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Rathenow Angriffe mit Messer und Schlagstock
Lokales Havelland Rathenow Angriffe mit Messer und Schlagstock
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17:24 21.10.2019
Auf dem Märkischen Platz in Rathenow kam es bereits im Sommer vermehrt zu Übergriffen Quelle: Kay Harzmann
Rathenow

Kampfszenen rund um den Märkischen Platz hinterließen bei den Organisatoren des Rathenower Weinfestes einen bitteren Nachgeschmack. Um 16 Uhr war das fröhliche Treiben in der Rathenower Innenstadt gerade auf dem Siedepunkt. Ausgelassen feierten die Besucher.

Zwei Jugendliche im Streit

Da beobachteten Passanten, wie sich zwei Jugendliche stritten. Dabei blieb es nicht, es folgte ein Gerangel. Ein bislang unbekannter Jugendlicher schlug dabei einem Zehnjährigen ins Gesicht. Ein 25 Jahre alter Mann, der das sah, schritt daraufhin ein und trennte die beiden.

Griff nach dem Messer

Daraufhin ging der jugendliche Angreifer etwas zur Seite und griff nach seinem Rucksack. Hinter dem Rücken des 25-Jährigen griff er nach einem Klappmesser und versuchte auf den Zeugen loszugehen. Nur durch die Warnung und das Einschreiten von anderen Weinfest-Besuchern, gelang es dem Angreifer nicht, seinen Gegner zu verletzen.

Unverzügliche Fahndung

Der Angreifer flüchtet dann zunächst in Richtung Forststraße, Zeugen verfolgten ihn. In der Forststraße stellten sie den Täter und nahmen ihm sein Messer ab. Dann rannte der Täter erneut davon. Die Polizei fahndete unverzüglich nach dem Täter, den die Zeugen als 12 bis 14 Jahre alten Jungen beschrieben. Er sei 130 bis 140 Zentimeter groß gewesen. Getragen habe der Angreifer ein schwarzes T-Shirt mit weißer Aufschrift.

Die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz hat die Kriminalpolizei übernommen.

Auf dem Märkischen Platz wurde das Weinfest gefeiert. Quelle: Uwe Hoffmann

Nachdem die Weinfest-Buden bereits abgebaut haben, lief ein 35 Jahre alter Mann am Sonntagabend gegen 22 Uhr über den Märkischen Platz. Hier wurde er von drei Personen angegriffen. Die Angreifer sprühten dem Mann Pfefferspray ins Gesicht.

Gestoßen und getreten

Geistesgegenwärtig ergriff der Angegriffene die Flucht in Richtung Goethestraße. Seine Angreifer verfolgten ihn und schlugen ihm von hinten mit einer Glasflasche auf den Kopf. Dadurch und durch einen Stoß fiel der Mann zu Boden und die drei Angreifer traten auf ihn ein.

Ins Krankenhaus gebracht

Erst als Passanten auf den Angriff aufmerksam wurden und dazwischen gingen, ließen die Täter von ihrem Opfer ab. Die Angreifer flüchteten in Richtung Goethe- und Forststraße. Da das Opfer eine blutende Platzwunde erlitt, wurde es in ein Krankenhaus gebracht.

Die Personenbeschreibung

Die drei Täter wurden vom Opfer und den Zeugen beschrieben. Demnach war eine der Personen etwa 20 bis 25 Jahre alt und 165 Zentimeter groß. Er hatte eine normale Figur und kurze blonde Haare. Bekleidet war er mit einer dunklen Hose, einer roten Sportjacke der Marke Adidas und einem roten Basecap.

Der zweite Täter ist ebenfalls zwischen 20 bis 25 Jahre alt. Er ist etwa. 175 Zentimeter groß und hat eine kräftige, durchtrainierte Figur. Er hat dunkle schwarze Haare, auffällig waren zwei größere Tunnel in den Ohren. Er trug eine blaue Jeans und ein dunkles T-Shirt.

Der dritte Angreifer soll, so wie die anderen beiden, zwischen 20 und 25 Jahre alt sein. Er ist ungefähr 180 Zentimeter groß und sehr schlank. Er hat kurze blonde Haare und war dunkel bekleidet.

Schlagstock gehört dem Opfer

Kurz darauf fand die Polizei einen Teleskopschlagstock in der Nähe. Es stellte sich heraus, dass dieser dem 35-jährigen Opfer gehört. Ob er bei dem Angriff eingesetzt wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gegen den 35-jährigen wurde eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz gefertigt.

Polizei sucht Zeugen

Für den Angriff am Nachmittag um 16 Uhr als auch für den Übergriff um 22 Uhr sucht die Polizei Zeugen. Wer Hinweise zum Sachverhalt hat oder etwas im Bereich des Märkischen Platzes oder der Forststraße gesehen hat, wendet sich an die Polizeiinspektion Havelland unter Telefon 03322-2750. Zeugen können auch das Hinweisformular im Bürgerportal unter www.polizei.brandenburg.de nutzen.

Von Joachim Wilisch

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