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Rathenow Filme über den Fuji und das Westhavelland
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13:35 20.03.2019
Der Rathenower Künstler Bernd Nordt arbeitet jetzt für den bekannten Filmproduzenten Claus Boje. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Der in Rathenow lebende Künstler Bernd Nordt sieht großen Zielen entgegen. Vor einiger Zeit hat er durch Zufall in Berlin den bekannten Filmproduzenten Claus Boje kennen gelernt, der ihn nun bei Bedarf zu Dreharbeiten in seine Filmteams holt. Wenn alles so abläuft, wie es besprochen ist, wird der Rathenower in naher Zukunft an der Herstellung von drei Filmen beteiligt sein. Zwei entstehen in Japan und dazwischen einer im Westhavelland.

Bernd Nordt, geboren 1955 in Dresden, ist künstlerisch und handwerklich sehr vielseitig begabt und tätig. Das dürfte wohl einer der Gründe für seine nun beginnende „Filmkarriere“ sein. In seiner Jugend hat er eine Ausbildung zum Kunstschmied gemacht. Als junger Mann war er als Restaurator im Schloss Sanssouci und in der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Potsdam tätig. 1989 hat er auch im Kölner Dom gearbeitet.

Er malt, arbeitet mit Holz und Metall

Nach ersten Studienaufenthalten in Dänemark und Italien zog er 1995 nach Belgien und begann dort sein Leben als freischaffender Künstler. Im Jahr 2000 zog er um nach Rathenow. Er malt, arbeitet mit Holz und kennt sich auch mit Metallguss aus. Eine Besonderheit von ihm ist es, gemalte Bilder mit behutsam bearbeitetem Naturholz zu kombinieren.

Was bislang kaum jemand hier wusste: Nach eigenen Angaben hat Bernd Nordt in den Jahren 2000 bis 2003 die Dorfkirche des Ortes Damme in der Uckermark komplett restauriert.

Ein bekannter Filmproduzent

Claus Boje ist ein Filmproduzent aus Berlin, von dem eine ganze Reihe Werke bereits Eingang in das deutsche Kulturgut gefunden haben. Er ist der Mann, der hinter so bekannten Filmen wie „Karniggels“ (1991), „Männerpension“ (1996), „Sonnenallee“ (1999), „Herr Lehmann“ (2003), „Rubbeldiekatz“ (2011) und „Die Vermessung der Welt“ (2012) steht.

Gegenwärtig hält er sich mit einem Filmteam in Japan auf. In der Nähe des Vulkans Fujisan (früher bekannt als Fujiyama) auf der Hauptinsel Honshu entsteht das aktuelle Werk. Bernd Nordt hat bereits ein Ticket, damit er im Mai dorthin fliegen kann. Für ihn ist ein Aufenthalt von vier Wochen geplant. Worum genau es in dem Film geht, soll noch nicht verraten werden. Nur so viel: Bernd Nordt hat dafür den Bau eines japanischen Kampfdrachens (Rokkaku) in die Wege geleitet, der im Film vorkommen soll.

Im Juni das Westhavelland

Wenn dann alle Leute wieder zurück sind aus dem Land der aufgehenden Sonne, beginnt vermutlich im Juni das nächste Projekt, das der Heimat gewidmet werden soll. Der Rathenower Bernd Nordt hat offenbar das Herz des Berliner Produzenten Claus Boje für das Westhavelland geöffnet.

Wie er sagt, sollen in dem auf etwa 45 Minuten geplanten Streifen die Schönheiten der Region gezeigt werden. Ins Zentrum der Aufnahmen soll eine kleine hiesige Dorfkirche rücken, in der während der Dreharbeiten verschiedene Restaurationsarbeiten stattfinden. Sie ahnen es: Bei diesen Arbeiten wird Bernd Nordt eine tragende Rolle übernehmen. „Wir wollen mit diesem Film die Schönheit des Westhavellandes nach außen tragen“, verkündet der Künstler. Er sei ein Naturliebhaber, erklärt er. Es sei vorgesehen, sich mit der Kamera auf dem Fahrrad auf Tour zu begeben. Gülpe als „dunkelster Ort Deutschlands“ soll vorgestellt werden.

Biografisches

Bernd Nordt wurde 1955 in Dresden geboren, wuchs auf in Schwedt und Potsdam.

Eine Ausbildung zum Kunstschmied schloss er 1974 ab.

Als Restaurator arbeitete er in der Zeit danach im Schloss Sanssouci und in der St.-Peter-und-Paul-Kirche Potsdam. 1989 am Kölner Dom.

Erste Studienaufenthalte führten ihn 1994 nach Dänemark auf die Ostseeinsel Langeland und nach Italien in die Stadt Bologna.

1995 zog er nach Belgien und begann als freischaffender Bildhauer und Maler. Im Jahr 2000 zog er nach Rathenow.

Von 2000 bis 2003 hat er die Dorfkirche in Damme (Uckermark) restauriert.

Internet: https://www.artmajeur.com/de/esearch?q=bernd+nordt

Wenn diese Dinge bewältigt sind, dann kann Bernd Nordt darauf hoffen, dass ein uralter Wunsch von ihm im Zusammenwirken mit Claus Boje in Erfüllung geht. Lange Zeit war es immer sein Traum, einmal bei den berühmten Schneeaffen in Japan zu leben, um sie kennen zu lernen, Skizzen zu machen, sie zu malen und zu modellieren. Vor wenigen Tagen hat Claus Boje ihm mitgeteilt, dass die Genehmigung für den Jigokudani-Nationalpark nun vorliegt. Im November soll es losgehen. Bis März bekommt Bernd Nordt für seine künstlerische Affen-Selbsterkundung Zeit und natürlich wird auch ein Film darüber gedreht.

Von Bernd Geske

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