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Rathenow Durchgang zum Körgraben bleibt offen
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15:12 02.01.2019
Der Durchgang zum Körgraben ist wieder offen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Als die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) im vergangenen Herbst den Durchgang vom Märkischen Platz zum Körgraben mit einem massiven Tor versperren ließ, da schieden sich an dieser Maßnahme die Geister. Die einen – darunter vor allem die Mieter der KWR-Gebäude in der Berliner Straße – freuten sich, dass der Vandalismus in dem Durchgang und auf den rückwärtig gelegenen Parkflächen eingedämmt wurde. Die anderen beklagten, dass Fußgängern und Radlern wegen des versperrten Tors der direkte Weg vom Stadtzentrum zum Körgraben versperrt werde und stattdessen Umwege zu nehmen seien.

Vor einigen Wochen hat sich das Blatt gewendet – zugunsten der Befürworter einer freien Passage. Das stählerne Tor wurde ausgebaut, der Durchgang vom Märkischen Platz zum Körgraben kann nun wieder genutzt werden. Und zwar 24 Stunden am Tag.

Entscheidung mit der KWR abgestimmt

Die Demontage des Tores sei in enger Abstimmung zwischen der Rathenower Verwaltung und der KWR erfolgt, erklärte Bürgermeister Ronald Seeger am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage. Vor allem rechtliche Bedenken hätten die Verantwortlichen bewogen, den Weg wieder zugänglich zu machen.

Zum einen handele es sich bei dem Durchgang, der zwischen zwei KWR-Blöcken hindurchführt, um einen öffentlich gewidmeten Weg. Das habe eine Nachprüfung ergeben. Ein für die öffentliche Nutzung vorgesehener Weg könne aber nicht einfach dicht gemacht werden. Deshalb sei das Tor abgebaut worden.

Demontage aus finanziellen Gründen

Der zweite Beweggrund für den Abbau des Tores ist nach Auskunft des Bürgermeisters finanzieller Art. Sowohl der am Körgraben vorbeiführende Fußweg, der auf die Berliner Straße mündet, als auch die Pkw-Stellflächen und Parkanlagen hinter dem KWR-Riegel in der Berliner Straße seien vom Land Brandenburg mit öffentlichem Geld gefördert worden.

„Wenn man den Weg an der besagten Stelle sperrt, besteht die Gefahr, dass dieses Fördergeld zurückgezahlt werden muss“, sagt Seeger. Denn das Land habe die Herrichtung des Wegs und des angrenzenden Geländes unter der Maßgabe unterstützt, dass sie öffentlich genutzt werden. Diese Voraussetzung sei mit einer Absperrung gefährdet.

Ob nach der Demontage des Tores die unschönen Vorfälle – vor allem Jugendliche hatten in dem Bereich herumgelungert, gelärmt und randaliert – wieder zugenommen haben, ist nicht bekannt. Vorfälle dieser Art kommen aber in der kalten Jahreszeit erfahrungsgemäß ohnehin nicht so oft vor.

Unübersehbar sind allerdings einige frische Schmierereien an Wänden der KWR-Gebäude in diesem Bereich. Aber diese wären höchstwahrscheinlich auch durch einen geschlossenen Zugang nicht verhindert worden.

Von Markus Kniebeler

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