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Havelland Viel Lob für Organisationsteam der Kutterrudermeisterschaft
Lokales Havelland Viel Lob für Organisationsteam der Kutterrudermeisterschaft
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08:05 10.09.2019
Deutsche Meisterschaft im Kutterrudern am Alten Hafen in Rathenow. Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Es gibt ja diese Leute, die in gar keiner Weise Sport treiben, sich aber dennoch gerne einen Wettbewerb ansehen. Davon waren einige dabei, als am vergangenen Samstag und Sonntag am Alten Haven in Rathenow die Deutsche Meisterschaft im Kutterrudern stattfand. Als das letzte Rennen gelaufen war, hatte sie zwar niemand zu einem aktiveren Leben animiert – aber ansehen würden sie sich Kutterrennen sofort wieder.

Die erste Deutsche Meisterschaft im Kutterrudern am Alten Hafen in Rathenow ist vorüber. Die Bilanz ist gezogen und die Rathenower, aber auch Gäste von außerhalb überhäufen die Organisatoren mit Lob – das sie sich redlich verdient haben.

Es ging ja auch spannend zu. Da fuhr im Männerwettbewerb über 1000 Meter ein Altherren-Boot mit Oldies der Kuttersportler aus Wassersuppe. Und siehe da – sie können es noch. Vielleicht sind sie nicht mehr so kräftig. Aber die Technik ist da. Nein, die Oldies wurden nicht Letzter, sie landeten im Mittelfeld.

Schneller Entschluss

Da juckte es auch so manchem Besucher wieder in den Händen. „Ich bin doch früher selbst im Kutter gewesen“, sagt ein Besucher aus Rathenow. Zu DDR-Zeiten war Seesport eine Kategorie, um die sich die GST kümmerte. „Da waren wir dabei“, erinnerte sich der Mann. Als er gehört habe, in Rathenow gebe es eine Deutsche Meisterschaft im Kutterrudern, habe er sich fest entschlossen: „Das schaue ich mir an.“

Lob von Jens Aasmann

Sehen wollte das auch Jens Aasmann, Amtsdirektor aus Rhinow. Kein Wunder, da eines der erfolgreichsten Boote von Sportlerinnen und Sportlern vorangetrieben wird, die von der LG Wassersuppe zum Seesportclub Rathenow stießen. Und das Boot trägt schließlich den Namen des Ortes. „Diese Veranstaltung ist toll organisiert. Das sind sehr gute Gastgeber“, lobte Aasmann.

Ralf Stolz bei der Begrüßung am Samstag. Quelle: Joachim Wilisch

Gute Gastgeber waren die Rathenower Seesportler, weil die Details stimmten. Da durften bei den 1000-Meter-Rennen die Mannschaften mit einer Wunschmusik auf den Zieleinlauf gehen. Da gab es eine stimmige Moderation, bei der den Besuchern auch erklärt wurde, was es mit dem Seesport überhaupt auf sich hat.

Bier und Bratwurst

Am Sonntag, nachdem die Zelte abgebaut, die letzten Kutter aus dem Wasser geholt und am Wassersportgelände der Kanuten und Seesportler wieder aufgeräumt war, setzten sich die Sportler und Helfer noch einmal zusammen. Für Ralf Stolz, bei dem die Koordination zusammenlief, war es der Moment, da er sich in Ruhe ein Bier und eine Bratwurst genehmigen durfte. Vorher ging das nicht, zumal auch er im Kutter pullen musste.

Neuauflage gefällig?

Bei der Siegerehrung zu dem 5000-Meter-Rennen am Samstag kam bereits der Wunsch nach einer Neuauflage hoch. „Das ist ein toller Platz hier“, lobten die Offiziellen des Seesportverbandes. Darüber werden sich die Rathenower Seesportler Gedanken machen – aber nicht gleich. Die Organisation der Deutschen Meisterschaft war aufwendig.

Am Alten Hafen war zwei Tage Stimmung. Quelle: Joachim Wilisch

Schon bevor die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr gestartet wurde, hatten sich die Mitglieder des SSC Rathenow dazu entschlossen. Bei der Meisterschaft 2018 verteilten die Sportler einen ersten Werbeflyer. Ralf Stolz warb vor den Rathenower Stadtverordneten um Unterstützung. Er holte Sponsoren ins Boot und die ließen sich nicht zweimal bitten.

Viele Sponsoren

Für diejenigen, die Geld gegeben hatten – gab es am Samstag eine Tribüne und einen Sponsorenbereich. „Das ist eine tolle Atmosphäre lobte einer der Sponsoren. „Die haben eine tolle Sache auf die Beine gestellt“, bemerkte Horst Schwenzer. Der FDP-Stadtverordnete hatte sein Fraktionsgeld gespendet.

Der Kutterschweiß

Michael Schönberg verteilte im Sponsorenbereich freigiebig „Kutterschweiß“ in kleinen Flaschen. Davon sollte sich aber niemand zu viel genehmigen.Schönberg hatte mit seiner Gaststätte „Zum Alten Hafen“ maßgeblich die Versorgung von Sportlern und Gästen mit Gegrilltem und Getränken übernommen.

Be der Siegerehrung. Quelle: Joachim Wilisch

Schwenzers Fraktionskollege Karsten Ziehm war am Samstag ebenfalls am Alten Hafen und freute sich über die Resonanz. „Wenn etwas geboten wird, dann kommen die Leute“, stellte er fest.

Viele Partys

Hartmut Rubach ist ein SPD-Stadtverordneter und er hatte einen Logenplatz am Wasser. Wie überhaupt viele Grundstücksbesitzer an der Havel, in Nachbarschaft zur Rennstrecke Kutter-Partys veranstalteten. Zusammen mit Freunden verfolgten die Rathenower vom Garten die Wettkämpfe und spendeten kräftig Beifall. Einen Logenplatz hatten auch die Hausbewohner am Kirchberg, die einen freien Blick zum Alten Hafen hatten.

2020 in Anklam

Im kommenden Jahr trifft sich die Kuttersportgemeinde in Anklam. Nach Rathenow würden sie Sportler gerne wiederkommen. Sie fühlten sich bestens umsorgt – auch auf dem Gelände der Wassersportvereine, wo viele Teams ihre Zelte aufgeschlagen hatten.

Mitglieder des WSV Kanu Rathenow peitschen ihr Team an – es wurde 2. im 1000-Meter-Rennen. Quelle: Joachim Wilisch

Der SC Rathenow geht bald in die Herbst- und Winterpause. An langen Abenden wird genug Zeit sein darüber nachzudenken, ob man mal wieder ein Kutterrennen nach Rathenow holt.

Von Joachim Wilisch

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