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Rathenow 650 Unterschriften für das Lutherhaus
Lokales Havelland Rathenow 650 Unterschriften für das Lutherhaus
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16:36 10.07.2018
In der Lutherkirche finden viele Veranstaltungen statt, hier die „Musik im Kerzenschein“. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

 Noch rund zwei Monate Zeit bleiben für die Debatte, die in der Evangelischen Kirchengemeinde Rathenow gegenwärtig über die Zukunft der Lutherkirche geführt wird. Dann soll darüber entschieden werden, ob im Zuge der Neubebauung der freien Flächen auf dem Kirchberg neben der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein neues Gemeindezentrum gebaut werden soll. Eng mit dieser Entscheidung verknüpft ist die Frage, was im Falle eines Neubaus aus dem Lutherhaus in der Jahnstraße werden soll.

Ein gewichtiges Wort wird in dieser Angelegenheit der Freundeskreis des Lutherhauses mitsprechen. Es gibt ihn seit vielen Jahren, seine Tätigkeit war zwischenzeitlich etwas eingeschlafen, doch als nun die Zukunft des Lutherhauses auf die Tagesordnung kam, haben verschiedene Mitglieder dem Gremium neues Leben eingehaucht.

Das Lutherhaus in der Jahnstraße. Quelle: Uwe Hoffmann

Als dessen Sprecher ist der Rathenower Justus Eichstädt ausgewählt worden, der beruflich als Optik-Professor an der Technischen Hochschule Brandenburg tätig ist. Als vor etwa einem Jahr durch die Presse allgemein bekannt geworden war, dass ein neues Gemeindezentrum gebaut werden soll, teilt er mit, habe es in der Kirchengemeinde eine große Überraschung gegeben. Insbesondere seien viele Menschen erstaunt gewesen, dass der Erhalt des Lutherhauses als schwer zu finanzieren beschrieben wurde.

Als Kosten für eine umfassende Sanierung des Lutherhauses hatte Pfarrer Andreas Buchholz seinerzeit einen Betrag „nahe an einer Million Euro“ genannt, aufzubringen in den nächsten fünf Jahren. „Dass es mit dem Lutherhaus solche Probleme geben soll“, sagt Justus Eichstädt, „davon hatte in der Gemeinde niemand etwas gewusst.“

Justus Eichstädt, Sprecher des Freundeskreises des Lutherhauses. Quelle: Bernd Geske

Der Freundeskreis hat mit einer Unterschriftensammlung begonnen, um abzufragen, wie groß die Zustimmung zum Erhalt des Lutherhauses ist. Wie Justus Eichstädt berichtet, sind dazu Gemeindemitglieder angesprochen worden. In einigen Geschäften seien auch Listen ausgelegt worden. Bislang sind 650 Unterschriften zusammen gekommen. Das ist aus der Sicht des Freundeskreises ein starkes Votum.

Die Unterschriftensammlung soll noch weiter laufen bis zur Gemeindeversammlung über das geplante neue Gemeindezentrum, die voraussichtlich im September stattfinden wird. Dann werden die Listen an Superintendent Thomas Tutzschke und Pfarrer Andreas Buchholz übergeben.

Die genannten Sanierungskosten von fast einer Million Euro will der Freundeskreis nicht bestätigen. „Das Lutherhaus ist nicht baufällig“, betont Justus Eichstädt. Der Freundeskreis gehe davon aus, dass zunächst 200 000 Euro für die Dachsanierung gebraucht werden. Diese Arbeiten könnten in den nächsten Jahren in Abschnitten ausgeführt werden.

Der Freundeskreis plant Arbeitseinsätze im Lutherhaus, so sollen zum Beispiel die Fenster gestrichen werden. Er will dort Veranstaltungen organisieren und er hat mit einer Spendensammlung begonnen. Justus Eichstädt sagt, jeder, der Interesse am Lutherhaus habe, könne zu den Zusammenkünften des Freundeskreises kommen.

Förderverein soll auch gegründet werden

Noch immer nicht abgeschlossen sind außerdem die Vorbereitungen zur Gründung eines Fördervereins für das Lutherhaus. Wie dessen Initiatorin Andrea Wernicke sagt, wird die Satzung erarbeitet. Die Gründungsversammlung soll nach dem Sommer stattfinden.

Von Bernd Geske

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