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Rathenow Bündnis für Familie feiert zehnjähriges Bestehen
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15:32 08.05.2019
Ausgezeichnet wurden, von links: Inge Radtke, Manuela Neubüser, Petra Herbrich und Guido Panschuk. Daneben Matthias Seils und Christine Schneider vom Bündnisbüro. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Das Bündnis für Familie Westhavelland hat am Mittwoch seine Netzwerkpartner in den Saal der Alten Mühle am Schwedendamm eingeladen, um sein zehnjähriges Bestehen zu feiern. Bündnissprecher Guido Panschuk erinnerte daran, dass das Bündnis genau vor zehn Jahren an der gleichen Stelle gegründet worden war.

Am 8. Mai 2009 hatten sich Vertreter von Landkreis, Stadt Rathenow und vom Verein Kleeblatt zusammengefunden, um ein Netzwerk zu gründen, das die Situation der Familien vom Kleinkind bis ins hohe Alter verbessern soll.

Bündnis-Schirmherr, Bürgermeister Ronald Seeger, Quelle: Bernd Geske

„Die Stärkung der Familienfreundlichkeit hat uns zusammengeführt“, resümierte Guido Panschuk. Mehr als 30 Netzwerkpartner gebe es heute. Das seien Vereine, Unternehmen, Institutionen und auch Privatpersonen. Im Bündnisbüro laufen alle Fäden zusammen, es sei gelungen, eine Anlaufstelle für alle ratsuchenden Menschen zu schaffen.

Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), der von Anfang an Schirmherr des Bündnisses ist, sagte: „Es ist einzigartig, was hier geleistet worden ist.“ Er freue sich, dass so viele Partner gewonnen werden konnten, um Kinder und Jugendliche zu begleiten und zu beschützen.

Minister Stefan Ludwig. Quelle: Bernd Geske

Als Ehrengast war Stefan Ludwig (Linke), Minister für Justiz, Europa und Verbraucherschutz, gekommen. Er habe sich im Kabinett für diesen Termin gemeldet, teilte er mit, weil er auch schon einmal so ein Bündnis mitgegründet habe. In Königs Wusterhausen sei das gewesen.

Er sei gekommen, sagte der Minister, um den Akteuren hier Mut zu machen und ihnen mitzuteilen, dass ihr Engagement in der Landesregierung gesehen werde. Man fördere eine Landesvernetzungsstelle für die Bündnisse, sagte er, und hoffe, dass auch das Rathenower Netzwerk schon unterstützt worden sei. Das hiesige Bündnis für Familie, so lobte er, leiste einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft.

Der Festsaal in der Alten Mühle. Quelle: Bernd Geske

Die Festveranstaltung wurde genutzt, um vier langjährige Bündnis-Akteure zu ehren. Nach vorn gerufen wurde Manuela Neubüser, die sich 2009 als Vorsitzende des Vereins Kleeblatt bereit erklärt hatte, das Bündnis als Träger zu übernehmen. Geehrt wurde Petra Herbrich, die vor zehn Jahren als Vertreterin der Stadt das Bündnis mit aus der Taufe gehoben hat und es heute noch – nun im beruflichen Ruhestand –weiter unterstützt.

Beginn der Biberburgen

Inge Radtke rief man nach vorn, weil sie dabei mitgewirkt hat, eines der ersten Projekte aus der Taufe zu heben. Sie wirkte mit bei Gründung von „Notinseln“, wo Kinder Hilfe finden können. Etwas später gab es eine Überleitung in das Biberburg-Projekt. In vielen Orten im Westhavelland und in Havelberg gibt es mittlerweile 172 Biberburgen. Das sind Geschäfte, Institutionen und andere, die nach außen an ihren Räumen mit einem Biberburg-Logo gekennzeichnet sind, das anzeigt, dass Kinder in Not dort Hilfe bekommen.

Nicht zuletzt erhielt Bündnissprecher Guido Panschuk ein kleines Ehrengeschenk. Als 2014 ein neuer Träger gesucht wurde, hatte er als Geschäftsführer des Diakonischen Werks Havelland die Verantwortung übernommen. „Das passt zu uns“, sagte er, „weil wir die Interessen von sozial Benachteiligten vertreten.“

Von Bernd Geske

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