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Rathenow 82-jährige Frau in Böhne erkennt Enkeltrick
Lokales Havelland Rathenow 82-jährige Frau in Böhne erkennt Enkeltrick
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15:02 08.11.2019
Eine 82-jährige Frau aus Böhne hat bei der Polizei einen versuchten Enkeltrick angezeigt. Quelle: dpa
Rathenow

Angeblich von ihrem Enkel erhielt eine 82-jährige Frau in Böhne am Donnerstag einen Anruf. Der Mann am anderen Ende des Telefons gab vor, einen Unfall in Potsdam gehabt zu haben und nun einen fünfstelligen Geldbetrag für die Schadensregulierung zu benötigen.

Die ältere Dame antwortete, so viel Geld nicht im Hause zu haben. Daraufhin erkundigte sich der angebliche Enkel noch nach anderen Wertsachen, woraufhin das Gespräch endete. Der Frau entstand aber kein Schaden. Sie erstattete Anzeige und die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Warnung der Polizei

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Vorsicht bei Unbekannten

Wenn ein Anrufer Geld oder Wertsachen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

Vornamen abkürzen

Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen: aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt. So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Informieren Sie sofort die Polizei (Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Weitere Tipps zum Schutz vor Trickbetrug gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de, in den Broschüren „Sicher Leben“ und „Sicher zu Hause“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) sowie bei jeder Polizeidienststelle.

Von Bernd Geske

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