Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Drei Jahre Nähzirkel beim Bündnis für Familie
Lokales Havelland Rathenow Drei Jahre Nähzirkel beim Bündnis für Familie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 16.05.2019
Der Nähzirkel des Bündnisses, von links Otto Stache, Gerlinde Frei, Marlies Gericke, Stefanie Traffehn, Karin Geisler und Katrin Gebauer. Quelle: foto: Bernd Geske
Rathenow

 Sogar Minister Stefan Ludwig nannte den Nähzirkel, als er vor wenigen Tagen auf der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Bündnisses für Familie im Westhavelland sprach. Dieses Netzwerk ist angetreten, um die Situation der Familien zu verbessern. Ein kleiner Baustein ist der Nähzirkel, den es seit drei Jahren gibt.

Das Bündnis für Familie im Westhavelland hat einen Nähzirkel, in den alle Ideen einbringen und sich gegenseitig helfen.

Alle zwei Wochen montags treffen sich derzeit sieben Frauen und ein Mann um 16.30 Uhr im Bündnisbüro in der Berliner Straße 83. Gegründet wurde die Gruppe von Karin Geisler, die früher mal zwei Jahre Bündniskoordinatorin war. Schon als Kind habe sie gern genäht, berichtet sie. Als sie in Rente gegangen sei, habe sie einen Teil ihrer freien Zeit der Gesellschaft schenken wollen. Das Nähen als ihr jahrzehntelanges Hobby habe sich angeboten.

Die Anfänge waren aus technischer Sicht gar nicht so schwer. Von verschiedensten Stellen waren bald sieben Nähmaschinen gespendet worden. „Wir bekamen auch jede Menge Stoffe und Nähzubehör“, berichtet Karin Geisler. Elfriede Krauß aus Premnitz hob sie besonders hervor, die zweimal dem Zirkel großzügige Spenden zukommen ließ.

Auf geht’s. Karin Geisler legt einen Faden ein. Quelle: Bernd Geske

Ursprünglich hatte Karin Geisler den Nähzirkel gegründet, um mit Mädchen und Jungen Handarbeiten zu machen. Das hat sich nicht verwirklichen lassen, weil die Kinder nicht kamen. Heute ist die Gruppe eine Gemeinschaft von Erwachsenen. Der Beginn wurde auf 16.30 Uhr gelegt, damit Berufstätige mitmachen können.

Am Anfang einfache Sachen

Wenn jemand neu dazu kommt, werden meist einfache Sachen gemacht. Gerlinde Frei zum Beispiel, die erst seit kurzem dabei ist, hat einen Einkaufsbeutel genäht – weil der gerade Nähte hat. Sie gab ihm aber auch ein Herzchen-Dekor und innen ein Futter, damit es nicht gar zu leicht wird.

Rucksackbeutel, Schlampertäschchen, Schlafpuppen, Kissenbezüge und Körbchen sind typische Erzeugnisse. Traditionell liefert der Nähzirkel jedes Jahr eine Reihe von Preisen, die bei der Tombola auf dem alljährlichen Familienfest des Bündnisses verlost werden. Sonnabend, den 18. Mai, wird von 14 bis 18 Uhr auf dem Schleusenplatz wieder gefeiert.

Hosen, Ärmel, Reißverschlüsse

Zu Ostern und Weihnachten werden passende Deko-Artikel geschneidert. Hosen und Ärmel kürzen, Reißverschlüsse einnähen, Kleidung passend machen. Das gehört zum Standardprogramm. Eine Frau hat sich einen Wickelrock genäht und der Mann denkt über einen selbst genähten Anzug nach. Beim Awo-Ortsverein ist eine Schneiderin, die für Bedarfsfälle ihre Unterstützung zugesagt hat.

Das nächste Mal trifft sich der Nähzirkel am 27. Mai. „Wir sind eine gute Truppe, in der wir alle Ideen einbringen und uns gegenseitig helfen“, resümiert Karin Geisler. Wer Interesse habe, soll einfach vorbei kommen.

Von Bernd Geske

Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin ist ein Wahrzeichen der Hauptstadt. Entwickelt und hergestellt wurde sie in Rathenow. Erich John, Designer der Uhr, wäre nun bereit für die Stadt Rathenow eine Miniversion der Uhr auszurechnen.

16.05.2019

Für Rathenows Stinknormale Superhelden geht ein großer Wunsch in Erfüllung. Nach fast sieben Jahren Engagement für Umwelt-, Tierschutz und soziale Projekte haben sie einen Verein gegründet, der vom Landkreis unterstützt wird.

15.05.2019

Früher war „Pro Rathenow“ die einzige Wählergemeinschaft, die Stadtverordnete in Rathenow entsendete. Seit es „Pro Rathenow“ nicht mehr gibt, haben die Freien Wähler den Platz eingenommen.

15.05.2019