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Rathenow 15-jähriger Intensivtäter bleibt auf freiem Fuß
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20:36 05.02.2014
Quelle: dpa
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Rathenow

Zwei 15-Jährige, die im vergangenen Jahr mit einem Kompagnon in mehrere Wohungen eingebrochen sind, haben am Dienstagnachmittag in der Karl-Gehrmann-Straße einer 79-jährigen Frau die Handtasche geraubt. Dank eines Zeugen konnten die beiden mithilfe eines Fährtenhundes von Polizisten im Ferchesarer Weg gestellt werden. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurden die Jugendlichen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Und das, obwohl einer der beiden als Intensivtäter bezeichnet werden kann. Nach Auskunft einer Polizeisprecherin ist er bereits 68-mal in Polizeiprotokollen registriert worden.

Der Vorfall am Dienstag hatte sich gegen 15.30 Uhr ereignet. Die 79-Jährige befand sich auf dem Weg nach Hause, als sie merkte, dass ihr zwei Jugendliche folgten. Auf Höhe des Garagenkomplexes in der Karl-Gehrmann-Straße entriss einer der Täter ihr die Handtasche, und das Duo flüchtete zu Fuß in Richtung Ferchesarer Weg. Ein 83-jähriger Radfahrer, der den Vorfall beobachtet hatte, versuchte den Tätern zu folgen, verlor sie aber aus den Augen. Ein anderer Zeuge informierte die Polizei und kümmerte sich um die Frau. Diese wurde nicht verletzt, musste aber zur Überprüfung ihres Gesundheitszustandes im Krankenhaus behandelt werden.

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In einem Waldstück nahe des Ferchesarer Wegs stellten Polizeibeamte das Duo. Die Handtasche hatten die Jugendlichen nicht bei sich. Doch einer der beiden führte die Beamten zu der Stelle, wo sie die Beute weggeworfen hatten. Die Handtasche, in der das Bargeld fehlte, wurde für eine spurentechnische Untersuchung sichergestellt. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass beide Jugendlichen an einer Einbruchserie des vergangenen Jahres beteiligt waren. Und dass einer der beiden bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt ist. 68 Anzeigen liegen vor: Diebstahl, Körperverletzung und jetzt Raub.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärte, dass sie zu dem Fall noch nichts sagen könne. Anklage werde in den nächsten Tagen erhoben. Generell sei es aber „unüblich“, einen Jugendlichen mit festem Wohnsitz in Arrest zu nehmen, erklärte sie. Die Polizei wollte diese Entscheidung nicht kommentieren.

Von Markus Kniebeler

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