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Rathenow Natürliche Momente: Fotokünstler zeigt weibliche Porträts in Rathenow
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18:18 25.10.2019
Fotomodel Lola Las Vegas posiert für den Fotokünstler Daniel Wandke. Quelle: Daniel Wandke
Rathenow

Er ist Fallschirmspringer, Tontechniker, Sänger und Komponist – und nicht zuletzt ist Daniel Wandke leidenschaftlicher Fotograf. Davon können sich ab 1. November zum wiederholten Mal die Havelländer im Offenen Atelier im Kulturzentrum überzeugen.

Der Fotokünstler aus Brandenburg an der Havel, Jahrgang 1964, stellt eine Auswahl seiner neuesten Arbeiten in Rathenow aus. Zu sehen sind sehr unterschiedliche junge Frauen, die das Spiel mit der Kamera lieben.

Da ist zum einen die stark tätowierte Lola Las Vegas, die in Highheels und Strapsen mit Supermarkttüten in der Hand eine Einkaufsstraße entlang stolziert. Oder Berit, die mit kräftigem Lidstrich verträumt in die Linse schaut.

Wandkes Bilder verraten, die Models hatten ebenso viel Freude beim Shooting, wie der Fotograf selbst.

Daniel Wandke, Fotokünstler aus Brandenburg/Havel stellt ab 1. November einen Ausschnitt seiner Arbeit im Offenen Atelier in Rathenow aus. Zu sehen sind Porträts unterschiedlichster Frauen.

Obwohl ihm die Leidenschaft und das Talent für die Fotografie in die Wiege gelegt wurden – seine Großmutter war Fotolaborantin und sein Großvater Fotograf – fand Daniel Wandke erst spät zur Kamera.

„Bei uns standen kistenweise Fotos im Keller. Als Kind dachte ich immer, das sei bei allen Familien so, ganz viele Fotos in irgendwelchen Kisten“, erinnert sich Wandke.

Weil all das für alltäglich war, zog er es als Jugendlicher vor, auf dem Eis einem Puck nachzujagen. Das tat der waschechte Berliner so geschickt, dass ihm eine Laufbahn als Berufssportler offen stand.

Vom Eishockey ins Theater

Doch dann packte ihn die Musik und er unterschrieb mit 16 Jahren einen Plattenvertrag. Eishockey-Profi oder Berufsmusiker wurde er trotzdem nicht. Wandke fand seine Berufung im Theater.

Nach dem Studium der Musikwissenschaften, Musikethnologie und Theaterwissenschaften erkundete er drei Jahre lang als Taxifahrer die Hauptstadt und arbeite nebenbei mit zahlreichen kreativen Menschen zusammen.

Er war in diversen Theaterhäusern aktiv, unter anderem im Schiller Theater und im Hebbel Theater Berlin. 13 Jahre blieb er schließlich im Chamäleon Varieté, wo er als Ton- und Lichttechniker arbeitete und nebenbei auch als Komponist, Sänger und Instrumentalist einsprang.

Havelländerin inspirierte ihn zur Porträtfotografie

2004 zog es ihn ans Brandenburger Theater und es dauerte weitere vier Jahre, bis er die Fotografie für sich entdeckte. Schließlich inspirierte ihn 2010 eine Havelländerin dazu, sich auf Porträtfotografie zu spezialisieren.

Die Rathenower Künstlerin und Sängerin Annelie Knobloch beschäftigte sich damals mit Aktstudien. Um die Models aber nicht stundenlang posieren zu lassen, hielt Wandke die Posen für sie mit der Kamera fest.

„Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich intensiv mit Fotografie, der Technik dahinter und Blickschulung beschäftigt habe“, erklärt der kreative Geist. 2013 folgte die erste Ausstellung.

Die Kultur bringt ihn immer wieder ins Havelland

In der Kunsthalle Brennabor in Brandenburg/Havel zeigte er unter dem Titel „Xirc le cinX“ erstmals eine Auswahl seiner Werke. Noch im selben Jahr waren seine Bilder auch im Rathenower Rathaus zu sehen.

„Die Kultur treibt mich seither immer wieder ins Westhavelland. Hier habe ich schon einige Macher und Künstler kennengelernt. Ich habe den Eindruck, die Region ist ein Schmelztiegel vieler Künste“, so Wandke.

Und in diesem mischt auch er nun zum wiederholten mal mit. Nach weiteren Ausstellungen auf dem Kunsthof Artland in Wolsier und im Premnitzer Rathaus kehrt er am Freitag ins offene Atelier zurück.

Fotograf und Model teilen Augenblicke mit dem Betrachter

2016 hatte er zum ersten Mal hier seine Bilder gezeigt, nun füllt er das Atelier mit „Geteilten Augenblicken“. „Diesen Titel habe ich zum einen gewählt, weil die Bilder ,Augenblicke’ meiner Arbeiten beleuchten, die ich sehr gerne teile.

Und auch die Menschen vor der Linse haben etwas geteilt – mit mir, für mich und für alle, die sich die Bilder ansehen mögen“, erklärt der Fotograf, der sowohl mit professionellen Models arbeitet, als auch mit Menschen, die keine Erfahrungen vor der Kamera haben.

Früher fiel es ihm, schwer Models zu finden. Heute hält er die Augen offen und spricht Menschen, die er interessant finde, einfach an. Seine Aufnahmen entstehen dabei stets nach dem Motto:

„Picture your point of view“ vor – ein Wortspiel:. „Deine Sicht der Dinge – das ist ein Standpunkt, eine persönliche Positionierung, aber auch der Mut, seine Kreativität nach außen zu tragen“, sagt Wandke. Sein Ziel ist es, natürliche Momente künstlerisch einzufangen.

Die Vernissage zu „Geteilte Augenblicke“ findet am Freitag, 1. November, um 18 Uhr im Offenen Atelier im Kulturzentrum statt.

Von Christin Schmidt

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