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Rathenow „Salve Jam“-Revival auf dem Rideplatz
Lokales Havelland Rathenow „Salve Jam“-Revival auf dem Rideplatz
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16:19 15.02.2019
Andrè Neidt, Niklas Zygowski und Enrico Schönfeld (v.r.) haben das große Werbebanner für den „Salve Jam“ an der neuen Skate-Anlage angebracht. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

 Ein großes Ereignis wirft in Rathenow seine Schatten voraus. Am 25. Mai soll sich in der havelländischen Kreisstadt die BMX-Szene Deutschlands treffen. Anziehungspunkt ist die neue Skate- und BMX-Anlage, die an diesem Tag mit dem Revival des „Salve Jams“ eingeweiht wird.

Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass der erste „Salve Jam“ in Rathenow stattfand. Der BMX-Wettbewerb sollte sich eigentlich in der havelländischen Kreisstadt etablieren, doch mit dem Aus der Skaterhalle auf der Magazininsel war es auch mit dem Wettbewerb vorbei.

Wiederbelebung des Wettbewerbs auf dem Rideplatz

Dank des neuen Freizeitplatzes, dem Rideplatz am Körgraben, soll nun die Szene und damit auch der Salve Jam wiederbelebt werden. „Wir wollen hier eine richtig große Veranstaltung aufziehen“, sagt André Neidt.

Salvejam zeigt Flagge ! 🏳💚🏴

Gepostet von Rideplatz Rathenow am Montag, 11. Februar 2019

Er ist beim Kreissportbund Havelland für die sportorientierte Jugendarbeit zuständig und gehört zu den Köpfen, die das Projekt Rideplatz maßgeblich vorangetrieben haben.

Einsatz für Skater- und BMX-Szene

Außerdem schlägt in seiner Brust ein BMXer-Herz. Als Teenager sprang der heute 25-Jährige selbst mit dem BMX über Rampen. Jetzt ist er unermüdlich im Einsatz, um die Skater- und BMX-Szene der Stadt wiederzubeleben.

So soll die Skateanlage auf dem Rideplatz irgendwann mal aussehen. Quelle: Stadt Rathenow

Gerade hat er mit Enrico Schönfeld das Banner, das einst für den Salve Jam in der Skaterhalle warb, an der neuen Anlage angebracht. Die etwa vier mal drei Meter große Werbung ist nicht zu übersehen und wirbt schon jetzt für den 25. Mai. Was steckt eigentlich hinter dem Namen Salve Jam?

„Salve war das Begrüßungswort in der Halle. Und ein Jam ist eine Art Wettbewerb, bei dem das Miteinander im Vordergrund steht. Es geht nicht ums Gewinnen, sondern darum zu zeigen, was man drauf hat“, erklärt Neidt.

„Salve Jam“, Jugendtag und Frühjahrsputz

Der „Salve Jam“ beginnt am 25. Mai um 9 Uhr auf dem Rideplatz.

Am Vormittag gibt es den Jam für Skater und Scooter-Fahrer.

Um 14 Uhr beginnt der BMX-Wettbewerb in der Amateur-Klasse.

Ab 17.30 Uhr messen sich die BMX-Profis auf den Rampen. Im Anschluss spielen Bands auf einer Bühne Livemusik.

Zudem soll in die Veranstaltung der Rathenower Jugendtag eingebunden werden.

Um den Platz für die anstehende Saison herzurichten, gibt es wieder einen Frühjahrsputz.

Dieser findet am 6. April statt und alle Rathenower sind eingeladen, dabei zu sein und gemeinsam anzupacken.

Profiklasse beim BMX

Zugleich betont er, dass am 25. Mai auch der Wettkampfgedanke nicht zu kurz kommt. Im Bereich BMX wird es zum Beispiel eine Profiklasse geben. Deren Teilnehmer müssen in einer bestimmten Zeit möglichst viele Tricks zeigen – je spektakulärer, desto besser.

Um hochkarätige Fahrer auf die Rampe zu locken, wird der Wettbewerb deutschlandweit ausgeschrieben und es soll ein Preisgeld winken. Die Veranstalter suchen gerade nach Sponsoren. Für den ersten Platz wird es 500 Euro geben, auch die Plätze zwei und drei werden entlohnt.

Etwas lockerer geht es bei den Scooter-Fahrern und Skatern zu. Sie zeigen am Nachmittag, was sie drauf haben. Eine Jury kürt den besten Fahrer.

Rathenow bekommt den „krassesten Skatepark Ostdeutschlands

Wenn alles klappt, soll noch vor dem „Salve Jam“ die Wand mit einem aussagekräftigen Bild verschönert werden. „Wir haben einen Aufruf in den Schulen gestartet. Unser Ziel ist es, dass jede weiterführende Schule acht Jungen und Mädchen auswählt, die im Rahmen eines Workshops mit dem Wand- und Illusionsmaler Enrico Schönfeld die Anlage aufhübschen“, so Neidt.

Die Motive bestimmt ebenfalls die Jugend. Jede Schule darf einen Entwurf einreichen, den Enrico Schönfeld mit den Kids umsetzt. Es wird also ein großes Gemeinschaftswerk, dass auch Platz für Sponsoren bietet. „Rathenower Unternehmen können sich auf der Wand verewigen. Die Kosten für die Werbung kommen dem Rideplatz zugute und helfen uns, die Anlage weiter auszubauen“, sagt Neidt.

Zugegeben, es wird noch ein wenig Zeit ins Land gehen, bis der Skatepark komplett ist. Bisher steht etwa ein Drittel der Anlage, der Rest folgt sobald es die finanzielle Lage erlaubt. „Wenn unser Park fertig ist, haben wir in Rathenow neben dem Mellow-Park in Berlin den krassesten Skatepark in Ostdeutschland und richtig was zu bieten“, sagt André Neidt stolz.

Von Christin Schmidt

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