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Rathenow Detlef Frenkel stellt im Rathaus aus
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12:00 29.03.2019
Bilder zu rahmen für die Ausstellung ist gegenwärtig eine ständige Beschäftigung von Detlef Frenkel und Uta Tietz. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Der Rathenower Maler Detlef Frenkel (57 Jahre) zieht bald ins Rathaus ein. Fast genau ein Jahr ist es her, dass er bei der letzten Frühlingsgalerie von den Besuchern unter allen an dem Tag im Stadtzentrum ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern für ein Bild die meisten Stimmen bekam. Es ist noch eine junge Tradition, dass die Siegerin oder der Sieger der Frühlingsgalerie im folgenden Jahr mit einer Einzelausstellung im Rathaus gewürdigt wird.

Das Gewinnerbild ist ein Blick von Westen über die Stadthavel hinweg zur Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Öl auf Leinwand, einen Meter mal 1,60 Meter groß. Schönes Backsteinrot, Wasserspiegelung, fast wolkenfreier strahlender Himmel. Detlef Frenkel hat es gemalt als einen Beitrag zur Ausstellung des Karl-Mertens-Kunstvereins 2016 im Kulturzentrum zur 800-Jahr-Feier der Stadt. Die alte Stadtansicht hängt jetzt bei der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft KWR in der Berliner Straße.

Das Gewinnerbild, eine alte Stadtansicht. Quelle: privat

An diversen Gemeinschaftsausstellungen hat sich Detlef Frenkel schon beteiligt, die Präsentation im Rathaus wird nun seine erste Einzelausstellung sein. Über 60 Bilder wird er auf dem Flur der dritten Etage zeigen, die konkrete Anzahl wird noch entschieden. Weil es eine Werkschau seiner Arbeiten von Anfang an sein soll, hat der Maler ihr den Titel „Vom 1. Pinselstrich an“ gegeben.

Detlef Frenkel wurde in Rathenow geboren und wuchs in Premnitz auf. Er ging in die Südschule, die später noch mehrere andere Namen bekam. Man kennt sie heute als Oberschule. Er hat im Chemiefaserwerk Maurer gelernt und war bis 1988 dort in dem Beruf tätig. Er arbeitete später in verschiedenen Baubetrieben, verlor auch mal den Job und war arbeitslos. Im Jahr 2000 hat der Amtsarzt ihm dann schriftlich bescheinigt, dass sein Rücken kaputt ist und er auf dem Bau nicht mehr arbeiten kann.

Wird ausgestellt: Frau im Garten, nach Monet. Quelle: Bernd Geske

Wie er sagt, ist es seine langjährige Lebensgefährtin Uta Tietz gewesen, die ihm den ersten Anstoß gab, sich intensiver der Malkunst zu widmen. In der Schulzeit habe er mal ein bisschen gezeichnet, erinnert er sich, aber sonst habe er in der Jugend und als junger Mann mit dem Malen nichts am Hut gehabt.

Zunächst habe er viel übers Malen gelesen, erzählt Detlef Frenkel. In Büchern und im Internet. Später hat er sich an einem Internetforum der Branche beteiligt – und wurde schließlich sogar dessen Administrator.

Dynamik in Grün: Der Bullenreiter. Quelle: Bernd Geske

Im Jahr 2007 hat er den Weg zum Karl-Mertens-Kunstverein in die Semliner Straße gefunden und begonnen, den Malkreis aufzubauen, dessen Leiter er ist. Jeden Dienstag und Donnerstag treffen sich die Mitglieder des Malkreises von 13 bis 18 Uhr in der Stadtgalerie an der Berliner Straße. „Der Malkreis hat mir sehr viel gebracht“, teilt Detlef Frenkel mit. Wer dort hinkomme, könne durch den freien Gedankenaustausch für sein eigenes Schaffen etwas mitnehmen.

Neben der Vorsitzenden Anette Mertens ist er stellvertretender Vorsitzender des Karl-Mertens-Kunstvereins. Seine Lebensgefährtin Uta Tietz ist die Schatzmeisterin. Schon bald hat Detlef Frenkel eine tragende Rolle gespielt bei den alljährlichen Sommersymposien des Kunstvereins.

Beim Sommersymposium Karl-Mertens-Kunstvereins. Quelle: Bernd Geske

Detlef Frenkel und Uta Tietz verbringen in diesen Tagen viel Zeit mit dem Rahmen der für die Ausstellung ausgewählten Bilder. Sie wird am Mittwoch, dem 10. April, um 15 Uhr von Bürgermeister Ronald Seeger eröffnet.

Der Künstler arbeitet sehr vielseitig. Unter den Bildern, die er ausstellen wird, werden die meisten Ölgemälde sein. Er zeigt aber auch Aquarelle, Kohlezeichnungen, Pastellkreidezeichnungen und grobe Spachtelarbeiten.

Zum Reinbeißen: Ein Stillleben mit Obst. Quelle: Bernd Geske

Seine neueren Spezialitäten der letzten Jahre sind Bilder, die er mit Metallfarben und Oxidationsmitteln malt. „Experimente“ sagt er dazu. Die metallischen Bestandteile reagieren mit den Untergründen, kriegen dadurch eine Patina oder setzen Rost an. Sie werden dadurch manchmal gewöhnungsbedürftig grün oder braun – und sehen „ganz besonders“ aus.

In der Stadtgalerie: Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Patina-Farben. Quelle: Bernd Geske

Einige wenige Arbeiten im Stil der „Pooring“-Technik werden auch zu erleben sein. Detlef Frenkel mischt hierbei Acrylfarben mit Leim und Silikonöl, wodurch die Farben verlaufen, ohne sich zu vermischen.

Es seien vor allem die Abwechslung und die Fülle der Möglichkeiten, die ihn am Malen faszinieren, hat der Künstler festgestellt. Stundenlang könne er vor der Leinwand sitzen und so „schön entspannen“. Nicht selten vergesse er dabei völlig die Zeit – und die Mahlzeiten auch.

Von Bernd Geske

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