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Havelland Streit um Sorgerecht: Mutter will Kind aus dem Heim holen
Lokales Havelland Streit um Sorgerecht: Mutter will Kind aus dem Heim holen
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20:44 29.01.2018
Vor dem Haus II Kreisverwaltung wird die Veranstaltung am Mittwoch stattfinden. Das Gebäude dürfen die Teilnehmer nicht betreten. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Die geplante Demonstration vor der Kreisverwaltung wird am Mittwoch stattfinden. Die Teilnehmer wollen vor dem Haus II gegen die Arbeit des hiesigen Jugendamtes protestieren. Die Veranstaltung angemeldet hat Johannes Schumacher, der in Wassenberg (Nordrhein-Westfahlen) wohnt.

Ausgangspunkt ist der Fall eines jetzt zehnjährigen Mädchens, dessen Mutter Kristina Becker im Juni 2016 vom Amtsgericht Rathenow das Sorgerecht für ihr Kind entzogen worden ist. Das alleinige Sorgerecht sprach es dem Vater zu.

Sozialdezernent wehrt sich gegen Vorwürfe

„Ich erhoffe mir, dass mehr Menschen darauf aufmerksam werden, was in den Jugendämtern und Gerichten dieses Landes schiefläuft“, sagt Kristina Becker. Ihrem Kind, das in einem Heim untergebracht sei, gehe es nicht gut. Der Landkreis Havelland sei keine Ausnahme.

Wolfgang Gall (CDU), Sozialdezernent des Landkreises, sagt dazu, dass das Amtsgericht Rathenow allein dem Vater die elterliche Sorge zugesprochen hat. Das Mädchen befinde sich gar nicht in der Verfügungsgewalt des Jugendamtes, betont er. Es sei in einem Heim, weil der Vater für einen vorübergehenden Zeitraum darum gebeten habe. Er weist deutlich zurück, dass in den Heimen des Landkreises unhaltbare Zustände herrschen, wie es vom Organisator der Demonstration behauptet worden sei. Sie würden regelmäßig von den Aufsichtsbehörden kontrolliert.

Bis zu 1000 Menschen erwartet

Angesichts der Tatsache, dass im Vorfeld von einer „Besetzung“ des Jugendamtes die Rede war, soll den Demonstranten das Betreten des Gebäudes nicht gestattet werden, so Wolfgang Gall. „Wir wissen nicht, was der Veranstalter vorhat“, sagt er. Es habe mit dem Verantwortlichen bislang keine Vorabsprachen gegeben.

Johannes Schumacher hat die Versammlung für die Zeit von 10 bis 16 Uhr angemeldet. Er erwarte Menschen aus ganz Deutschland, sagt er. Da er aber nicht wissen könne, wie viele wirklich nach Rathenow kommen, habe er 100 bis 1000 Teilnehmer angemeldet. „Wir wollen Kerzen zu den Beschäftigten des Jugendamtes in das Gebäude tragen“, kündigt er an.

In Rathenow finde ferner der Auftakt für eine „Bewegung“ statt, die noch in viele weitere Städte getragen werden soll. Am 15. Februar ist es eine Demo in Freiburg geplant, am 28. Februar in Sömmerda und am 15. März in Neukölln. „Wir möchten erreichen, dass das Mädchen wieder zu seiner Mutter kommt“, sagt Schumacher. Deshalb sollen hier weitere Demonstrationen organisieren, bis dieses Ziel erreicht sei.

Von Bernd Geske

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