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Premnitz Viskose kostet eine halbe Million weniger
Lokales Havelland Premnitz Viskose kostet eine halbe Million weniger
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16:16 20.12.2018
Die Revitalisierung der alten Viskose-Brache ist am Ende wieder billiger geworden.
Die Revitalisierung der alten Viskose-Brache ist am Ende wieder billiger geworden. Quelle: f Bernd Geske
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Premnitz

 Nachdem nun die Endabrechnung vorgenommen worden ist, hat sich heraus gestellt, dass die Revitalisierung der großen alten Viskose-Brache im Industriepark Premnitz doch noch wieder etwas billiger wird. Vor Beginn der Maßnahme waren die Kosten auf zehn Millionen Euro kalkuliert worden. Mitten drin in der Umsetzung waren die absehbaren Ausgaben dann plötzlich auf 12,9 Millionen Euro empor geschnellt. Jetzt am Ende haben sich die Kosten auf „nur“ noch knapp 12,4 Millionen Euro summiert.

Das ergibt im Vergleich zum bereits bewilligten Zuwendungsbescheid eine Einsparung von 535 800 Euro, was sehr angenehm die beteiligten Partner der öffentlichen Hand ist, denn sie alle sparen Geld.

Eigenanteil von 1,29 Millionen

Die Stadt Premnitz selbst hatte immerhin als Bauherr für das gewaltige Vorhaben auftreten müssen. Ihr zehnprozentiger Eigenanteil lag zu Spitzenzeiten bei beachtlichen 1,29 Millionen Euro. Weil gerade nicht so viel Geld zur Hand war, hatten Verwaltung und Stadtverordnete entschieden, den Eigenanteil komplett über Kredite zu finanzieren. Es wurden drei Scheiben für 2015, 2016 und 2017 beantragt. Da mittendrin die Baukosten heftig stiegen, ist die letzte Kreditrate um die fehlende Summe erhöht worden.

Nach der Endabrechnung ist nun klar, dass bei den insgesamt zu viel kalkulierten 535 800 Euro der zehnprozentige Eigenanteil der Stadt mit 53 580 Euro anzusetzen ist. Leider sparen die Premnitzer die Summe nun zwar ein, doch sie bekommen das Geld nicht tatsächlich heraus. Wie Kämmerin Sabine Braatz vor den Stadtverordneten erklärt hat, war der Kredit ganz gezielt nur für die Revitalisierung der Viskose aufgenommen worden. Nur für diesen Zweck dürfe man das Geld verwenden. Andere Ausgaben der Stadt dürften damit nicht bestritten werden.

Die Kosten waren mitten in der Abrissphase so enorm gestiegen, weil sich beim Öffnen des bis dahin zugemauerten Kellergeschosses der großen Produktionshalle Nr. 405 gezeigt hatte, dass dort viel Bauschutt aus früheren Jahren gelagert war.

Von Bernd Geske