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Rathenow Fans und Sponsoren feiern den FSV Optik
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13:09 04.06.2018
Torjubel auf der Sponsoren- und Ehrentribüne des FSV Optik Rathenow. Soeben ist das 3:1 für die Aufsteiger gefallen. Quelle: foto: Joachim Wilisch
Rathenow

So eng geht es eher selten zu auf der Ehren- und Sponsorentribüne des FSV Optik am Volkssportpark Vogelgesang. Und nicht immer sieht man die, die sich am Sonntag zum letzten Heimspiel des Vereins teilweise zeigten. Ein Dauergast ist Christian Görke. Er ist bekennender Optik-Fan und lässt sich auf dem Fußballplatz auch gerne mal gehen. Was am feinen Kabinettstisch so nicht geht, am Vogelgesang lässt Görke es raus. Nicht so oft ist Corrado Gursch auf der Ehrentribüne.

Nach einem 3:1-Sieg im letzten Spiel gegen den SV Malchow stand es fest. Der FSV Optik Rathenow spielt wieder in der höchsten Amateurklasse Fußball. Darüber freuten sich Spieler, Sponsoren und Anhänger – auch auf der Ehrentribüne.

Der CDU-Kommunalpolitiker kam am Sonntag aber professionell ausgestattet. Mit Leier zum Krachmachen – und bei dem 3:1-Sieg durfte er sie gerne benutzen. Ganz locker der Unternehmer Josef Rampf. Er ist regelmäßiger Gast beim FSV wie Norbert Ohst. Er zelebriert den FSV, er liebt diesen Verein. Und er unterstützt ihn natürlich auch mit Geld, so wie Rampf und viele andere Gäste.

Finanzminister Christian Görke (hinten 2. v. li.) jubelte auch. Quelle: Joachim Wilisch

Wenn die Mannschaft nun nach Mallorca fliegt, um den Sieg so richtig zu feiern, dann werden in Rathenow die ersten Gesprächsdrähte glühen. Es gilt, etwas aus diesem Regionalliga-Aufsteig zu machen. Auch für die Stadt Rathenow selbst. „Der FSV fährt als Werbeträger durch die Lande“, sagte Hans-Jürgen Lemle.

Jetzt muss Geld her

Der Beigeordnete saß noch in sportlichen Fahrradklamotten auf der Haupttribüne. Und als FSV-Trainer Ingo Kahlisch mit dem Pokal an der Ehrentribüne vorbeimarschierte, rief er hinauf: „Da muss jetzt Geld her.“ Hartmut Rubach, Fraktionssprecher der SPD und ebenfalls immer wieder mal im Stadion, ist froh, dass die Flutlichtanlage steht.

Von Erfurt bis Rostock

Natürlich freute sich auch der Bürgermeister: „Mit Optik von Erfurt bis Rostock – wie schön.“ Die Tochter von Erfolgstrainer Ingo Kahlisch hielt es am Ende auch nicht mehr hinter dem Tresen. Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um das Regionalliga-Abenteuer zu wagen.

Freudentränen bei Norbert Ohst. Quelle: Joachim Wilisch

Denn das geht der FSV Optik mit kleinem Etat an. Und Ingo Kahlisch leugnet nicht,m dass er sich über einen finanzstarken Sponsor zusätzlich freuen würde. Er erhofft sich, dass dieser Aufstieg einige Netzwerker in Rathenow dazu bringt, doch noch die eine oder andere Tür zu potenziellen Geldgebern aufzustoßen.

Nur ein paar Kontakte

Ingo Kahlisch wäre für einige Kontakte – nur Kontakte – schon dankbar. Immerhin: Bürgermeister Ronald Seeger hatte nach dem Spiel bei der Pressekonferenz gesagt, dass er dem Verein weiter Türen öffnen wolle. Aber jetzt feiert das Team – mit Recht.

Von Joachim Wilisch

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