstkurse leitet, hat Gruppen nicht nur in Premnitz, sondern auch in Rathenow, Rhinow und Hohennauen. Entsprechend viele Eltern kamen mit ihren Kindern, um dabei zu sein.

Bürgermeister Ralf Tebling äußerte seine Freude darüber, dass der Verein Ton-Art sich um die künstlerische Betätigung von so vielen Kindern kümmert. Er zitierte den Dichter Theodor Fontane aus dessen Wanderungen durch die Mark Brandenburg mit den Worten: „Das Beste aber, dem du begegnen wirst, das werden die Menschen sein...“ Das tat er, um mit Bezug auf das Zitat den Verein Ton-Art loben zu können, er bringe in vorbildlicher Form bei seinen Kunstschülerinnen und -schülern das Beste zum Vorschein.

Für jedes Bild ein toller Platz

Annelie Knobloch lobte das Rathaus als „wunderschön“. An den großzügigen Wänden habe jedes Bild einen tollen Platz gefunden. Sie machte darauf aufmerksam, dass manches Motiv mehrfach zu sehen sein kann. Das liege in der Natur der Sache, weil sie in den Kindergruppen zum Teil mit allen am gleichen Thema arbeite. Die Spitzentänzerin, der sternenreiche Nachthimmel und der Wolf vor dem Mond tauchen in der Tat mehrmals auf. Das passiert aber nicht oft und der Betrachter darf über die unterschiedlichen Arten der Interpretation eines Themas sinnieren.

Drei eindrucksvolle Hingucker hat die 18-jährige Lea Trägenap aus Rathenow beigesteuert. Beim Bild „Wenn ich groß bin“ betrachtet eine kleine Katze ihr Spiegelbild in einer Pfütze, das einen großen Tiger zeigt. Bei „Unterwasserwelt“ hat sie im Hochkantformat wundervoll farbig eine Qualle porträtiert. Nicht zuletzt entwirft sie mit „Schiffbruch“ eine Szene, bei der traurige Tiere mit großen Augen mit Behelfsgeräten auf einem großen Wasser schwimmen. Wirft hier der Klimawandel seine Schatten voraus?

Alle ausstellenden Kinder haben eine Rose bekommen. Quelle: Bernd Geske

Es ist zu erkennen, dass Annelie Knobloch mit ihren Kindern auch um politische Themen keinen Bogen macht. Die beiden jüngsten Nachwuchskünstler, Willi und Lotti Deichsel (fünf und sechs Jahre), haben – wohl mit ein bisschen Unterstützung – die Collage „Schützt unsere Erde!“ gebastelt. Aus Gips geformte Tiere schwimmen im Meer zwischen Plastikmüll. Klare Aussage: Das ist ein furchtbarer Zustand.

Von Bernd Geske

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