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Rathenow Einsatzreiches Jahr für die Feuerwehr
Lokales Havelland Rathenow Einsatzreiches Jahr für die Feuerwehr
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16:59 06.01.2020
Ende Juni geriet auf einem Feld in Rathenow-West ein Mähdrescher in Brand. Die Flammen rückten gefährlich nahe an die Wohnhäuser der Straße „An den Erbsländern“ heran. Der Rathenower Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen und die Siedlung zu schützen. Quelle: Kay Harzmann
Rathenow

Die Rathenower Feuerwehr hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. 276 Einsätze finden sich auf der Liste. Das sind 26 mehr als im Jahr 2018.

„Wir hatten jede Menge zu tun“, sagt Ortswehrführer Oliver Lienig. „Und das, obwohl es keine großen Unwetter gegeben hat.“ Der Einsatzrekord aus dem Jahr 2017 – da rückte die Rathenower Wehr 371 mal aus – war genau darin begründet: allein die beiden großen Herbststürme Xavier und Herwart hatten den Kameraden damals über 100 Einsätze beschert.

Brandstiftung in der Puschkinstraße

26 Gebäudebrände mussten 2019 gelöscht werden. In Erinnerung dürfte vielen der Einsatz in der Puschkinstraße Anfang August sein. Dort hatte ein junger Mann die eigene Wohnung in Brand gesteckt, weil er sich darüber geärgert hatte, dass sich eine Internetbekanntschaft nicht mehr bei ihm meldete.

Die Wohnung brannte komplett aus, den Feuerwehrleuten gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen zu verhindern. Übrigens wird dem Brandstifter am Freitag vor dem Landgericht Potsdam der Prozess gemacht.

In der Puschkinstrasse 97 zündete ein Mieter seine eigene Wohnung an. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Quelle: Kay Harzmann

Mit einem Großaufgebot rückten die Einsatzkräfte am 30. August in der Schopenhauerstraße an. In einem Teil des ehemaligen Reitstalls war ein Feuer ausgebrochen. Weil die Havellandhalle in unmittelbarer Nähe liegt, wurde diese vorsorglich evakuiert. Am Ende gelang es, das Feuer schnell zu löschen.

An der Katastrophe vorbeigeschrammt

Fünf Waldbrände und sieben Flächenbrände sind in der Statistik 2019 verzeichnet. Ende Juni kamen die Anwohner der Straße „An den Erbsländern“ mit dem Schrecken davon. Auf einem benachbarten Feld hatte eine Mähdrescher Feuer gefangen. Bis zur Hecke einer Anwohnerin waren die Flammen gekommen, bevor der Brand gelöscht werden konnte.

Ende Juni geriet auf einem Feld in Rathenow-West ein Mähdrescher in Brand. Die Flammen rückten gefährlich nahe an die Wohnhäuser der Straße „An den Erbsländern“ heran. Der Rathenower Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen und die Siedlung zu schützen. Quelle: Kay Harzmann

Sechs Wassereinsätze hat es im vergangenen Jahr gegeben, zwei davon mit tragischem Ausgang. Am 24. Juli ertrank ein 37-Jähriger aus Afghanistan in der Havel unweit der Weinberg-Brücke vor den Augen eines Freundes. Obwohl die Einsatzkräfte schnell vor Ort waren, konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.

Tragische Unglück am Alten Hafen

Anfang Oktober erlag ein 65-Jähriger im Krankenhaus seinen Verletzungen, die er sich zwei Wochen zuvor bei einem Unfall am Alten Hafen zugezogen hatte. Der Senior war von seinem Grundstück im Rückwärtsgang Richtung Stadtkanal gefahren, um einem anderen Auto Platz zu machen. Aus bislang unbekannten Gründen stoppte er nicht rechtzeitig und rutschte mit seinem Pkw in den Kanal. Feuerwehrleuten war es noch gelungen, den Unglücksfahrer aus dem versinkenden Fahrzeug zu retten.

Ende September wurde ein 65-Jähriger, der mit seinem Auto in den Stadtkanal gerutscht war, gerettet. Wenig später erlag der Mann seinen Verletzungen. Quelle: Kay Harzmann

25 Mal rückten Rathenower Feuerwehrleute zu Verkehrsunfällen aus, 39 Mal wurden sie für Türnotöffnungen herangezogen. 23 Personen und sechs Tiere wurden im Verlauf des Jahres unverletzt gerettet, 26 Menschen und ein Tier wurden verletzt gerettet, elfmal mussten Tote geborgen werden.

Unterstützung aus Premnitz

Etliche Kleinbrände, einige Fehlalarme und diverse Hilfedienstleistungen vervollständigen die Einsatzstatistik. Nachdem die defekte Drehleiter der Rathenower Feuerwehr Ende August aus dem Verkehr gezogen werden musste, wurde zu 26 Einsätzen die Drehleiter der Premnitzer Wehr hinzugezogen.

„2019 war ein sehr arbeitsreiches Jahr“, sagt der Ortswehrführer. Wenn man die vergangenen Jahre betrachte, erkenne man, dass die Zahl der Einsätze kontinuierlich zunehme. Und es sieht nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern. Für die ersten sechs Tage des neuen Jahres stehen bereits zwölf Einsätze auf der Liste.

Von Markus Kniebeler

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