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Rathenow 30 Jahre Einheit sind auch für die „Freunde für Europa“ etwas ganz Besonderes
Lokales Havelland Rathenow 30 Jahre Einheit sind auch für die „Freunde für Europa“ etwas ganz Besonderes
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07:27 04.02.2020
Mitorganisator Felix Doepner (links) im Gespräch mit Karl-Reinhold Granzow. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Zu ihrer ersten „Puls of Europe“-Kino-Matinee in diesem Jahr luden die „Freunde für Europa“ am Sonntag zu einem Film ins „Haveltor-Kino“ ein, der sich im Jubiläumsjahr der deutschen Wiedervereinigung mit dem Dialog zwischen Kirche und SED-Staat beschäftigte, der 1988 in die Kinos der DDR kam.

Der DEFA-Spielfilm „Einer trage des anderen Last“ entstand unter der Regie von Lothar Warneke, der auch, auf Basis des Szenariums von Wolfgang Held, das Drehbuch schrieb. In „Einer trage des anderen Last“, ein Zitat aus dem Galaterbrief des Apostels Paulus, begegnen sich ein Kommunist und ein Christ auf gleicher Augenhöhe – ein Novum in der DDR-Filmgeschichte.

Viele haben schon gewartet

„Ich hatte das Gefühl, dass viele auf den Beginn der Kino-Matinee im neuen Jahr gewartet haben“, so der Pareyer Mathias Kinzel, einer von rund 90 Zuschauern, die das Thema interessierte. „Den beeindruckenden Film hatte der Rathenower Rolf Schwieger bereits im letzten Jahr vorgeschlagen“, sagt Kino-Matinee-Mitorganisator Felix Doepner.

„Mein Großvater war der Kommunist Karl Gehrmann. Aber in der Familie war das Thema ‚Toleranz’ immer wichtig. So auch gegenüber Mitgliedern der Kirche. So bin ich auch erzogen und auch konfirmiert worden. Während des Wehrdienstes bin ich überzeugt worden, in die SED einzutreten“, erzählt Karl-Reinhold Granzow, langjähriger Stadtverordneter für Die Linke, nach dem Film. „So ist Toleranz auch heute wichtig. So im Umgang mit den AfD-Abgeordneten der Stadt. Man muss sich mit ihnen sachlich auseinandersetzen.“

Menschen ertragen, die anders denken

„Der Film zeigt uns, dass wir ertragen lernen müssen, dass es Menschen gibt, die anders denken. Sie müssen wir argumentativ überzeugen“, so Felix Doepner zur Auseinandersetzung mit der AfD und ihren Anhängern. „Die Kirchgemeinden in der DDR waren durch den Staat in ihren Wirkungsmöglichkeiten sehr eingeengt und wurden in den 70er Jahren gezwungen, sich vom Dachverband der Evangelischen Kirche in Deutschland zu trennen. Kirche war geduldet, wenn sie sich ruhig verhielt. Aber ohne den Dialog auf oberer Ebene zwischen Kirche und Staat hätten es die Gemeinden noch schwerer gehabt.“

Als evangelischer Pfarrer hatte Doepner ab 1974 regelmäßigen Kontakt zu einer Gemeinde bei Cottbus und ab zirka 1983 nach Tröpitz bei Finsterwalde. „Die Kontakte konnten nie als offizieller Austausch stattfinden, mussten immer privat organisiert werden. Das Verhältnis mit den staatlichen Stellen war auch immer von den handelnden Personen abhängig sowie je nach Region unterschiedlich“, schildert Doepner seine Erfahrungen.

Von Uwe Hoffmann

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