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Rathenow Ärger über Propaganda-Graffiti
Lokales Havelland Rathenow Ärger über Propaganda-Graffiti
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16:30 27.11.2019
Die beschmierte Wand im Bahnhofstunnel. Quelle: .Markus Kniebeler
Rathenow

Die mit politischen Botschaften großflächig beschmierte Kopfwand des Rathenower Bahnhofstunnels hat im Netz empörte Reaktionen hervorgerufen. Der Ärger der Kommentatoren richtet sich zum einen gegen die Verursacher der Schmiererei. Zum anderen wird die Deutsche Bahn aufgefordert, die Wand so schnell wie möglich zu säubern.

Görke fordert unverzügliche Reinigung

Das fordert auch der Rathenower Landtagsabgeordnete der Linken, Christian Görke. „Die richtige und konsequente Antwort ist das unverzügliche Entfernen der Schmierereien“, teilt Görke in einem Brief an die Presse mit. Er habe den Vorstand der DB Station & Service AG aufgefordert, dies zu tun. „Die Schmierereien sind inakzeptabel, auch wenn sie vermeintlich politische Botschaften enthalten“, schreibt Görke.

Mit schwarzer Schrift hatten Unbekannte in der Nacht zum Montag die Parolen „Free Kurdistan“ und „Free Palestine“ an die Wand gesprüht und die Nationalflaggen der genannten Länder darunter gemalt.

Noch keine Entscheidung

Die Deutsche Bahn hat bislang noch nicht entschieden, wann die Wand in dem Fußgängertunnel gesäubert wird. Der Fall werde geprüft, hieß es gestern aus der Pressestelle. „Wir werden uns bemühen, die Graffiti zeitnah zu beseitigen“, kündigte ein Bahnsprecher an.

Die Erfahrung lehrt, dass die Schmierereien in der weiß gekachelten Unterführung auch mit zeitlich eng gesteckten Reinigungsintervallen nicht in den Griff zu bekommen sind. Deshalb startet Anfang des kommenden Jahres in Rathenow eine besondere Aktion. Unter der Leitung des Rathenower Jugendarbeiters André Neidt sollen große Tafeln legal mit Graffiti gestaltet und dann an den Wänden des Tunnels angebracht werden.

Jugendprojekt zur Prävention

Die Bahn habe den Rathenower Jugendlichen die 2,50 mal 1,25 Meter großen Platten bereits zur Verfügung gestellt, so André Neidt. Diese Platten würden weiß grundiert und dann mit vorher festgelegten Motiven besprüht. Angesehene Graffiti-Sprayer hätten bereits ihre Bereitschaft bekundet, an dem Projekt mitzuarbeiten, so Neidt.

Die Platten sollen im Januar in einer Halle gestaltet und dann in Zusammenarbeit mit Bahnvertretern an die Tunnelwände geschraubt werden. Ähnliche Projekte in Berlin hätten zu einem spürbaren Rückgang der illegalen Schmierereien geführt, so ein Bahnsprecher.

Weil die jetzt zur Verfügung gestellten Platten nicht reichen, um die gesamten Tunnelwände abzudecken, ist eine Fortführung des Projektes angedacht. Die Bahn jedenfalls hat die Bereitschaft signalisiert, weitere Platten zur Verfügung zu stellen.

Von Markus Kniebeler

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