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Rathenow Einblicke in die westhavelländische Kunstwelt
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06:26 07.05.2018
Ute Arndt (r.) begrüßte interessierte Besucher im „Offenen Atelier“ im Rathenower Kulturzentrum. Quelle: Uwe Hoffmann
Westhavelland

In diesem Jahr beteiligten sich im Westhavelland 20 Ateliers in neun Orten am ersten Maiwochenende am Tag des offenen Atelier, dem Kooperationsprojekt des Arbeitskreises der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg.

Künstler in Landin, Bahnitz, Zollchow, Galm, Milow, Premnitz, Wolsier, Gülpe und Rathenow öffneten ihre Ateliers, Galerien und Werkstätten.

Zwischen 11 und 18 Uhr konnten Interessierte an beiden Tagen erleben, wie vielfältig sich der Mensch künstlerisch ausdrücken kann. Die Rathenowerin Ute Arndt, die 2005 die Malerei für sich entdeckte, lud ins Atelier im Kulturzentrum ein.

Ute Arndt experimentiert mit Acryl und Mischtechnik

„Nach Anfängen mit Aquarell hatte es mir die Ölmalerei angetan“, erzählte Arndt. „Durch das Malen mit Acryl konnte ich mich dann auch abstrakter ausdrücken. Ich lerne immer wieder gern Neues.“

Zum Künstlerwettbewerb der Frühlingsgalerie im letzten Jahr wählten die Rathenower Ute Arndts „Blütenschimmer“, ihr zweites Bild, dass sie je in Acryl-Mischtechnik fertigte, zum Siegerbild.

2018 beteiligten sich im Westhavelland 20 Ateliers in neun Orten am ersten Maiwochenende am Tag des offenen Ateliers. Künstler in Landin, Bahnitz, Zollchow, Galm, Milow, Premnitz, Wolsier, Gülpe und Rathenow öffneten ihre Ateliers, Galerien und Werkstätten.

Am Aktionstag experimentierte sie gerade mit Acryl und einer Mischtechnik mit Gaze und Schnüren als Klaus Neumann vorbeischaute.

„Heute haben Schüler im Kunstunterricht vielfältigste Möglichkeiten. Sie können in der Stadt verschiedene Ateliers besuchen oder an Workshops teilnehmen“, so der Lehrer, der bis circa 1990 in Rathenow Kunst unterrichtete.

„Und durch das Internet können sie gar nahezu jede Galerie auf der Welt besuchen“, ergänzte Ute Arndt. Gemeinsam mit Jordis Hammer und Annelie Knobloch gründete sie 2016 das „Offene Atelier im Kulturzentrum“. Seit 2015 ist sie Mitglied der KünstlerGruppe Altmark.

Jordis Hammer begrüßte ihre Gäste in der „Kreativoase“, ihrem Atelier in Gülpe und Annelie Knobloch öffnete die Türen des Kunstateliers der Freien Musik- und Kunstschule TonArt am Körgraben.

Begrüßt wurden die Gäste von Gabriele Knobloch an der Violine und Matthias Staiger am E-Piano. Zum Aktionstag kamen einige Schüler und probierten sich an neuen Techniken. Auch die fünfjährige Alicia, die seit September zum Montagskurs kommt, war dabei.

In Gülpe gab es Kunst auf Teebeuteln

Schon seit neun Jahren malt Lea Trägenapp im Kurs von Annelie Knobloch. „Nach dem Abitur möchte ich einen künstlerischen Beruf ausüben und mich bei den Filmstudios in Babelsberg bewerben“, sagte die 17-Jährige.

„Es wäre toll, wenn ich im Bereich Animation arbeiten könnte.“ Um mehr Erfahrungen zu sammeln, absolviert sie mit Beginn des neuen Schuljahres ein Freiwilliges Soziales Jahr bei „TonArt“.

Die Künstler des Karl Mertens Kunstvereins konnte man am Wochenende im Atelier in der Semliner Straße und in der „Stadtgalerie“ in der Berliner Straße kennenlernen. Vereinsmitglied Detlef Frenkel, probiert gern neue Techniken aus.

Im Herbst 2016 entdeckte er das Malen mit Acrylfarbe unter Einsatz von Gold- und Kupfertönen sowie Farbe mit Eisenpartikel, die durch das anschließende Auftragen von Oxidationsmitteln chemisch reagieren und die Farbtöne verändern.

Landschaft und Tierwelt im Havelland

Die Berliner Matthias Rinne und Annette Wiechens beteiligten sich mit ihrem Atelier in ihrer zweiten Heimat Gülpe zum zweiten Mal am Aktionstag.

„Künstlerisch interessieren mich verschiedene Strukturen und wie unterschiedlich man sie einsetzen kann“, erklärte Matthias Rinne. Er erschafft abstrakte, aber organisch wirkende Skulpturen aus Holzmehl, in die teilweise Holzstücke eingearbeitet werden.

Eher grafische Kunstwerke entstehen auf Teebeuteln, anstatt auf Papier. Daran fand vor circa sieben Jahren auch Annette Wiechens Interesse.

Ihre Bilder entstehen aus Schwarz-Weiß-Fotos, über viele Arbeitsschritte künstlerisch bearbeitet, ebenso auf Teebeuteln als Trägersubstanz und zeigen die Landschaft und Tierwelt „vor der Haustür“ im Havelland.

Von Uwe Hoffmann

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