Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Café im Kaiserbahnhof eröffnet
Lokales Havelland Rathenow Café im Kaiserbahnhof eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:39 15.08.2019
Olaf Thonke mit den Mitarbeiterinnen Claudia Lubosch (li.) und Astrid Suslik im neu eröffneten Kaiserbahnhof-Café. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Kaiserbahnhof ist am Donnerstag nach umfangreichen Umbauarbeiten wieder eröffnet worden. Und während man an der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes kaum eine Veränderung bemerkt, ist das Innere nicht wiederzuerkennen.

Cafébereich mit 20 Plätzen

Die Bäckerei Thonke hat hier eine neue Filiale eröffnet. Zwar gab es vor dem Beginn des Umbaus Anfang Mai im östlichen Teil des Gebäudes bereits einen schmalen Verkaufsladen der Rathenower Bäckereikette. Doch nun wird auch der hintere Bereich des Gebäudes, der jahrelang leer stand, genutzt.

Entstanden ist ein schmuckes Café. Neben dem großzügigen Tresen, an dem man das gesamte Sortiment an Brot- und Backwaren erwerben kann, gibt es einen Café-Bereich mit 20 Plätzen.

Außenterrasse wird noch gebaut

Historische Stadtansichten an den Wänden erinnern daran, dass man sich an einem geschichtsträchtigen Ort befindet. Und wenn Ende der kommenden Woche die Außenterrasse mit 16 Plätzen eröffnet wird, dann ist das Bahnhofscafé komplett.

Historische Stadtansichten zieren die Wände. Quelle: Markus Kniebeler

Bis Ende August ist das Café werktags von 4.30 bis 18 Uhr geöffnet. Ab September werden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Dann wird es im Kaiserbahnhof an allen sieben Wochentagen Café- und Bäckereibetrieb geben. Zu den Werktagen kommt die Öffnung am Wochenende (ab 7 Uhr) hinzu.

Sonntagsöffnung ab September

Firmenchef Olaf Thonke setzt natürlich auf die Pendler, die den Kaiserbahnhof täglich passieren und sich mit einem Kaffee und Backwaren für den Tag rüsten wollen. Und er erhofft sich vor allem von der Sonntagsöffnung ein gutes Geschäft.

Klar ist, dass mit dem Umbau der ehrwürdige Bahnhof wieder in Gänze bewundert werden kann. Denn die hinteren Räume, in denen im Bugajahr eine Servicestelle der Gartenschau sowie ein Radverleih untergebracht waren, standen seit dem Ende der Blumenschau leer.

An der Außenterrasse wird noch gebaut. Sie soll Ende der kommenden Woche fertig werden. Quelle: Markus Kniebeler

Errichtet wurde der Bahnhof im Jahr 1913. Anlass war das preußische Prinzenpaar. Ernst August III. von Hannover, verheiratet mit Victoria Luise, Tochter von Kaiser Wilhelm II, war zur damaligen Zeit Offizier bei den Rathenower Zietenhusaren. Während seiner Stationierung war das Prinzenpaar in einer Villa in der damaligen Derfflingerstraße (heute: Friedrich-Engels-Straße) untergebracht. Und weil das Paar mit dem Zug anzureisen pflegte, musste ein standesgemäßer Bahnhof her.

Bau im norwegischen Stil

Der Rathenower Stadtbaurat Johann Friedrich Sprotte erhielt den Auftrag zum Bau des Bahnhofs. Mit dem Holzgebäude im norwegischen Stil wollte er Kaiser Wilhelm eine Freude machen, der als Freund der skandinavischen Architektur bekannt war.

Der Umbau des Bahnhofs zum Café wurde eng mit dem Denkmalschutz abgestimmt. „Ohne diese gute Vorabstimmung wäre es wohl kaum gelungen, den Umbau innerhalb von 13 Wochen zu bewerkstelligen“, sagt Olaf Thonke. Schön, dass es geklappt hat.

Von Markus Kniebeler

Sechs der sieben Bewerber um ein Direktmandat im Landtagswahlkreis 4 kommen am Mittwoch, 21. August ab 18.30 Uhr zu einem MAZ-Talk in die Musikschule (Mühle, Schwedendamm beim Optikpark). Dann haben die Leser der Märkischen Allgemeinen die Gelegenheit, die Bewerber zu befragen.

15.08.2019

Mittwoch – Markttag in Rathenow. Die Gelegenheit für Bewerber um ein Direktmandat für den Landtag, im Wahlkampf auf viele Leute zu treffen. Diesmal trafen sie auch auf die MAZ-Wahlreporter Hannah Rüdiger und Ansgar Nehls. Und da gab es viel zu erzählen.

14.08.2019

Vor zehn Jahren gründeten Geschichtsinteressierte den Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow. Das Vereinsziel – Gründung und Betrieb eines Heimatmuseums – ist noch nicht erreicht. Aber ein Stück näher ist man ihm schon gekommen.

14.08.2019