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Havelland Buga-Brücke mit Stahlseilen
Lokales Havelland Buga-Brücke mit Stahlseilen
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17:27 20.02.2014
Bauleiter Gerold Palme (li.) und Ingenieur Michael Arndt auf der Brücke vor dem Bogen mit den Stahlseilen. Quelle: M. Kniebeler
Rathenow

Die Buga-Brücke schwebt. Den Eindruck gewinnt man, wenn man dieser Tage die Großbaustelle am Rathenower Mühlendamm passiert. Der gelbe Stützpfeiler, der seit Ende des vergangenen Jahres in Hellers Loch steht, ist seiner Funktion beraubt. Denn wo noch vor wenigen Tagen die rund 130 Tonnen schwere Brücke auflag, klafft jetzt eine gut zehn Zentimeter große Lücke.

Dieser Schwebezustand ist 15stählernen Seilen zu verdanken. Diese wurden zwischen dem Bogen und der Fahrbahn installiert und mit einem speziellen hydraulischen Verfahren unter Spannung gesetzt. Ohne diese Seile würde die Brücke nicht zusammenbrechen, sie liegt ja noch auf zwei Stützpfeilern auf. Aber ohne die Spannseile würde das Brückenstück, das Hellers Loch überspannt, durchhängen, um es einfach auszudrücken. Natürlich werden die Seile aus Edelstahl nicht einfach eingehängt und stramm gezogen. Ingenieure haben für jedes einzelne Seil die Druckbelastung berechnet.

Nun, da die Seile gespannt sind, können die beiden gelben Hilfsgestelle aus Stahl abgebaut werden. Im Groben ist damit der Brückenabschnitt, der vom Optikpark über Hellers Loch bis zum Mühlendamm reicht, abgeschlossen. Was nicht heißt, dass die Brückenbauer nichts mehr zu tun hätten. Der Anschluss an das westliche Widerlager ist herzustellen, es muss noch geschweißt, geschraubt und aufgeräumt werden. Und dann geht es natürlich darum, den zweiten Brückenschlag vorzubereiten. Mitte März sollen die großen Teile angeliefert werden, welche die Havel überspannen. Vom Mühlendamm bis zum Havelweg wird dann das zweite Bogenbrückenteil installiert. Dieses ähnelt, was die Konstruktion angeht, jenem, das Hellers Loch überspannt. Nur ist es erheblich länger und schwerer.

Die Brückenbauer werden bei diesem zweiten Brückenschlag mit einer weiteren Schwierigkeit konfrontiert. Im Gegensatz zu dem bereits fertiggestellten Abschnitt, bei dem viele Arbeiten vom Ufer ausgeführt werden konnten, ist das bei der Havelüberquerung nicht möglich. Bauleiter Gerold Palme tüftelt gerade aus, wie der Aufbau im Detail vonstatten gehen soll. Sicher ist, dass ein Spezialkran vom Ufer aus die Teile auf die Stützen am Ufer und das Hilfsgestell im Wasser hieven wird. Wahrscheinlich wird dann ein Schubleichter im Fluss verankert, von dessen Deck aus man an die betreffenden Brückenabschnitte zum Zweck der Installation herankommt. Dann wird der Bogen installiert und mit Stahlseilen unter Spannung gesetzt. Läuft alles nach Plan, soll die Havelbrücke Ende April stehen.

Von Markus Kniebeler

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