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Rathenow Gedenkstein im Stadtwald aufgestellt
Lokales Havelland Rathenow Gedenkstein im Stadtwald aufgestellt
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13:21 12.06.2019
Frank Fahlenberg (re.) und Frank Gumz-Severin bringen den Gedenkstein in Position. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Wer den Gipfel des Rauhen Berges im Rathenower Stadtwald sucht, der wird diesen in Zukunft garantiert nicht mehr verfehlen.

Denn seit Mittwochvormittag liegt auf dem höchsten Punkt des Berges, der eigentlich ein Hügel ist, ein fast zwei Tonnen schwerer Stein. Und damit der Wanderer sich sicher sein kann, bekommt er es auf der Rückseite des Steins schwarz auf weiß. Oder besser: schwarz auf grau. „Rauher Berg – 42,3 m“ ist dort eingraviert.

Am Mittwoch wurde ein fast zwei Tonnen schwere Findling vom Forsthaus Riesenbruch auf den Rauhen Berg transportiert. Dort soll der Brocken an den 700. Geburtstag des Rathenower Stadtwaldes erinnern.

Um zu verstehen, warum der Findling dort überhaupt liegt, sollte man sich aber die Inschrift auf der Vorderseite anschauen. „700 Jahre Rathenower Stadtforst. 1319 -2019“ ist dort zu lesen. Weil der Stadtwald in diesem Jahr 700 Jahre alt wird, gibt es zur Erinnerung an das Jubiläum diesen Stein.

Fachgerechte Beschriftung

Im Natursteinwerk Knake wurde sich in den vergangenen Wochen um die fachgerechte Beschriftung gekümmert. Am Dienstag holten Mitarbeiter der Stadtförsterei den Koloss mit einem Anhänger ab. Und am Mittwochmorgen erfolgte die Verlegung an seinen Bestimmungsort.

Zuvor hatten die Forstarbeiter diesen Ort präpariert. Am höchsten Punkt des Rauhen Berges verlegten sie auf einer gut drei Quadratmeter großen Fläche Naturpflaster. Das soll dem Stein die notwendige Stabilität verleihen. Zum anderen wertet es den Gedenkplatz optisch auf. Denn den Eiszeit-Findling einfach in den Dreck zu legen, wäre dem Anlass nicht ganz angemessen.

Per Anhänger wurde der Stein durch den Stadtwald zu seinem Bestimmungsort gebracht. Quelle: Thomas Querfurth

Die Überführung des Steins vom Forsthaus Riesenbruch auf den Rauhen Berg am Mittwochvormittag verlief komplikationslos. Das Semliner Unternehmen „Forst- und Erdarbeiten Werner Schulze“ hatte nicht nur den Transport übernommen, sondern hat den Stein auch bezahlt.

Butterweiche Landung

Baggerführer Ralf Kienscherf nahm den Findling an den Haken und setzte ihn, von den Forstleuten dirigiert, butterweich auf die vorbereitete Fläche. Von dort wird er nur noch mit roher Gewalt fortzubewegen sein. Aber dafür gibt es keinen Grund.

„Schöner Stein, schöner Platz“ kommentierte Stadtförster Thomas Querfurth das Ergebnis der rund einstündigen Operation. Der Stadtwald habe zum Jubiläum ein würdiges Geschenk erhalten. Dafür sei den Firmen Werner Schulze und Naturstein Knake zu danken. Und den vielen Spendern, die mit ihren Beiträgen die Beschriftung des Steins ermöglicht hätten.

Torge Hartwig, Dirk Szpitalny, Ralf Kinscherf, Thomas Querfurth, Frank Fahlenberg und Frank Gumz-Severin (v. li.) waren an der Aufstellung des Steins beteiligt. Quelle: Markus Kniebeler

Zwar liegt der Brocken nun schon an seinem Bestimmungsort. Aber offiziell eingeweiht wird er erst am kommenden Dienstag. Der 18. Juni ist exakt jener Tag, an dem vor 700 Jahren der Markgraf Waldemar per Urkunde die Schenkung des Guts Rodewald an die Rathenower Bürgerschaft besiegelte und damit die Geburtsstunde des Stadtwaldes markierte.

Wanderung am Jubiläumstag

Am Jubiläumstag startet um 10 Uhr am Parkplatz im Ferchesarer Weg eine kleine Wanderung zum Rauhen Berg. Rund eine halbe Stunde wird für die gut zwei Kilometer lange Strecke benötigt. „Wer Lust und Zeit hat, ist eingeladen, uns zu begleiten“, sagt Querfurth. Am Stein wird er dann einen Vortrag zur Geschichte des Stadtwaldes halten. Und dann wird der Brocken feierlich enthüllt. „Nur ein Laken müssen wir bis dahin noch auftreiben“, so der Förster. Sollte zu schaffen sein.

Von Markus Kniebeler

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