Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Raserei auf der Straße vor dem Marienhof
Lokales Havelland Raserei auf der Straße vor dem Marienhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:28 01.03.2018
Steffi Focke hofft endlich auf die Temposchwellen, die auf die Fahrbahn montiert werden. Quelle: Andreas Kaatz
Anzeige
Ribbeck

Steffi Focke startet jetzt gemeinsam mit der Stadt Nauen den dritten Anlauf. Die Chefin des Kinderbauernhofs Marienhof in Ribbeck hofft, dass es diesmal mit der Beantragung von Temposchwellen auf dem Verbindungsweg zwischen Ribbeck und der KAP-Straße klappt – so wie auf dem Havellandradweg in Senzke.

„Beim ersten Mal bekam ich statt der Schwellen die 10 km/h-Schilder“, sagt sie. Doch an die halte sich keiner, viele rasten dort entlang, was für ihre Besucher kreuzgefährlich sei. „Wir ziehen pro Jahr beziehungsweise in den sechs Monaten, in denen wir offen haben, rund 30 000 Leute an“, sagt sie. Vor allem Kinder. In den Ferien seien auf dem Hof pro Woche 50 Ferienlagerkinder.

Anzeige

Vor allem, wenn es in der Umgebung Sperrungen gibt, nutzten viele die schmale Straße als Abkürzung. „Wir haben pro Stunde schon 100 Fahrzeuge gezählt“, sagt Steffi Focke. Erst vor ein paar Tagen – zum Saisonende – wurden auf der ganzen Straße 30 km/h-Schilder aufgestellt, die der Nauener Bürgermeister schon kurz vor Weihnachten 2015 angekündigt habe. Ergebnis des zweiten Antrages auf Temposchwellen. Steffi Focke ist mit dieser Lösung nicht glücklich. „Wenn 10 km/h gewollt sind, warum sind dann keine Temposchwellen erlaubt. Ich befürchte, dass irgendwann mal etwas passieren wird“, sagt sie. Dabei würde sie auch die Kosten für die Schwellen übernehmen, die man zudem auch nur in der Saison aufschrauben müsste, meint sie.

Unter diesen Bedingungen hat jetzt der Bauausschuss zugestimmt, dass die Stadtverwaltung einen erneuten Antrag bei der Verkehrsbehörde stellt. Ausschusschef Manuel Meger (LWN) kennt die Situation aus eigenem Erleben. „Ich war auch schon mit einer Gruppe Kinder dort und man hat als Betreuer richtig Angst, dass etwas passiert, dass plötzlich ein Kind aus einem Busch auf die Straße springt.“

Von Andreas Kaatz