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Rathenow Einbrecher suchen Gartensparten heim
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18:35 23.10.2018
Einsame Bungalows sind im Winter ein beliebtes Ziel von Einbrechern.
Einsame Bungalows sind im Winter ein beliebtes Ziel von Einbrechern. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Im Oktober haben sich viele Gartenlaubenbewohner endgültig in ihre festen Wohnungen und Häuser zurückgezogen. Der Sommer war lang, der Herbst golden – doch jetzt wird es ungemütlich. Die kleinen Bungalows, in denen die Gartenbesitzer gerne übernachten, sind winterfest gemacht worden.

Es wird früher dunkel, damit haben andere Besucher in den Gartensparten ihren Auftritt. Ungebetene Gäste. Gerade erst meldete die Polizei von der Gartensparte Birkenweg einen Laubeneinbruch. Das Wochenende war gerade vorbei.Von einem Montag zu Dienstag wurde von einem Unbekannten eine Gartenlaube aufgebrochen. worden.

Erst aufbrechen, dann klauen

Die Masche der Täter ist stets ähnlich. Erst wird die Türe zu dem Garten aufgehebelt, dann die Tür zu dem Bungalow. Wenn der oder die Täter im Bungalow sind, durchsuchen sie meist in aller Ruhe Schränke, Kommoden und andere Behältnisse.

Beliebte Diebesware sind Elektrogeräte, zum Beispiel Fernseh- oder Radiogeräte. Der Schaden, den die Einbrecher anrichten, liegt oft unter 1000 Euro. Meistens sind die Reparaturen an Türen und Fenstern teurer, als der Wert der gestohlenen Gegenstände.

Eine Kleingartensparte in Rathenow. Quelle: Markus Kniebeler

Zu anderen Gelegenheiten haben es die Diebe leicht. Bei einem Einbruch in der Gartensparte „Zur Stremme“ stießen die Täter auf eine Tür, die nur geschlossen aber nicht verschlossen war. Die Diebe mussten sich gar nicht erst die Mühe machen, mit Gewalt in die Laube zu kommen. Sie nahmen eine Kiste mit Werkzeug und mehreren Ketten für Kettensägen mit. Der Schaden belief sich laut Polizeibericht auf rund 200 Euro.

Oft vergreifen sich die Einbrecher ausschließlich am Inhalt von Kühlschränken – sofern diese im Winter bestückt sind. Dann entkommen sie mit vollen Flaschen, Leergut oder Speisen. Klassische Kleinkriminelle sind das, die mit ihrem Einbruch einen Schaden anrichten, der 100 Euro in seltenen Fällen überschreitet.

Das rät die Polizei

Die Polizei kennt das Problem. Wenn Gartenbungalows oder gar Monate nicht vom Besitzer genutzt werden, sind die Bedingungen für Einbrecher ideal – die Täter fühlen sich sicher, lassen sich Zeit, wohnen manchmal sogar mehrere Tage in einer Gartenlaube.

Ganz allgemein rät die Polizei den Besitzern von Gartenlauben, wertvolle Gegenstände nicht über längere Zeit im Bungalow zu lassen. Um größere Sachschäden zu vermeiden, sollten im Inneren Schränke, Kommoden und Behältnisse nicht abgeschlossen sein, dann werden sie von den Tätern nicht mit Gewalt aufgebrochen.

Gartenbesitzer sollten ihr Grundstück ab und zu inspizieren. Falls eingebrochen wurde, empfiehlt die Polizei unverzüglich die Notrufnummer 110 zu wählen oder aber das zuständige Polizeirevier zu verständigen. „Es ist erforderlich, eine Strafanzeige zu erstatten“, heißt es beim Polizeipräsidium Potsdam zu dem Thema. „Eine Einbruchsanzeige sollte durch die Polizeibeamten vor Ort aufgenommen werden, da in der Regel Spuren gesichert oder Fotos vom Tatort gefertigt werden müssen.“

Die Täter suchen den Schutz der Dunkelheit. Quelle: Daniel Maurer/dpa

Ganz wichtig: Sollte ein Betroffener etwas bemerkt haben, das ihm verdächtig vorkommt, so sollte man das den Polizisten schildern.

Wer sich wirksam schützen will, der kann sich auch eine kleine mobile Alarmanlage aufstellen, die über das Mobiltelefonnetz drei Telefonnummern anwählt und entsprechende Zeichen gibt, wenn eingebrochen wird. Manchmal reicht es schon, mit einem Schild auf eine Alarmanlage hinzuweisen, um Einbrecher abzuschrecken.

Von Joachim Wilisch