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Rathenow Hand in Hand: Spektrum- und Bürgelschüler geben Weihnachtskonzert
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17:49 20.12.2019
Weihnachtskonzert der Bürgelschule und der Förderschule Spektrum in der Lutherkirche Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Dieselbe Prozedur, wie in jedem Jahr? Weihnachtssingen mit Schülerinnen und Schülern – das hat es in diesen Tagen mehr als einmal gegeben. Und doch war der Vormittag zum Beginn der Weihnachtsferien in der Lutherkirche ein schöner Termin, der eines deutlich machte: Weihnachtskonzerte müssen nicht eintönig sein.

Die Schülerinnen und Schüler der Rathenower Förderschule Spektrum und der Unesco-Schule Bruno H. Bürgel haben in der Lutherkirche ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert gegeben. Damit verabschiedeten sich Kinder und Lehrer in die wohlverdienten Ferien.

Nein, vielstimmig war es. Und in der sehr gut gefüllten Lutherkirche erlebten die Besucher, wie man Inklusion leben kann, ohne das in Lehrpläne und Gesetze zu schreiben. Denn die Schülerinnen und Schüler der Förderschule für geistig Behinderte „Spektrum“ und die der Unesco-Schule Bruno-H.-Bürgel legten tatsächlich ein zauberhaftes Programm hin.

Nervosität und Spannung

Dafür wurde in den vergangenen Wochen mächtig viel geübt – und zwar nicht nur mit den Spektrum-Kindern sondern auch in der Bürgelschule. Schließlich sollte alles gut klappen. Und so war die Nervosität zu spüren am Freitagmorgen in der Lutherkirche. Bei Kindern und bei den Lehrerinnen und Lehrern.

Mit elektrischen Kerzen

Für Ruhe im Gewusel sorgte Hans-Martin Ermisch an der Schuke-Orgel. Dieses Instrument vermag mit weihnachtlich-wuchtigen Klängen einen Konzertsaal zum Schweigen zu bringen – oder eben eine Kirche. Mit Kerzen – sicherheitshalber elektrische – zogen die Spektrum-Kinder ein. Und dann ging es los: „Joy to the world“ (Bürgelschule), ein Weihnachtslieder-Potpourri mit Mondkanon, dem Lied „Alle meine Wünsche“ und dem „Schneeflockentanz“ (Spektrum) und einer Klanggeschichte der Arbeitsgemeinschaft „Erlebniswelt“.

Schulleiterin Antje Resch (Förderschule Spektrum) begrüßte die Besucher. Quelle: Joachim Wilisch

Das war nicht das Ende. Weiter ging es mit „Rudolf“, „Weck den Weihnachtsmann, die Arbeitsgruppe Line Dance und das schöne Lied „Küss mich, halt’ mich, lieb mich.“ Dazwischen gab es weitere Auftritte der Bürgelschüler.

Miteinander reden

Das ging ans Herz, fand auch Pfarrer Andreas Buchholz, sozusagen der Hausherr in der Lutherkirche. Er erzählte den Kindern eine Geschichte, mit der er den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes deutlich machen wollte. Es gehe um das zusammen sein und um das miteinander reden.“

Die Hand reichen

Die Leiterin der Förderschule Spektrum, Antje Resch hatte zu Beginn des Konzertes den Partnerschulen und den Sponsoren gedankt. Auch sie erinnerte daran, wie wichtig es ist, dass sich Menschen die Hand reichen.

Alle Klassen hatten einen Beitrag. Quelle: Joachim Wilisch

Wie in dem Konzert am Freitag. Kinder mit und ohne Handicap auf einer Bühne – und die Freude war allen Beteiligten anzusehen – natürlich auch den Eltern. Besonders laut und lang war der Beifall für Kevin. Ein ehemaliger Schüler der Förderschule, der mit kräftiger Stimme „Last Christmas“ intonierte. Sein Auftritt war eine Überraschung.

Kevin bei seinem Auftritt. Quelle: Joachim Wilisch

Das volle Haus hat Pfarrer Andreas Buchholz gefallen – auch wegen der Kombination Spektrum- und Bürgelschule. „Ich freue mich immer, wenn viele Menschen in der Kirche sind“, sagte er. Weihnachten steht vor der Tür: Buchholz darf auch in der kommenden Woche mit vielen Kirchgängern rechnen.

Ende mit Orgel

Zum Orgelspiel von Hans-Martin Ermisch zogen die Kinder aus, nachdem sie das Konzert gemeinsam mit dem Lied „Sind die Lichtlein angezündet“ stimmungsvoll beendet hatten.

Von Joachim Wilisch

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