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Rathenow Benefizkonzert in der Skaterhalle
Lokales Havelland Rathenow Benefizkonzert in der Skaterhalle
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18:00 22.12.2019
Die Skater zeigten bei ihrem Contest einige riskante Sprünge. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Mit einem Benefizkonzert am Samstagabend mit Bands und Musikern, die ihre Probenräume vor allem in den Askania-Werken haben, wollten die Skater und Rollerfahrer ihre „Halle 3.0“ zünftig einweihen und gleichzeitig deren Bestand – zumindest für die Wintermonate sichern.

Seit zwei Monaten nutzen Jugendliche und junge Skate- und Roller-Begeisterte die ehemalige Cafeteria der Askania-Werke für ihren Sport, um auch im Winter fahren zu können. Aber die monatliche Miete zusammenzubekommen ist für die jungen Leute schwierig. So entstand die Idee des Benefizkonzerts mit Skate Jam Contest.

Bei den Askania-Werken fand ein Skate-Contest mit Benefizkonzert statt.

Um 19 Uhr begann der Contest, bei dem fünf Skater aus der Region und sechs junge Rollerfahrer, vor allem mit ihrem letzten „Best Trick“, ihr Können zeigten. Bis zu insgesamt 100 Zuschauer verfolgten den Wettbewerb.

Für den Sieger Jacob aus Brandenburg/Havel stellte der „Street-Store“ ein neues Skateboard als Preis bereits. Christoph, gebürtiger Rathenower, aus Berlin auf Platz 2 und Stefan aus Rathenow als Dritter erhielten Ausrüstungsgegenstände für ihr Board. Bei den Rollerfahrern siegte Justin Dähne. Auf den Plätzen folgten Bennit Stimming und Sebastian Gottwald. Die drei Jugendlichen sind Rathenower.

Musik ab 21 Uhr

Ab 21 Uhr spielten Musiker der Askania-Werke, wie die Rapper von „Unterwelt Produktion“ und „Uff Achse Produktion“ sowie die Band „The Anulus“. Auch die Rathenower Band „Paralyzed“ unterstützte mit ihrem Auftritt das Benefizkonzert. DJ des Abend war DJ „Prin-Zi-Pell“ aus den Askania-Werken. Die monatliche Miete der 350 Quadratmeter großen Halle beträgt 500 Euro. „Der Vermieter ist uns entgegengekommen und hat sich bereit erklärt, die Summe, die heute zusammen kommt, als Miete für die nächsten drei Monate bis März 2020 zu akzeptieren“, so Musiker und Mitorganisator Julien Glapski.

„Die Jugendlichen und jungen Leute aus Rathenow und der Region brauchen solche (Frei)Räume sich zu treffen und Möglichkeiten ihren Sport auszuüben“, so Kevin Muhsold, Mieter der Skatehalle. Der Skater betreibt seit August in Rathenow, jetzt Am Körgraben, sein Geschäft „Street-Store“, das die passende Bekleidung für Skater, BMXer und Rollerfahrer und auch die entsprechende Ausrüstung anbietet.

Wichtige Angebote

Auch wenn der ältere „Durchschnitts-Rathenower“ dies nicht selbst nachvollziehen kann, sind solche finanziell erschwinglichen selbst organisierten Angebote – ob sportlich oder musikalisch, auch jenseits von kommerziellen Anbietern, für junge Leute wichtig – und in Rathenow leider immer noch zu wenig vorhanden.

In den früheren Askania-Werken haben junge Kreative preiswerte Räume angemietet, in denen sie sich verwirklichen können. „Der aktuelle Stand für die 15 Mieter in den Räumen der früheren Askania-Werken, vom Musiker bis zu Kreativen wie Designern, ist, dass wir zum Ende des Jahres 2020 auf der Straße sitzen, da danach die umfassenden Sanierungs- und Umbauarbeiten beginnen sollen“, so „The Anulus“-Sänger und Gitarrist Julien Glapski, der zur Aftershow-Party noch Tekkno auflegte.

Montag bis Sonntag geöffnet

„Die Halle 3.0“ ist Montag bis Sonntag, 15 bis 20 Uhr, geöffnet. Durchschnittlich zehn Jugendliche nutzen das tägliche Angebot. Ansprechpartner ist der Rollerfahrer Sean Gardner. In den letzten Monaten wurde der „Rideplatz“ am Körgraben mit viel Beteiligung der Rathenower zu einem generationsübergreifenden Sport- und Freizeitplatz gestaltet. Dazu gehört auch eine große Rampenanlage für Skater, BMXer und Rollerfahrer. Eine Erweiterung der großzügigen Anlage ist geplant.

Von Uwe Hoffmann

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