Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Schwedenhaus Böhne wird saniert
Lokales Havelland Rathenow Schwedenhaus Böhne wird saniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:16 18.04.2018
Der  Geschichtsforscher Hans-Jürgen Wodtke vor dem Schwedenhaus in Böhne.  Quelle: Norbert Stein
Böhne

Das „Schwedenhaus“ in Böhne wird saniert. Insgesamt stehen dafür 350 000 Euro zur Verfügung. Das teilte die Staatskanzlei Brandenburg in einer Presseerklärung mit. Das Geld stammt aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Wie die Treuhänderin des Vermögens – die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben – mitteilte, bekommen Projekte im Land Brandenburg insgesamt 31 Millionen Euro. Insgesamt werden 185 Millionen von der Bundesanstalt an alle Bundesländer ausgezahlt.

Für die Vergabe des Geldes an das Schwedenhaus ist das Ministerium der Finanzen zuständig, hieß es in der Mitteilung der Staatskanzlei.

Nicht das einzige Projekt

Das Schwedenhaus ist nicht das einzige Projekt, das in der Region profitiert. Der bei weitem größte Betrag wird von der Landesregierung in den Ausbau des Breitbandnetzes gesteckt, insgesamt sind es 18,1 Millionen Euro. Finanzminister Christian Görke sagte, das Geld werde noch im Laufe des Jahres an die Empfänger ausgezahlt. Für das Schwedenhaus können die Projektplaner ans Werk gehen.

Das Schwedenhaus im Jahre 1938.   Quelle: Repro Wodtke

Das alte Gutsverwalterhaus hat eine 350-jährige Geschichte. Die Enzyklopädie „Wikipedia“ schreibt dazu: Jacob Friedrich von Briest war einst kurfürstlicher Landrat des westhavelländischen Kreises. Im Herbst 1660 erteilte von Briest den Auftrag zum Bau eines neuen Herrenhauses auf dem Hof in Böhne. Das Haus wurde 1661 fertiggestellt. 14 Jahre danach soll sich dort der „Große Kurfürst“ aufgehalten haben, um Vorbereitungen zu treffen zur Befreiung Rathenows von den Schweden. Seither wird das Böhner Anwesen „Schwedenhaus“ genannt.

Später LPG-Verwaltung

Das Schwedenhaus wurde zur Zeit des letzten Besitzers, dem Generalfeldmarschall Günther von Kluge, vom Inspektor des Gutes bewohnt. In den 1960er Jahren zog die Verwaltung der LPG „Befreites Land“ Böhne in die Nordhälfte des Hauses ein. Neben der Verwaltung fanden auch die Betriebsküche und der Speiseraum für die Belegschaft der LPG in den Räumen Platz.

Der übrige Teil des Hauses wurde als Wohngebäude genutzt. Erst mit dem Neubau eines Verwaltungs- und Sozialtraktes Ende der 1970er Jahre am südlichen Dorfende von Böhne zog ein Teil des landwirtschaftlichen Betriebes aus dem Gebäude aus. Bis etwa 1990/91 dienten die Räume aber weiter als Büroräume für die Außenstelle der LPG Tierproduktion „Karl Marx“ Vieritz.

Von Joachim Wilisch

Der Verein Rathenower Tafel, der über 600 Menschen mit preisgünstigen Lebensmitteln versorgt, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Der Stadt liegt ein Antrag auf Unterstützung vor.

18.04.2018

Eine 25-Jährige musste sich vor dem Amtsgericht Rathenow wegen räuberischen Diebstahls verantworten. Obwohl eine Aufnahme der Überwachungskamera die Tat beweist, kam es nicht zu einer Verurteilung.

17.04.2018

Mitglieder des Rathenower Bildungsausschusses haben sich im Jugendhaus Oase umgesehen. Von der Einrichtung und dem pädagogischen Konzept waren sie sehr angetan.

17.04.2018