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Rathenow Bauarbeiten an der L 96 haben begonnen
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18:12 25.02.2020
Teilziel erreicht: Jürgen Albrecht, Mitstreiter der Bürgerinitiative, an der Baustelle in Wilhelminenhof. Markus Kniebeler
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Böhne

Viel hätte nicht gefehlt, und Jürgen Albrecht wäre dem Straßenbauer um den Hals gefallen. Doch dann beließ der Mann aus Rathenow-West es doch bei einem dankbaren Händeschütteln.

Wenn man den langen Kampf der Bürgerinitiative Böhne, der Jürgen Albrecht angehört, kennt, kann man die Freude verstehen. Seit dem Jahr 2016 setzen sich die Mitglieder der BI dafür ein, dass die Bushaltestellen an der L 96 in den Böhner Ortsteilen Wilhelminenhof und Ludwigshof befestigt werden und dass zwischen diesen ein Gehweg angelegt wird. Mehrfach wurde das Vorhaben verschoben. Allein der Hartnäckigkeit der BI ist es zu verdanken, dass der Plan jetzt in die Tat umgesetzt wird.

Bauzeit von drei bis vier Wochen

Die Arbeiten haben vor einer Woche begonnen. In den kommenden drei bis vier Wochen werden die vier Bushaltestellen (zwei in Wilheminenhof, zwei in Ludwigshof) mit Betonpflaster befestigt. Die Bushaltestelle auf der östlichen Straßenseite in Wilhelminenhof erhält außerdem ein Buswartehäuschen.

Der Verlauf der Gehwegtrasse ist schon gut erkennbar. Quelle: Markus Kniebeler

Zwischen den Haltestellen Wilhelminenhof und Ludwigshof wird auf der östlichen Straßenseite ein Fußweg angelegt. Die Trasse ist schon gut zu erkennen. Sie verläuft unterhalb der Böschungskante. Der Weg wird 1,20 Meter breit und rund 400 Meter lang. Befestigt wird er mit einer wassergebundenen Decke, der auch Frost und Regen nicht so schnell zusetzen.

Erleichterung bei der Bürgerinitiative

„Wir sind sehr froh. Endlich haben wir etwas für die Sicherheit der Kinder erreicht, die von hier mit dem Bus zur Schule fahren“, sagt Jürgen Albrecht. Und auch alle anderen Bürger aus den beiden Böhner Ortsteilen würden von der Investition profitieren.

Die Kosten für die Befestigung der vier genannten Bushaltestellen in Höhe von 70 000 Euro übernimmt der Landesbetrieb Straßenwesen, der für die Unterhaltung der L 96 zuständig ist. Die Stadt Rathenow gibt 50 000 Euro für den Bau des Gehweges. Außerdem wird sie sich künftig um Pflege und Unterhaltung desselben kümmern.

Seit dem vergangenen Mittwoch wird an der Trasse gearbeitet. Quelle: Markus Kniebeler

Auch wenn die Freude über das Bauvorhaben groß ist – die Bürgerinitiative ist noch nicht am Ziel ihrer Träume. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass zwischen Rathenow-West und Böhne ein straßenbegleitender Radweg entsteht“, kündigt Jürgen Albrecht an. Denn für Radler sei die Fahrt auf der Landesstraße lebensgefährlich.

Albrecht und seine Mitstreiter wissen, dass es schwierig sein wird, dieses Ziel zu erreichen. Denn für den Bau eines Radweges ist allein der Landesbetrieb Straßenwesen zuständig. Verantwortliche Mitarbeiter desselben haben in den vergangenen Jahren mehr als einmal zu erkennen gegeben, dass der Bau eines Radwegs entlang der L 96 kein Thema sei. Nicht jetzt und auch nicht in den kommenden Jahren.

Kampf für einen Radweg

Jürgen Albrecht hat dafür kein Verständnis. An Abschnitten der Landesstraße zwischen Böhne und Rathenow gebe es ja schon einen Radweg. „Es müsste nur noch eine Lücke von rund anderthalb Kilometern geschlossen werden“, sagt er. „Das kann doch nicht das Problem sein.“

Eine Initiative der Stadt Rathenow, mit den Grundstücksbesitzern über einen Ankauf der für den Radwegbau notwendigen Flächen zu verhandeln, droht indes zu scheitern. Von 24 angeschriebenen Eigentümern haben sich zwar erst acht zurückgemeldet. Aber zwei haben bereits erklärt, kein Land abtreten zu wollen. Damit die Initiative der Stadt Erfolg hat, müssen aber aller Eigentümer einem Verkauf zustimmen.

Von Markus Kniebeler

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