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Rathenow Dunckerschüler bemalen die Spielschlange „Wanda“
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17:58 02.05.2019
14 Mädchen und Jungen von der Dunckeroberschule bemalen die Spielschlange „Wanda“ auf dem Märkischen Platz in Rathenow neu.
14 Mädchen und Jungen von der Dunckeroberschule bemalen die Spielschlange „Wanda“ auf dem Märkischen Platz in Rathenow neu. Quelle: fotos: Bernd Geske
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Rathenow

 Kalt ist’s und der Wind pfeift unangenehm. Das erschwert den 14 Mädchen und Jungen von der Dunckeroberschule natürlich die Arbeit, hält sie aber nicht von ihrem Vorhaben ab. Am Donnerstag und Freitag bemalen sie die Spielschlange „Wanda“ auf dem Märkischen Platz neu.

Am Donnerstag und Freitag bemalen 14 Mädchen und Jungen von der Dunckeroberschule die Spielschlange „Wanda“ auf dem Märkischen Platz neu.

Weil die erste Bemalung aus dem Jahr 2015 nicht mehr schön aussah, hatte die Stadt einen Wettbewerb ausgerufen. Jens Hubald, Sachgebietsleiter Stadtentwicklung, hatte die drei weiterführenden Schulen Rathenows angeschrieben und um Gestaltungsvorschläge gebeten.

Am Ende beteiligte sich nur die Dunckeroberschule. Von den 17 ausgewählten Entwürfen, die auf ihrer Berufemesse Ende März zur Abstimmung gestellt wurden, gewann der Gestaltungsvorschlag von Rosella Abdo aus der Klasse 10a mit Vorsprung. Die Stadt hatte keinen Preis ausgesetzt. Es lockte nur die Ehre, dass die Schule des Siegerentwurfes die Spielschlange neu bemalen durfte.

Rosella Abdo, deren Entwurf gewonnen hat. Quelle: Bernd Geske

Förderlich für den Gestaltungswunsch der Stadt hatte sich ausgewirkt, dass der Rathenower Malermeister Ron Brüggemann ankündigte, kostenfrei Farben, Rollrüstungen und Werkzeug zur Verfügung zu stellen und für die fachlich korrekte Ausführung zu sorgen. Am Montag und Dienstag hatte er mit zwei Angestellten die alte Bemalung angeschliffen, die Schlange gesäubert und eine neue Grundierung gestrichen.

Die reine Neubemalung sollte aber ausdrücklich die Arbeit der Mädchen und Jungen sein. Da die farbliche Gestaltung sehr abwechslungsreich ist, mussten viele, viele Meter Klebeband aufgebracht werden, um saubere Übergänge zu erhalten.

Der Entwurf, der nun ausgeführt wird. Quelle: Bernd Geske

Man erkennt an den beiden Enden Klaviertasten, weil Rosella gern Piano spielt. Die beiden großen mittleren Bögen stellen gebackene Kringel mit Schoko- bzw. Zuckerguss dar, weil Rosella sie schätzt. Außerdem hat sie noch einen Regenbogen mit eingearbeitet, weil der so schön bunt ist.

„Das ist nicht wenig Arbeit“, hat Ron Brüggemann gesagt. Je nachdem, ab wann die Wetterfarbe deckend sei, müssten mehrere Schichten Farbe gestrichen werden. Wenigstens zwei.

Malermeister Ron Brüggemann. Quelle: Bernd Geske

Die Dunckeroberschule ist mit einem bunten Team angerückt. Rosella Abdo ist selbst auch mit dabei, musste am Donnerstag aber erst mal ihre schriftliche Englischprüfung erledigen. Sie hat zum Märkischen Platz dann ihre Schwester und eine Freundin mitgebracht. Lehrerin Ute Schönwald rückt mit vier Achtklässlern aus ihrem Förderneigungsunterricht Kunst an. Lehrerin Jana Brandstäter muss die Zahl ihrer Siebklässler auf sieben begrenzen. Viel mehr wollten mitmalen, aber das wäre zu voll geworden.

Die 13-jährige Fiona Hanisch aus der Klasse 7b hat sich freiwillig gemeldet. Sie wollte mal ausprobieren, wie die Arbeit als Malerin so sei, erklärt sie. Einfach sei es nicht, hat sie festgestellt. Man müsse sehr sorgfältig sein, es sei kalt und anstrengend –aber interessant sei es auf jeden Fall. Schön für sie zu wissen, dass die Kinder bald eine neu bemalte Spielschlange haben.

Das ganze Team. Quelle: Bernd Geske

Jens Hubald von der Stadtentwicklung zeigt sich sehr zufrieden. Von Anfang an sei vorgesehen gewesen, dass sich Kinder und Jugendliche beteiligen sollen, betont er erfreut. Er sei sehr froh, dass ein so schöner Entwurf ausgewählt worden sei. Und dass die Schülerinnen und Schüler bei der Bemalung helfen, das sei noch viel besser.

Von Bernd Geske