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Premnitz Darum organisiert Premnitz das Kreiserntefest
Lokales Havelland Premnitz Darum organisiert Premnitz das Kreiserntefest
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18:57 15.02.2019
Auf der Grünen Woche in Berlin hat Bodo Oehme, Bürgermeister der 2018-er Erntefestgemeinde Schönwalde, eine kleine Erntekrone als symbolischen Staffelstab an den Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling übergeben.
Auf der Grünen Woche in Berlin hat Bodo Oehme, Bürgermeister der 2018-er Erntefestgemeinde Schönwalde, eine kleine Erntekrone als symbolischen Staffelstab an den Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling übergeben. Quelle: Stadt Premnitz
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Premnitz

 Es hat nicht wenige Premnitzer überrascht, als sie Ende Januar erfuhren, dass ihre Heimatstadt in diesem Jahr das Erntefest des Landkreises Havelland mitorganisieren wird. Bei einer öffentlichkeitswirksamen Vorstellung auf der Grünen Woche in Berlin hatte Bodo Oehme, Bürgermeister der 2018-er Erntefestgemeinde Schönwalde, in Gestalt einer kleinen Erntekrone den symbolischen Staffelstab an seinen Premnitzer Amtskollegen Ralf Tebling übergeben.

Auf MAZ-Nachfrage erklärt Ralf Tebling, warum Premnitz in diesem Jahr am 1. September das Kreiserntefest im Erlebnispark Paaren mitorganisiert, obwohl sie nicht einen einzigen eingetragenen Landwirtschaftsbetrieb hat. „Es wird nicht das Erntefest der Stadt Premnitz sein“, schickt er vorweg, „es ist das Erntefest des Landkreises Havelland, des Kreisbauernverbandes und der Stadt Premnitz.

Unterstützt von Partnern

Bei der Organisation werde die Stadt außerdem unterstützt vom Team des Erlebnisparks Paaren, vom Evangelischen Kirchenkreis Nauen-Rathenow, von den Landfrauen des Kreises und der Ländlichen Erwachsenenbildung Prignitz-Havelland. Mitgestalter der zehn Erntefeste in den Vorjahren stünden den Premnitzern außerdem mit Rat und Tat zur Seite, die bei der nunmehr 11. Auflage des Festes mit ihren Angeboten aber schon im Mittelpunkt stehen.

„Ich sehe keinen Grund, warum Premnitz das Kreiserntefest nicht mitorganisieren sollte“, stellt Ralf Tebling fest. Die Veranstaltung sei eine gute Gelegenheit, um die Stadt einem größeren Publikum zu präsentieren. Von vielen Seiten werde immer wieder die Forderung an ihn heran getragen, die Stadt bekannter zu machen, berichtet der Bürgermeister. Der Erlebnispark Paaren sei ein Schaufenster nach Berlin, insofern werde Premnitz dort auch einem Publikum vorgestellt, das die Stadt eher noch nicht kennt, aber nahe genug ist, um sich für einen Besuch zu interessieren.

Tebling: Besondere Herausforderung

Premnitz sei eine industriell geprägte Gemeinde, das will der Bürgermeister gar nicht bestreiten. Aber sie habe ihren Besuchern viel zu bieten und liege in einem landwirtschaftlich geprägten Raum. Das sei zu einem Erntefest ganz bestimmt kein Widerspruch. Ralf Tebling gibt aber zu: „Eine besondere Herausforderung ist das Erntefest für uns schon.“

Erste Absprachen mit Mitwirkenden haben bereits stattgefunden. Das Premnitzer Blasorchester, der Premnitzer Spielmannszug und der Premnitzer Verein Ton-Art haben zugesagt, das Bühnenprogramm am Nachmittag auf die Beine zu stellen. Die Kita „Flax und Krümel“ wird mit ihrer Vorschulgruppe singen und tanzen.

Ökumenischer Gottesdienst

Wie der Bürgermeister weiter berichtet, wird es einen ökumenischen Gottesdienst geben, den die katholische, die evangelische und die neuapostolische Gemeinde von Premnitz gemeinsam gestalten. Die Feuerwehren der Stadt werden sich ebenfalls beteiligen. Eine Technikschau ist vorgesehen, über weitere Beiträge wird nachgedacht.

Ute Lucke-Polz, die Inhaberin des denkmalgeschützten Lucke-Hofs in Premnitz, hat zugesagt, dass sie sich um die Herstellung einer repräsentativen Erntekrone kümmern wird. Die Bäckerei Wittstock aus der Premnitzer Nachbargemeinde Milower Land hat es übernommen, für das Kreiserntefest eine schöne Festtagstorte zu backen.

Premnitz ohne Erntewagen

Erleichternd wirkt indes die Zusache, dass der große Ernteumzug nicht von den Premnitzern aus dem Boden gestampft werden muss. Das übernimmt wie immer der Kreisbauernverband des Havellandes. Bislang ist auch nicht vorgesehen, dass die Premnitzer selbst mit einem eigenen Erntewagen in Paaren ihre Runden drehen.

Gesunden Ehrgeiz entwickelt Bürgermeister Tebling aber schon, wenn es um die Wahl der Erntekönigin geht. „Ich bin davon überzeugt“, gibt er zu Protokoll, „dass in unserer Stadt mit ihren Ortsteilen Döberitz und Mögelin eine Erntekönigin zu finden ist.“ Er fordere ausdrücklich alle interessierten Einwohnerinnen dazu auf, sich um das Ehrenamt der Erntekönigin des Kreises Havelland zu bewerben.

Die Havelländer Erntefeste

Das Havelländer Erntefest findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 1. September, im Erlebnispark Paaren statt.

Es ist das 11. Fest dieser Art.

Die Havelländer Erntefeste werden stets organisiert vom Landkreis, vom Kreisbauernverband und vom Erlebnispark in Paaren.

Außerdem kommt jedes Jahr eine andere Gemeinde mit dazu.

Im vergangenen Jahr war Schönwalde im Osthavelland der Mitorganisator des Erntefestes.

Am 1. September findet im Land Brandenburg auch die Landtagswahl statt.

Diese Position für die Krönungszeremonie auf dem Erntefest 2019 ist indes bislang noch gar nicht ausgeschrieben worden. Das wird wie in jedem Jahr der Kreisbauernverband übernehmen. Wie zu vernehmen war, soll der Aufruf „11. Havelländer Erntekönigin gesucht“ am 1. März erfolgen. Die Bewerbungsfrist läuft dann bis zum 30. Juni.

Von Bernd Geske