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Rathenow Stadt will Gewerbegebiet erschließen lassen
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17:34 15.08.2019
Blick auf das Gewerbegebiet an der B 188. Die Grünflächen hinter dem Parkplatz sind für Gewerbeansiedlungen vorgesehen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die freien städtischen Grundstücke auf der Südseite des Rathenower Bahnhofs sollen erschlossen und als Gewerbeflächen vermarktet werden. Die Mitglieder des Rathenower Wirtschaftsausschusses stimmten am Donnerstagabend einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung fällen am kommenden Mittwoch die Stadtverordneten.

Es geht um jene Grundstücke, auf denen bis zum Jahr 2008 das Betonwerk stand. Nach dem Abriss der Industrieruine wurde das Gelände beräumt. Unmittelbar hinter dem Fußgängerdurchgang zum Bahnhof entstand ein Parkplatz mit rund 160 Stellplätzen.

Im Jahr der Bundesgartenschau 2015 kamen auf einer provisorisch befestigten Fläche noch einmal 2700 Stellplätze für Buga-Besucher hinzu. Auf dieser Fläche wächst wieder Gras.

Hoffnung auf bessere Vermarktungschancen

„Mit der Erschließung wollen wir die Vermarktung der Gewerbeflächen forcieren“, sagt Rathenows Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann. Immer wieder hätten sich Interessenten bei ihm gemeldet. Aber dann einen Rückzieher gemacht, weil das Areal noch nicht erschlossen sei.

Mit rund 1,2 Millionen Euro beziffert Goldmann die Kosten für die Erschließung des knapp 40 000 Quadratmeter großen Geländes rechts und links des Viertellandsweges. Eine Förderung in Höhe von 60 Prozent sei möglich. Den Rest der Kosten bringt die Stadt auf. Unter anderem wird Geld aus dem Verkauf des Technologie- und Gründerzentrums verwendet.

Geld für Planung frei gegeben

Mit dem Beschluss am Mittwoch gaben die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses 105 000 Euro für Planungskosten frei. Sobald die Erschließung geplant ist, werde man die Förderanträge stellen, so Goldmann. Er gehe davon aus, dass die Erschließung bis spätestens Ende 2021 realisiert werde.

Der von Mitgliedern des Finanzausschusses ins Spiel gebrachten Variante, einen Teil der Gewerbefläche in Parkplätze umzuwandeln, erteilten die Mitglieder des Wirtschaftausschusses eine Absage. Man wolle die ohnehin nicht riesige Fläche nicht auch noch verkleinern, so der Tenor.

Der Parkplatz soll nicht nennenswert erweitert werden. Quelle: Markus Kniebeler-

Und die notwendige Änderung des B-Plans werde nicht nur Zeit, sondern möglicherweise auch Geld kosten, gab Olaf Thonke (CDU) zu bedenken. Denn es bestehe die Gefahr, dass die jetzt noch in Aussicht stehenden Förderquoten später nicht mehr in diesem Ausmaß in Anspruch genommen werden können.

Optionen für Parkplätze

Gleichwohl war sich der Ausschuss einig, dass man das Parkproblem im Blick behalten müsse. Zwar reichten die Stellplätze momentan noch. Aber wenn die Stadt, wie erhofft, Zuzügler aus dem Berliner Raum gewinne, werde sich die Zahl der Pendler erhöhen. Darauf müsse man reagieren können.

Alexander Goldmann sagte, die Stadt habe Flächen im Blick, auf denen mittelfristig Pkw-Stellplätze entstehen könnten. Vor allem auf der Südseite des Bahnhofes gebe es einige Optionen. Erste Vorverhandlungen mit Flächeneigentümern habe es bereits gegeben. Diese würden weiter geführt.

Von Markus Kniebeler

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