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Rathenow Gemälde von Emil Lüpke fürs Heimatmuseum
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19:00 06.02.2020
Viola Grontzki übergab Olaf Schwaß und Peter Dietze (re.) unter anderem die Collage „Unser Rathenow“ mit vier historischen Ansichten Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

„Ich hatte Tränen in den Augen, als die Nachricht kam, dass die Bilder meines Großvaters in seiner Heimatstadt Rathenow willkommen sind“, erzählt Viola Grontzki. „Als ich im Juli 2019 von Kargow bei Waren nach Jabel bei Müritz umzog, beschäftigte ich mich wieder mit den Bildern, die knapp 20 Jahre auf dem Dachboden lagerten. Ich wollte sie am liebsten in die Heimat meine Großvaters zurückgeben.“ Nach einem E-Mail-Kontakt zur Stadt vermittelte das Kulturamt Viola Grontzki an Peter Dietze, den Vorsitzenden des Fördervereins Heimatmuseum.

Das Heimatmuseum Rathenow besitzt jetzt einige Bilder von Emil Lüpke.

So übergab Emil Lüpkes Enkelin dem Heimatmuseum ein großes Bild mit einer 1956 entstandenen Zeichnung der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und vier drum herum angeordneten historischen Ansichten Rathenows aus den Jahren 1570/1580 bis 1850, ein Blumenstillleben in Pastellkreide sowie ein Aquarell mit einer Impression des Elbsandsteingebirges (zirka 1955), die ihr Großvater schuf.

Emil Lüpke wurde 1912 in Rathenow geboren. Er erlernte den Beruf des Konditors und Bäckers. „Er war schon immer künstlerisch interessiert und besuchte für eine Zeit die Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Beruflich war er zu DDR-Zeiten bei der HO in Rathenow tätig und danach Leiter der Werbeabteilung der PGH Elektrik“, erinnert sich Viola Grontzki, die ihren Großvater als Kind immer in Rathenow besuchte und auch mit ihren Großeltern im Urlaub war.

„Unter anderem hat er Bühnendeko für das Kulturhaus gefertigt. Er hat immer sehr konzentriert gearbeitet. Egal ob er privat eine Torte fertigte oder malte – mit Ölfarbe, Pastellkreide, Aquarellfarbe, Holzkohle, Bleistift oder Filzstift. Er malte viele Rathenower Ansichten, Stillleben oder Impressionen der Urlaube an der Ostsee und im Elbsandsteingebirge.“

1964 geboren in Guben

Violas 1944 in Rathenow geborene Mutter Edeltraut Tietz, verheiratete Miersch, zog 1964 von Rathenow nach Guben, wo Viola geboren wurde. Als 1984 Emil Lüpke in Rathenow starb, zog Violas Großmutter Erna nach Guben, wo auch ihr Ehemann Emil beerdigt wurde. 1998 zog Viola Grontzki von Guben nach Kargow. „Vor zwei, drei Jahren war ich erstmals wieder nach dem Tod meines Großvaters in Rathenow und erkundete mit dem Wohnmobil die Region und finde es schön, dass jetzt drei seiner Bilder wieder in Rathenow sind und öffentlich gezeigt werden“, erzählt Viola Grontzki.

„Meine Mutter, die keine Zeit hatte, mit nach Rathenow zu kommen, hat noch einige Bilder meines Großvaters. Auch ich habe noch einige Erinnerungsstücke. Aber man kann, allein aus Platzgründen, nicht alles aufheben.“ Gemeinsam mit Peter Dietze und Corrado Gursch fuhr Viola Grontzki nach der Übergabe der Bilder zum Kulturzentrum und in die Lilo-Hermann-Straße, wo ihre Großeltern in der Nummer 1 zuletzt wohnten.

Von Uwe Hoffmann

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